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whitehouse.gov: Barack Obama lässt bloggen

Kaum hat Barack Obama als 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika unter großem Tamtam sein Amt angetreten, da macht er uns Blogger auch schon mächtig Konkurrenz. Nach einem kompletten Relaunch der präsidialen Webseite – pünktlich zu den Feierlichkeiten zur Amtseinführung – präsentiert sich der neue Mann an der Spitze nicht nur als wechselwilliger Regierungschef, sondern geht auch in Sachen Internet weiter in die Offensive. Erfahrung hat er ja bereits im Wahlkampf zur Genüge gesammelt. Anstelle einer langweiligen und überwiegend statischen Homepage gibt es auf seinem digitalen Zuhause künftig auch ein präsidiales Blog.

„Der Wechsel ist auch auf den Internetseiten des Weißen Hauses angekommen“, schreibt Macon Phillips, der neue Medien-Chef, in seinem ersten Blog-Eintrag. Eine der ersten Änderungen betrifft die Internetseite des Weißen Hauses, um von dort aus mit der Nation und dem Rest der Welt in Verbindung zu treten. Millionen Bürger hätten den Weg von Barack Obama ins Weiße Haus begleitet. Dabei habe auch das Internet eine wichtige Rolle gespielt, so Phillips. Die neue Homepage sei erst der Anfang der neuen Regierung in ihren Bemühungen, das Internet in den USA weiter voran zu bringen.

Ein Schritt, der sicherlich begrüßenswert ist, allerdings habe ich in dem Obama-Blog keine Möglichkeit gefunden, seinen eigenen Senf unter den Geschichten zu posten. Schade eigentlich, weil meiner Meinung nach nur so ein echter Austausch mit den Bürgern möglich ist. Viel PR-Geheule also in den ersten Tagen nach dem Wechsel, aber noch – so scheint es jedenfalls – ist erst wenig dahinter. Auch unsere Bundeskanzlerin gibt sich internet-affin. Allerdings quatscht sie via Video-Postcast zu uns.

(Michael Friedrichs)


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Über den Autor

Michael Friedrichs

Michael Friedrichs hat als Redakteur für BASIC thinking im Jahr 2009 fast 400 Artikel veröffentlicht.

33 Kommentare

  • Obamas „Blog“ ist genauso wenig ein Blog wie das sog. Tagesschau-Blog. Es dient nur zum Senden. Ein echtes Blog ist aber ein Kommunikationsinstrument (Senden und Empfangen). Man kann Blogsoftware und Blogfunktionalitäten eben auch sehr gut als News-Modul in Webseiten integrieren. Mit Bloggen hat das aber nichts zu tun.

  • Schade, dass man keine kommentare absetzen kann. Nachdem in 2007 der Ministerpräsident von Niedersachsen bei uns im Head Office war, hätten wir doch gern auch Obama eingeladen. Er hätte dann hier in Osnabrück gleich die Umwelt- und die Friedensstiftung besuchen können. Das wäre dann ja ein Abwasch. 🙂

    grusz
    klm

  • Die Whitehouse-Blogger hätten das Posting ein bissel später veröffentlichen sollen 🙂
    Denn Obama hatte Verspätung, um 12:01 trifft das hier noch nicht ganz zu:
    A short time ago, Barack Obama was sworn in as the 44th president of the United States

  • @: firstdayblack: wenn die eine Kommentarfunktion hätten, gäbe es da stündlich 10.000 neue Kommentare und du glaubst doch nicht wirklich, dass die jemand durchliest? Die meisten Gästebücher und Kommentarfunktionen bei politischen Websites werden meistens gesperrt, weil sie überladen sind und sich teilweise nur hirnlose Gegner tummeln die irgendeinen Schwachsinn schreiben.

    Ganz im Gegenteil: Dieser (ja, nicht dieses) Blog bietet die Möglichkeit eine Transparenz herzustellen. So haben andere Blogger, aber auch alle anderen Bürger die Möglichkeit aus nächster Nähe zu erfahren was geschieht und können gleichzeitig auch darin eingreifen. Dieses Geschehen nützt vor allem, weil durch Youtube, Blogs und Foren so eine kritische Masse existiert, die man nicht einfach wegdenken kann.

