Was Microsoft wohl davon hält: Sex-Spiele für Kinect-Steuerung kommen

Marek Hoffmann

Ich hatte hier auf dem Blog ja schon häufiger die Meinung vertreten, dass die Sex-Industrie immer ganz vorne mit dabei ist, wenn es darum geht, neue Technologien für die eigenen Zwecke zu nutzen. Ganz dicht gefolgt von den Games-Entwicklern. Und wenn beide Branchen quasi verschmelzen, dann kommt dabei das heraus, was uns die Jungs von der thrixxx Software GmbH nun präsentieren: ein Sex-Spiel für Microsofts Bewegungssteuerung Kinect. Zumindest einen Vorgeschmack darauf, wie es aussehen könnte, wenn es fertig ist.

Sie haben sich dabei den Umstand zunutze gemacht, dass der Software-Gigant nichts gegen den „Missbrauch“ des Kinect-Interfaces unternimmt – und dadurch die Entwicklung von speziellen Treibern toleriert, die die Verwendung der Steuerung auch in Verbindung mit anderen Geräten als der Xbox 360 ermöglichen. Nämlich mit Windows- und Linux-PCs. Und das haben die Entwickler von „animierten interaktiven Sexspielen“, die eigenem Bekunden nach „Sexsimulationen mit der am meisten realistischen und lebensechten Darstellung, die es zur Zeit gibt“ ermöglichen, eben ausgenutzt. Ich habe für euch nach langem Hadern das Demo-Video für das „3D Sex Villa“-Spiel nach dem More-Tag eingebunden. Ich bitte aber jeden Unter-16-Jährigen, trotz des gescheiterten Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV), mir eine Kopie seines Personalausweises als PDF per Mail oder als Fax zuzuschicken, bevor er es sich anguckt. 

Wie der Pressemitteilung des Unternehmens zu entnehmen ist, ist man bei thrixxx von den Möglichkeiten, die Kinect der Sex-Spiel-Branche bietet, begeistert: “Der Kinect-Controller ist eine erstaunliche neue Technologie, die es den Usern erlaubt, Cybersex auf eine noch nie zuvor dagewesene Art und Weise zu erfahren“.

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Die Software, auf der Spiele wie das hier erwähnte basieren werden, befindet sich noch in einer sehr frühen Entwicklungsphase. Brad Abram, der bei der Software-Schmiede für die Entwicklung und Umsetzung neuer Geschäftsideen verantwortlich ist, peilt aber das kommende Jahr für den offiziellen Launch an. Dann werden alle Spiele, die auf der thrixxx-Engine basieren, die Kinect-Steuerung als zusätzliche Option anbieten. Wenn, ja wenn Microsoft nicht vorher einschreitet und dem Treiben aus Sorge um sein Image einen Riegel vorschiebt.

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(Marek Hoffmann)

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Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.