Wer ist Cyxymu? DoS-Attacke sollte politischen Blogger aus Georgien mundtot machen

Die gestrige DoS-Attacke auf Netzwerke und Dienste wie Twitter, Facebook, Blogger und Livejournal hat im Netz deutliche Spuren hinterlassen. In zahlreichen Foren werden mögliche Hintergründe und Folgen des massiven Serverangriffs diskutiert. Auch heute, einen Tag später, sind die Nachwehen in Form von kurzen Ausfällen bei den betroffenen Seiten noch zu spüren. Twitter-Gründer Biz Stone reagierte verärgert auf den Zwischenfall. Er habe an diesem Tag bessere Dinge zu tun gehabt. Und die Verteidigung gegen die massiven DoS-Angriffe gehörte ganz sicher nicht dazu. Im unternehmenseigenen Blog verriet er weitere Details:
Twitter hat in den vergangenen Stunden intensiv mit anderen betroffenen Unternehmen und Diensten zusammengearbeitet, um das Problem in den Griff zu bekommen. Zudem handelt es sich bei der DoS-Attacke um einen massiven, koordinierten Angriff. An den Spekulationen über die Hintergründe werde sich Twitter allerdings nicht beteiligen. Darüber hinaus sind durch die DoS-Attacke keine Nutzerdaten zum Opfer gefallen. Der gestrige Zwischenfall hat aber deutlich gezeigt, dass noch eine Menge Arbeit erledigt werden muss, um sich besser gegen solche Angriffe wehren zu können.
Ein wenig konkreter wurde dagegen Facebook-Sicherheitschef Max Kelly. Die DoS-Angriffe zielten auf die verschiedenen Nutzerprofile eines georgischen Bloggers namens Cyxymu, um dessen Nachrichten auf Facebook beispielsweise unerreichbar zu machen. Demnach wurden Spam-Mails mit Links zu Cyxymus Nutzerprofilen verschickt. Zusätzlich hätten die unbekannten Angreifer versucht, auf Facebook hunderte neue Profile pro Sekunde zu erstellen. Dies hätte auch zu den Server-Ausfällen geführt.
Doch wer ist Cyxymu überhaupt? Warum der Aufwand, um einen einzigen Blooger mundtot zu machen? Trotz zahlreicher Nutzerprofile ist über die Person hinter dem Benutzernamen nur wenig bekannt. Er wohnt in Tbilisi, einer Stadt in Georgien. In seinem Blog schreibt er fast ausschließlich über den Russland-Georgien-Konflikt – allerdings nicht neutral, sondern pro-georgisch. Seine Seite hat er den Erinnerungen an Suchumi, den Krieg und dem Schmerz gewidmet. In seinen Blogbeiträgen geht es unter anderem um eine Theorie, wie und warum es zum Russland-Georgien-Konflikt eigentlich gekommen ist. Es geht um Gewalt und Gräueltaten. Ganz klar, dass diese Themen bei einigen Russen gar nicht gut ankommen.
Inzwischen hat sich Cyxymu selbst zu Wort gemeldet. Er entschuldigte sich für die Unannehmlichkeiten, die seine Person verursacht habe, betonte aber zugleich, dass er nicht hinter den DoS-Attacken stecke. Für ihn stehe der Drahtzieher bereits fest. Demnach sei der russische Geheimdienst KGB für die Server-Attacken verantwortlich.
(Michael Friedrichs)
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http://www.synecstasy.com/2009.....comment-58
[...] Basic Thinking ist jetzt sogar zu lesen, dass evtl. ein spezieller georgischer (OppositionTwitterer [...]
Der Kontext ist übrigens auch interessant: http://www.zeit.de/newsticker/.....2027094xml
Aber genug der Verschwörungstheorien. Unschuldsvermutung usw.
@Russische KGB: Na, so ganz stimmt das nicht …
“…was from Russian KGB”, also nicht das weißrussiche KGB.
Ich bin sehr gespannt was sich im Laufe der momentan aktuellen Untersuchungen ergeben wird.
Beste Grüße
Florian Hoppe
Kann Fränk nur zustimmen. Wahrscheinlich waren es Leute die ganau jenes erreichen wollten.
Bei der Stadt Tbilisi handelt es sich um Tiflis, die Hauptstadt Georgiens. Unter letzterem Namen sollte diese Stadt den meisten spätestens seit den georgisch-russischen Auseinandersetzungen bekannt sein. Im Post klingt es so, als handelt es sich um eine eher unbekannte Stadt.
edit: löl, da kam mir jemand zuvor während ich getippt habe :D
[...] was wäre denn eigentlich, wenn nur eine der Spekulationen wahr wäre und tatsächlich der KGB versucht hätte einen georgischen Blogger mundtot zu machen? Was wäre, wenn plötzlich private oder staatliche Stellen Medien, die sie nicht auf [...]
[...] basicthinking.de [...]
synecstasy, ich habe den Eindruck, dass sein Blog doch wichtig war, George war auch in Global Voices, wo ich über ihn gelesen habe…
übrigens, kann es nicht sein dass gerade Blogger angegriffen wird?
Liebe Grüße und vielen Dank für diesen sehr guten Artikel!
[...] eines Angebots (hier haben die oben erwähnten F5-Tasten sicher auch unterstützend gewirkt). Laut basicthinking war ein georgischer Blogger das Ziel der Attacke- er sollte ruhig gestellt [...]
[...] ist der Spuk vorbei, die Seite erholt sich und es scheint klar zu werden, was für die Lahmlegung [...]
[...] Wer ist Cyxymu? DoS-Attacke sollte politischen Blogger aus Georgien mundtot machen [...]
[...] Die Netzwelt ist empört! [...]
[...] gezielt gegen die Profile eines georgischen Blogger richteten. Es wird darüber spekuliert, ob der russische Geheimdienst hinter den Angriffen [...]
Dass cyxymu das selber inszeniert hat, wäre zwar möglich, halte ich aber für unwahrscheinlich.
[...] war noch? Ah, Twitter war weg, letzte Woche. Das warum ist ein wenig strange, galt die DDoS-Attacke wirklich nur einem Blogger? Wolfensteinmeier / (c) Bulo, via [...]
[...] DDOS-Attacke gegen Facebook und Co. [...]
könntest du dass besser erläutern..
Episode 15..?
Tobi
[...] praticamente todos os jornais do mundo por ser o suposto alvo do ataque. Veja algumas das matérias aqui e aqui em alemão, aqui, aqui e aqui – onde é chamado de “primeiro refugiado digital” [...]
[...] was wäre denn eigentlich, wenn nur eine der Spekulationen wahr wäre und tatsächlich der KGB versucht hätte einen georgischen Blogger mundtot zu machen? Was wäre, wenn plötzlich private oder staatliche Stellen Medien, die sie nicht auf [...]