    Davon abgesehen, was ein Blog ist und was nicht, entscheidet wohl jeder selbst.

  • @Firstdayblack: Warum sollte ein Weblog ohne Kommentare kein Weblog sein? Blogs waren ja in erster Linie mal Online-Tagebücher soweit ich mich entsinne. Außerdem glaube ich, man kann es niemandem zumuten 10k Kommentare pro Artikel zu moderieren und den ganzen radikal-politischen Schwachsinn rauszufiltern. Daher ist es für mich sehr nachvollziehbar, dass es keine Kommentarfunktion gibt. Von der Seriösität, die mit (komischen) Kommentaren verloren geht, ganz zu schweigen.
    Warum immer alles negativ sehen? Ich finde es gut, dass der Stab um Obama diesen Schritt wagt und somit alles etwas transparenter wird.

  • Mann, das ist doch völlig klar, dass man bei dieser Website die Kommentare sperren muss, da würde doch das Chaos ausbrechen …. und ja es ist deshalb immer noch ein Blog …

    Ich finde den Weg den der US Präsident hierbei einschlägt sehr gut … er geht mit der Zeit!

    Warum muss immer alles ins Negative gezogen und kritisiert werden? Seht doch mal das Positive an den Dingen!

  • Zu einem Blog gehören für mich schon Kommentare. Ansonsten ist es eine Website, die ein Blog-CMS als kostengünstiges Redaktionssystem nutzt.

    Wie das aussieht wenn deutsche Politiker bloggen hatte man im Bundestagswahlkampf 2005 ja bei Brigitte Zypries gesehen: Verschnarcht. Weder kam was persönliches, noch was überraschendes. Pressemitteilungen in Variation und wie gut doch die SPD bzw. die Bundesregierung sei.

  • Politiker können es sich nicht erlauben die Kommentarfunktion ihres ‚Blogs‘ anzuschalten. Dann müssten sie jemanden zusätzlich einstellen, der das Ganze ständig überwacht und zensiert.

  • Auf der Seite gibt es in der Navi den Punkt Blog, hier kann man auch nen Kommentar los werden – vorherige Registrierung vorausgesetzt. Hier haben auch bereits deutsche Besucher ihre Glückwünsche hinterlassen.

  • @Markus #13

    Bloggen auf Staatskosten …. das wäre doch mal was *fg 😉

    Vielleicht gibt es ja irgendwann den 1 Euro-Blogger als Ersatz zum 1 Euro-Jobber …. *Ironie*

  • Ich warte sowieso das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Blogpauschale und dann gibt es sicherlich auch bald das Blogpaket I und II;)

    Habe in einem anderen Form (Name tut nichts zur Sache) bitterböse Kommentare gelesen, weil Obama nicht mitbloggen läßt. Naja, er wird schon wissen wieso.

    @Holger: Schlimm nur, daß Staatskosten immer heißt Steuergelder. Also unser Geld. Also finanzieren WIR UNS. Nur über Umwege und da kommt nie soviel zurück wie wir abgegeben haben. Wo bleibt das nur?;)

  • p. – Ich habe nirgendwo gesagt, dass sie die Kommentarfunktion anschalten sollen. Mir ist das Problem schon klar. Ich sage nur, sie sollen es nicht „Blog“ nennen.

    Andi – Ich denke nicht, dass damit irgendetwas transparenter wird. Es wird nur die Illusion von Transparenz erzeugt. Die Blog-Variante von Transparenz funktioniert in solchen hohen Staatsämtern nicht, wo notgedrungen das meiste hinter verschlossenen Türen abläuft.

  • also ich finde bis jetzt mal alles gut und wuenschte wir haetten
    hier einen aehnlichen politiker, aber bei unserer demokratieart
    ist alles wenig schwieriger da keiner autonome kompetenz hat;
    cordialement: ARNO

  • Nun ob sich das mit dem Blog durchsetzen wird? Transparenter wird die Politik dadurch nun nicht, denn Big O. ist ja nicht auf den Kopf gefallen und veröffentlich Dinge die keiner wissen soll…

  • Mr Obama regt an sich mit der Politik zu beschäftigen.
    Den Mann hätte ich auch in Deutschland gewählt.
    Aber in Deutschland! Die Merkel steht auf Mr. Terminator (Cebit)
    Da kann man doch die CDU nicht wählen.

