Sonstiges

Warum die Medien zögern, Blogs einzubinden

Print to Internet:

Thurman macht redaktionelle und organisatorische Gründe sowie ungeklärte Haftungsfragen für die zögerliche Anwendung interaktiver Elemente verantwortlich.

Insbesondere Blogs sind – zumindest unter dieser Bezeichnung und in dieser großen Anzahl – noch ein relativ neues Phänomen. Die meisten von ihnen entsprechen nicht in Ansätzen den klassischen Qualitätskriterien einer Zeitungsredaktion. Aber auch qualitativ gute Blogs verstoßen in der Regel z.B. mit der oft starken Selbstdarstellung des Autors gegen bestehende Qualitätsrichtlinien.

Ungeklärte Haftungsfragen in Großbritannien führen laut Thurman dazu, dass die Redaktionen vor allem vor dem Einsatz unmoderierter Diskussionen zurückschrecken

Print-to-Internet bezieht sich dabei auf eine Studie „Participatory journalism in the mainstream: Attitudes and implementation at British news websites / Neil Thurman, City University, London“ (PDF, ~250 KB) im Rahmen des 7th International Symposium on Online Journalism

via Hugo E Martin


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

5 Kommentare

  • In den USA gibt es mit blockburst.com einen Dienst, der die Kluft zwischen Bloggern und klassischen Medien mit einem Win-Win-Modell überwinden möchte.

    Ein Problem der Zusammenarbeit ist sicherlich die Qualitätssicherung. Zum anderen ist es schwierig bis fast unmöglich, Blogger in den typischen Workflow von Redaktionen einzubinden, zu denen immer Redaktionskonferenzen oder -sitzungen gehören.

    Als derzeitigen Königsweg betrachte ich daher die Einbindung von Blogs als eigenes redaktionelles Ressort, d.h. neben Lokales, Sport, Feuilletons gibt es auch das Ressort Blogs. Dort kann man interessante Personen und/oder eine ausgewählten Personenkreis und natürlich auch Mitglieder der Redaktion schreiben lassen.

    Der ganze Prozess steht aber noch ganz am Anfang. Ich bin mir sicher, dass sich in den nächsten ein bis zwei Jahren noch viel tun wird und am Ende Blogger ihren Platz in den klassischen Medien finden werden. Vielleicht erleben wir auch bald Videoblogger bei RTL oder einem anderen Sender? Wer weiß 😉

  • Hmm naja Video-Bloggen würde ich mir nicht so interessant vorstellen, da wird einem ein Endprodukt in bewegter, visueller Form geboten – wo bleibt da die eigene Phantasie und Festplatten-Aktivität. Noch krasser find ich aber derzeit den quatsch (Urteil) mit dem Heise vs. Dolzer. Wenn dass Urteil nun wirklich für alle gilt, na dann gute Nacht. Wenn es jetzt schon die Forenwelt trifft, sind die Blogs nicht weit.

  • Journalismus und Blogs die 928te – Action!

    Insbesondere Blogs sind – zumindest unter dieser Bezeichnung und in dieser großen Anzahl – noch ein relativ neues Phänomen. Die meisten von ihnen entsprechen nicht in Ansätzen den klassischen Qualitätskriterien einer Zeitungsredaktion. Aber auch qu…

  • Also ich höre in meinem Umfeld allenthalben, dass „Printmedien“ sowohl Blogger für ihre Onlinepräsenzen anheuern als auch SEHR konkret über ‚user generated content‘ nachdenken.

    Professionelle Bedenkenträger (statt ‚best practice seekers‘ oder wie datt heißt) gibbet immer.