Neue Einsatzgebiete für Roboter: dem Schweine-Tranchierer folgt nun der Erdbeerpflücker

Marek Hoffmann

Okay, also so langsam wird mir das Ganze auch etwas unheimlich. Und ich kann jene immer besser verstehen, die Sorge davor haben, dass Roboter irgendwann gefragtere Arbeitskräfte sein könnten als Menschen. Und zwar in jenen Bereichen, von denen man es eigentlich heute noch nicht denken würde. Ein Beispiel: Erst vor wenigen Tagen wurde im Netz ein Video präsentiert, das einen Schwein tranchierenden Roboter zeigte. Einige von euch werden es vielleicht gesehen haben (falls nicht, hab ich es unten noch einmal eingebunden). Und nun bekommt er Gesellschaft von einem weiteren, „handwerklich“ begabten Artgenossen.

Anstatt aber Fleisch von den Knochen toter Paarhufer zu schneiden, kann dieser… Erdbeeren pflücken. Er erkennt mittels spezieller Kamera den Reifegrad der Früchte anhand ihrer Farbe, schneidet sie vom Zweig ab und legt sie in einen Korb. Es mag wohl sein, dass es sich hierbei nicht um den technisch fortschrittlichsten Roboter handelt. Es geht auch eher darum aufzuzeigen, wie sich das Einsatzgebiet der Arbeitsmaschinen wandelt – und sie immer diffizilere Aufgaben außerhalb von Fabriken übernehmen.

Noch ist es aber nicht so weit, dass sich die Bauern auf die faule Haut legen könnten und die Erntehelfer nach neuen Jobs umschauen müssten. Denn den japanischen Wissenschaftlern vom der National Agriculture and Food Research Organization zufolge, die den automatisierten Erdbeer-Pflücker entwickelt haben, soll dieser vornehmlich in der Nacht zum Einsatz kommen. Dadurch könnte die Erntezeit nämlich um bis zur Hälfte reduziert werden. Und so sieht der Roboter in Aktion aus:

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Kleine Randnotiz: Beide Roboter haben an den Robot Awards teilgenommen, einem von der japanischen Regierung ins Leben gerufenen Wettbewerb. Gründungsziel war und ist es, Roboter auf schnellstem Wege in möglichst vielen unterschiedlichen Bereichen des täglichen Arbeitslebens zum Einsatz zu bringen. Ich bin dann mal gespannt, was da noch so kommt…

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(Marek Hoffmann)

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Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.