  • Ob sich das mit dem Blog durchsetzen wird? Transparenter wird die Politik dadurch nun nicht, denn Obama ist ja nicht auf den Kopf gefallen und veröffentlich Dinge die keiner wissen soll…

  • Barack Obama „Yes we can“ ? – Nichts!

    Obamas Stern ist längst erloschen! 40% der Amerikaner, welche ihn wählten, haben sich inzwischen enttäuscht von ihm abgewandt. Die noch verbliebene „Popularität“ wird von gesteuerten Medien ungerechterweise künstlich aufrechterhalten.

    Obama hat das amerikanische Volk enttäuscht; sehr enttäuscht! Die Kriege gehen weiter – und auch das soziale Elend und die Arbeitslosigkeit in den USA.
    Sein „Schein“ und die Darstellung als „Messias“ war sowieso künstlich und wurde von den Medien nur „gemacht“. Obama erwies sich als Lügenpräsident. Er hatte einst fest zugesagt, daß er das berüchtigte Gefangenenlager Guantanamo endlich auflösen will. Nichts geschah!

    Obama, der „Friedensnobelpreisträger“!? Ein FRIEDENS-Nobelpreisträger, welcher es zuläßt, daß die USA der größte Waffenhersteller der Welt ist? Das Potential wurde auf weitere 8 Prozent auf insgesamt 401 Milliarden Dollar gesteigert. Auch die grausamen 14 Foltermethoden in amerikanischen Gefängnissen, wobei die schmerzhafte Wasserfolter („Waterboarding“ ) besonders hervorzuheben ist, wurden nicht abgeschafft!

    Obama, ein „Mann des Friedens“? Lachhaft, wenn es nicht SO traurig wäre!
    Wirkliche Friedensnobelpreisträger waren Mahatma Gandhi, Mutter Theresa und auch Albert Schweizer! Sie lebten bescheiden ihre Friedensgedanken auch persönlich gegenüber der Weltöffentlichkeit vor.

    Wäre Obama ein echter „Mann des Friedens“, würde er nicht nur das furchtbare Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba auflösen, sondern auch die unmenschliche Folter in den US-Gefängnissen verbieten!
    Weitere Friedenbeweise wären z.B., daß er den Ureinwohnern von Hawaii ihr Land zurückgeben würde, welches sich die USA 1898 angeeignet hat. Und auch die wirklichen Ureinwohner von Amerika, die bedauernswerten Indianer müßten ENDLICH mehr Rechte und vor allem mehr von ihrem eigenen Land zurückbekommen, anstatt ärmlich in Reservaten zu vegitieren! Wo sind gegenüber den seit über 150 Jahren stark benachteiligten Indianern Obamas „Friedensschwüre“?
    Es wird Zeit, daß der Frieden kommt – nicht nur gegenüber den Indianern, sondern auch in Afghanistan! Aber der „Frieden“ von Herrn Obama besteht darin, weitere 80 Milliarden US-Dollar für Atomwaffen zu investieren, anstatt aktiv gegen die schreckliche Arbeitslosigkeit in Amerikan vorzugehen. 20 Millionen Arbeitslose sprechen Bände!

    Weitere wichtige Hintergründe zu Obama findet man in dem äußerst aufschlußreichen Buch „Barack Obama – wie ein US-Präsident gemacht wird“ von Webster Griffin Tarpley! Interessant hierzu sind die Hintermänner von Herrn Obama…

    Obama „Yes, wie can“ ? – Nichts !

  • Obama, der „Friedensnobelpreisträger“!? Ein FRIEDENS-Nobelpreisträger, welcher es zuläßt, daß die USA der größte Waffenhersteller der Welt ist? Das Potential wurde auf weitere 8 Prozent auf insgesamt 401 Milliarden Dollar gesteigert. Auch die grausamen 14 Foltermethoden in amerikanischen Gefängnissen, wobei die schmerzhafte Wasserfolter („Waterboarding“ ) besonders hervorzuheben ist, wurden nicht abgeschafft!

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