Solarzaun Solaranlage Zaun Mauer vertikal

Solarzaun statt Balkonkraftwerk: Mehr Eigenverbrauch dank Vertikalmontage

Maria Gramsch
Bild: DepositPhotos

Balkonkraftwerke boomen. Doch ihr grösstes Problem bleibt: Sie liefern den meisten Strom mittags, wenn kaum jemand zu Hause ist. Ein österreichisches Unternehmen will das mit einer Solaranlage lösen, die direkt in den Gartenzaun eingefädelt wird. Die vertikale Ausrichtung soll Strom gezielt morgens und abends erzeugen, wenn der Verbrauch im Haushalt am höchsten ist.

Balkonkraftwerke haben in den vergangenen Jahren deutlich an Beliebtheit gewonnen. Die steckerfertigen Mini-Solaranlagen ermöglichen es inzwischen vielen Haushalten, eigenen Strom zu erzeugen und so die Energiekosten zu senken.

Einer der Treiber dieser Entwicklung sind auch regulatorische Veränderungen, wie die Anhebung der maximalen Einspeisung von 600 auf 800 Watt im Jahr 2024. Diese hatte unter anderem zur Folge, dass sich allein im Jahr 2025 die Zahl der neu installierten Anlagen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt hat und somit der stärkste Zubau seit 2018 verzeichnet werden konnte.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Apple AirPods gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Bis Ende 2025 waren in Deutschland bereits mehr als 1,2 Millionen Balkonkraftwerke in Betrieb gemeldet. Diese finden sich oft an Balkonbrüstungen, auf Terrassen oder an Hausfassaden und ermöglichen eine vergleichsweise einfache Nutzung von Solarenergie im Alltag.

Aber auch Zäune rücken als alternative Installationsorte immer mehr in den Fokus. Die Entwicklung eines Unternehmens aus Graz setzt hier an und kombiniert dafür Sichtschutz mit integrierter Solartechnik zur Stromerzeugung.

Solarzaun dient gleichzeitig als Sichtschutz

Die Zaunsolaranlage des österreichischen Unternehmens Sunbooster ist als Ergänzung für bestehende Doppelstabmattenzäune gedacht. Denn die flexiblen PV-Module des Modells Vertical+ werden einfach in den Gartenzaun eingefädelt.

Dafür hat Sunbooster bewegliche Streifen mit integrierten PV-Modulen entwickelt. Diese können laut dem Unternehmen herkömmliche Sichtschutzbänder im Gartenzaun ersetzen und auf beiden Seiten Strom erzeugen.

Eine ältere Version der Entwicklung war nur auf eine Zaunlänge von maximal zehn Metern und eine Leistung von 800 Watt ausgelegt. Mit Vertical+ hingegen soll es laut dem Unternehmen nun möglich sein, auch Zäune mit einer Länge von 100 Metern zu verkleiden.

Dabei kommt die Anlage laut Herstellerangaben auf einen Wirkungsgrad von bis zu 92 Prozent. Bei einem Einzelsystem mit einer Länge von 2,5 Metern und 468 Wp Leistung konnten bei Messungen demnach 430 Watt erreicht werden. Inklusive Inverser und zehn Meter Anschlusskabel bietet Sunbooster ein zwei Meter langes Solarzaun-Modul für 568,70 Euro an (Stand: 13. April 2026).

Vertikale Ausrichtung bietet Vorteil gegenüber Balkonkraftwerk

Herkömmliche Balkonkraftwerke erreichen typischerweise über den Tag verteilt ihre höchste Stromproduktion zur Mittagszeit, wenn die Sonneneinstrahlung am stärksten ist. Die Erzeugung in den Morgen- und Abendstunden fällt meist deutlich geringer aus.

Das wiederum steht jedoch häufig im Gegensatz zum typischen Strombedarf in einem Haushalt. Denn dieser ist meist vor allem in den frühen Morgenstunden sowie in den Abendstunden am höchsten.

Die vertikale Ausrichtung der Anlage von Sunbooster setzt genau hier an und soll die typischen Bedarfsspitzen morgens und abends abfangen. Denn die Anlage ist so konzipiert, dass sie Sonnenenergie vor allem dann besonders effektiv aufnehmen kann, wenn die Sonne sehr tief steht.

Am besten funktioniert das laut dem Hersteller bei einer Ost-West-Ausrichtung. Es sei allerdings auch eine Ausrichtung nach Süden möglich, wenn besonders hohe Mittagserträge erzielt werden sollen. Das sei allerdings meist nur in offenen, schattenfreien Bereichen sinnvoll.

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

Auch interessant:

Du möchtest nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 smarte Leser bekommen jeden Tag UPDATE, unser Tech-Briefing mit den wichtigsten News des Tages – und sichern sich damit ihren Vorsprung. Hier kannst du dich kostenlos anmelden.

STELLENANZEIGEN
Mitarbeiter/In Content & Social Media Mar...
Opternus GmbH in Bargteheide bei Hamburg
(Senior) Social Media Manager (m/w/d)
Robert Walters Germany GmbH in Düsseldorf
Projektmanager für die Quantitative Datenerhe...
FFIND GmbH in Essen, Biberach an der Riß, Frankfurt ...
Werkstudent/in Social Media & Content Mar...
KonzeptStuhlkreis Inh Alexander Moor in Düsseldorf
Consultant Sparkassen-Finanzgruppe & Digi...
FORT.SCHRITT GmbH in Weinheim
Social Media Manager (m/w/d) national & i...
Melitta Gruppe in Bremen
Performance Influencer Marketing Manager (m/w/d)
Deichmann SE in Essen
Praktikant*in Social Media (m/w/d/-)
congstar GmbH in Köln
Teile diesen Artikel
Folgen:
Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.
Keine Kommentare