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Google AdSense Manager im Interview

Kim Malone, AdSense Director of Operations und Michelle Vidano, Head of AdSense Product Marketing standen Stefan Zwanzger von Affiliate FZ LLC und André Moritz von der AXODO GmbH Rede und Antwort.

Auszüge, die ich spannend finde:
Affiliate.de: Hinsichtlich der Betreuung: Gibt es eine AdSense – Telefon – Hotline für die Nutzer?
Michelle: Wissen Sie, wir haben die Publisher gefragt, was sie wollen, und sie wollten das nicht wirklich….
Kim: …Wir sind in der Lage, alle Anfragen sehr schnell zu beantworten und wir merken, dass unsere Publisher sehr zufrieden mit unserer Kundenbetreuung sind und mit der Geschwindigkeit und Qualität, mit der wir ihnen antworten. Es gibt keinen Grund für uns zu glauben, dass dies über das Telefon besser wäre

Hä? Das ist doch wohl eher ein verunglücktes, vorgeschobenes Argumentarium, um die Kosten so niedrig wie nur möglich zu halten, oder?

Affiliate.de: Einige Webmaster betreiben Arbitrage im großen Stil zwischen AdWords und AdSense, d.h. sie kaufen günstig Besucher über günstige Keywords in AdWords ein und leiten diese auf Seiten, die AdSense-Anzeigen zu entsprechend teureren Keywords im gleichen Themenbereich enthalten, um dann einen kleinen Prozentsatz an Gewinnmarge zu realisieren. Was halten Sie davon? Hassen oder lieben Sie diese Publisher und AdWords-Kunden?
Michelle: Grundsätzlich glauben wir bei Google an Qualität, qualitativ hochwertige Produkte und Dienstleistungen. Das können Sie auch bei allen Webseiten, Produkten und Services von Google sehen, wir glauben sehr stark an Qualität. Mögen wir es, wenn wir eine Webseite von niedriger Qualität dort draußen sehen? Nein! Und ich denke, niemand mag eine solche Seite. Allerdings ist es nicht unsere Aufgabe und nicht unser Geschäft, die Webseiten von anderen Menschen zu bewerten. Das ist eine redaktionelle Entscheidung und das ist nicht Teil unserer Arbeit und Aufgabe.

und im Gegensatz dann dieses Argument zu hören, das passt doch nicht zusammen mE:
Affiliate.de: Es gibt eine Regel bei Google AdSense, nach der es verboten ist, Anzeigen von Mitbewerbern einzubinden. Wie ist das zu verstehen?
Kim: Der Grund warum wir ein Limit von drei Anzeigenblöcken pro Seite haben, ist – wir haben es schon gesagt – die Qualität und der Nutzen für den Surfer im Internet. Wir wollen nicht noch andere kontextsensitive Werbung auf der gleichen Seite zulassen, sonst finden sich möglicherweise sechs, zwölf oder dreißig Anzeigenblöcke auf derselben Seite wieder. Das ist unserer Meinung nach nicht im Interesse der Nutzer. Sie dürfen natürlich andere kontextsensitive Werbemittel auf Ihrer Website rotieren lassen, aber nie mehrere auf der gleichen Seite zum gleichen Zeitpunkt. Wir beanspruchen keine Exklusivität, aber wir versuchen die Interessen der Nutzer zu schützen. (zum Interview)

Arbitrage ist ok, parallel Werbeblöcke nein… von der Konkurrenz natürlich. Oh Mann, Google, dass du das nötig hast!!! Auf die Gefahr hin, mich hinsichtlich der allg. Google Kommunikationsstrategie zu wiederholen: Ich tippe nach wie vor, dass das genau der Grund sein wird, warum es Google eines Tages das Genick brechen wird. Ein Unternehmen mit offenerer, schlüssigerer und nachvollziehbarer Kommunikation, aber ähnlich guten Techniken wird Google an die Wand drücken, „einfach“ so… bereits die Gratwanderung in China („Goolag“) war für Google und Konsorten brandgefährlich. Ein bisserl mehr Pfeffer, ein bisserl mehr Krise und schon kippt das Good Guy Image ins Bodenlose. Dann merken auf einmal die User, dass andere Suchmaschinen schon längst genauso gut sind. Weniger Suchen via Google, weniger AdWords Einnahmen, geringere Klickpreise, ein Teufelskreis, der sich immer schneller drehen wird, wenn sich erst einmal eine Abwärtsbewegung in Gang gesetzt hat.

via Internetmarketing-News


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

1 Kommentar

  • >> Ich tippe nach wie vor, dass das genau der Grund sein wird, warum es Google eines Tages das Genick brechen wird.

    Einfach nur naiv …