Amazon legt sich eine Armee von (bezahlten) Bloggern zu

Allem Anschein nach scheint der Kindle 2 ja richtig zu ziehen – mal sehen, ob das gleiche auch mit dem monströsen Nachfolger Kindle DX erreicht werden kann. Eine Idee dazu hat der Buchhändler jedenfalls schon: mit Blogs! Im Kindle Store finden sich mittlerweile eine ganze Reihe von ihnen, die kostenpflichtig abonniert werden können. TechCrunch (Kindle Edition) kostet 1,99 Dollar im Monat, für das O’Reilly Radar (Kindle Edition) werden 99 Cent fällig. Kein schlechtes Geschäft: Amazon gibt 30 Prozent der Einnahmen an den Urheber weiter – also genauso viel weniger als Apple seinen App-Entwicklern einräumt. Mitmachen kann grundsätzlich jeder Blogger beim “Kindle Publishing“, auch deutsche, wie in den FAQs zu lesen ist. Amazon bestimmt allerdings in jedem Fall den Preis (zwei Dollar gelten derzeit als Obergrenze), zudem muss das Abo kostenpflichtig sein. Gratis-Blogs werden im Kindle Store nicht angeboten.
Im Grunde eine raffinierte Idee. Zugegeben, viel Kohle wird nicht an die Autoren weitergereicht. Aber immerhin ist es fairer, als zum Beispiel die aktuelle Podcast-Politik im iTunes Store: Zwar brüstet sich Apple mit dem Verkaufsargument, dass mittlerweile 100.000 Podcasts verfügbar seien – am Umsatz werden aber nur die wenigsten Macher beteiligt
Via: WSJ
(André Vatter)
3. Artikelstatistik:
· read: 2542 · today: 2 · last: 19. March 2010

Twitter



da lass ichs lieber beim guten alten internet.
@Nicolai: *boing!* – Hast natürlich recht. Geändert…
Mal ehrlich: Was auch immer der Marketingfuzzi, der sich das ausgedacht genommen hat, er sollte damit in Zukunft vorsichtiger sein.
Für Deutschland, da stimme ich euch allen zu, ist das nichts, wir haben da eine ganz andere Mentalität.
Solch ein eBook Reader interessiert mich trotzdem, da ich es für sehr praktisch halte. Auch wenn das ganze für die meisten noch zu teuer ist!
[...] Basic Thinking) Und was denkst [...]
Wer nutzt das, Senioren ohne Internet, die TechCrunch lesen wollen?
Da wär mir ein Festpreis für alles lieber…
Ich muss es anfassen könne, es muss nach Papier riechen und sich sorgenlos ganz tief in meinen Rucksack stopfen lassen. Mit so einem Elektrisches-Spielzeug muss ich immer aufpassen das es nicht kaputt geht und das der Akku immer voll ist, …
Welches Format wird eigentlich verwendet?
Ein Buch kann ich auch noch in 100 Jahren lesen! =)
[...] Amazon legt sich eine Armee von bezahlten Bloggern zu, deren Blogs im Kindle-Store für den gleichnamigen Reader abonniert werden können. Gnädig reicht Amazon 30% der Einnahmen an die Autoren weiter, bestimmt aber IMMER selbst den Preis des Abos (max 2 Dollar/Monat). Via Basic Thinking. [...]
Auf die Art hat jeder seine individuelle Zeitung, das schlägt die bisherigen Modelle ganz klar. Und ist auch noch preiswerter, da die ganzen Produktions- und Vertriebskosten gewaltig sinken.
Europa zieht im Abstand von 10 jahren nach, das war ja immer schon so. Zuerst müssen hier mal große und meinungsstarke Blogs entstehen, die auch Geld für eigene recherche haben. Gibts bei den Amis schon lange, hier gar nicht.
[...] Kindle Publishing ist ein neues Programm von Amazon, das es ermöglicht seine Bloginhalte über den E-Book Reader Amazon Kindle zu vermarkten. So können inzwischen Blogs wie beispielsweise TechCrunch (1,99 Dollar/ Monat), oder das O’Reilly Radar (99 Cent / Monat) abonniert werden. Von dem Verdienst gehen 60% an Amazon und 30% an den Blogbesitzer. Jedoch wird der Preis für das Blogabo von Amazon festgelegt und kostenlos kann man seinen Blog leider auch nicht anbieten. ( via Basic Thinking) [...]
Wie ich gerade sehe, scheint es bei Amazon noch bei der Kontrolle der Urheber zu hapern: Trittbrettfahrer können einfach geklaute Blog-Feeds als Originale verkaufen:
http://www.techcrunch.com/2009.....this-blog/
Besonders, wenn andere Anbieter auftauchen.
Bisher wurde dies jedoch auf irgendwelchen Unterseiten praktiziert. Seit es Blogs gibt, sind diese ja explizit für solche Schreibereien da. Von daher ist das eine gewinnversprechende Marketingtechnik von Amazon.