Royaler Relaunch: Webauftritt der Queen bleibt SEO-Katastrophe

André Vatter

Was Obama hat, will ich auch haben!“ – Seit ein paar Tagen ist die neue Website der Queen online. Höchste Zeit also, sich das royale gov.uk einmal näher anzusehen.

Bislang erstrahlte die Seite der königlichen Familie im muffigen Veilchenblau und auch in Sachen Übersichtlichkeit konnte der Vorgänger nicht wirklich punkten (siehe Screenshot). Für die Gestaltung der Neufassung hat sich Ihre Majestät nun extra die Hilfe von Sir Tim Berners-Lee (im Interview) gesichert, der Ende der Achtziger den HTML-Code erfunden hatte. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Windsors präsentieren sich nun offener, 360°-Raumansichten vom Windsor Castle zeigen, wohin die britischen Steuergelder fließen. Es gibt einen Haufen Videos und Bilder sowie erstmals die Funktion, sich die aktuellen und geplanten Reisezwischenstopps von Queen und Co. auf Google Maps anzeigen zu lassen.

Zweifelsohne hat das Staatsoberhaupt damit einen neuen Kanal zu den Untertanen eröffnet – leider bleibt es aber bei einer Einbahnstraße. Wie ein BBC-Korrespondent richtig bemerkt, fehlt es an Feedback-Lösungen: „We can’t e-mail her and there’s little prospect of the Queen blogging, conducting a webchat or indeed twittering.“ Die Online-Audienz bleibt damit aus, wer mit der Britischen Krone Kontakt aufnehmen möchte, muss weiterhin auf Altbewährtes setzen: Per Buckingham-Hotline oder Postkutsche.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Apple AirPods gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Noch etwas für die SEO-Fans unter euch: Der „Telegraph“ hat sich das neue royal.gov.uk einmal unter dem Gesichtspunkt der Suchmaschinenoptimierung zur Brust genommen – und kam dabei zu einem vernichtenden Urteil: Zu viele fehlende Phantomseiten (dabei nicht einmal eine eigene 404-Meldung), Duplicated Content, Titel- und URL-Diskrepanzen, Anfängerfehler bei der Formatierung und „Queen Elizabeth“ taucht als Keyword nicht einmal auf. Alle Details gibt es hier.

Via: Meedia

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

(André Vatter)

Du möchtest nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 smarte Leser bekommen jeden Tag UPDATE, unser Tech-Briefing mit den wichtigsten News des Tages – und sichern sich damit ihren Vorsprung. Hier kannst du dich kostenlos anmelden.

STELLENANZEIGEN
Content & E-Commerce Manager (m/w/d)
Valdemar Krog GmbH in Hamburg
Praktikant/ Werkstudent (m/w/d) im Bereich So...
WESTFLEISCH SCE mbH in Münster
Praktikum Social Media/Employer Branding (m/w/d)
AXA Konzern AG in Köln
Digital Marketing & Content Manager (m/w/d)
ENOVA Holding GmbH & Co. KG in Hamburg
Social Media und Performance Marketing Manage...
HAPEKO Deutschland GmbH in Bergheim
Werkstudent Online Marketing – Schwerpu...
STRÖER X GmbH in Köln, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Werkstudent oder Student im Praxissemester fü...
Ritter Energie GmbH & Co. KG in Dettenhausen
Manager (m/w/d) Content-Strategie und Markenk...
VdS Schadenverhütung GmbH in Köln
THEMEN:
Teile diesen Artikel
Folgen
André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.