Bundeswehr Google Cloud

Bundeswehr will künftig Cloud-Dienste von Google nutzen

Maria Gramsch
Bild: Mit ChatGPT generiert (KI).

Die Bundeswehr hat eine Partnerschaft mit Google geschlossen, um eine „private Cloud der Bundeswehr“ zu implementieren. Bis 2027 sollen zwei neue Cloud-Instanzen über den IT-Dienstleister BWI GmbH entstehen.

Der Cloud Computing-Bereich hat sich in den vergangenen Jahren enorm entwickelt. Denn immer mehr Speicherplatz, Rechenkapazität oder Software-Anwendungen werden auf externe Server verlagert.

Allein im Jahr 2023 betrug der Umsatz mit Services in der Public Cloud weltweit rund 561 Milliarden US-Dollar. Im Jahr 2024 waren es schon 596 Milliarden US-Dollar – Tendenz steigend.

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Den Markt teilen sich vor allem die großen Tech-Konzerne Microsoft, Amazon und Google. Ihre Marktanteile belaufen sich derzeit auf rund 33 Prozent für Amazon Web Services (AWS), 20 Prozent für Microsoft Azure sowie elf Prozent für Google Cloud.

Auch die Bundeswehr will künftig auf die Cloud-Dienste von Google setzen, wie der US-Konzern mitteilte. Demnach sollen bis 2027 zwei neue Cloud-Instanzen entstehen.

Bundeswehr setzt auf Cloud-Dienste von Google

Für die Bereitstellung der Cloud-Dienste von Google für die Bundeswehr hat die BWI GmbH einen Rahmenvertrag mit der Google Cloud Public Sector – Deutschland GmbH geschlossen. Bestandteil des Rahmenvertrags zwischen dem IT-Dienstleister der Bundeswehr und der Google-Tochter ist die Beschaffung der „Google Cloud Air-Gapped“.

In den kommenden beiden Jahren sollen für die deutschen Streitkräfte zwei neue Cloud-Instanzen entstehen. „Google Cloud Air-Gapped“ wird so Bestandteil der „private Cloud der Bundeswehr“, wie Google mitteilte.

Dabei handele es sich um eine „souveräne Lösung“, die vom BWI in den eigenen Rechenzentren installiert und betrieben werden kann. Die IT-Lösung sei physisch vollständig von anderen Google-Systemen oder Netzwerken isoliert, was Google mit dem Begriff „air-gapped“ umschreibt. Das soll digitale Souveränität garantieren. Dazu heißt es:

Die Bundeswehr besitzt so zu jeder Zeit die Kontrolle über die eigenen Daten und kommt damit ihrer Anforderung nach Informations- und Datensicherheit nach.

Bis Ende 2027 will die BWI im Auftrag der Bundeswehr auf dieser Basis zwei physikalisch getrennte Cloud-Instanzen aufbauen. Sie sollen zur Verarbeitung offener sowie geschützter Daten dienen.

Cloud-Lösung soll sichere Umgebung schaffen

Hintergrund für die neue Kooperation ist die Entscheidung der Bundeswehr, bestimmte geschäftskritische Anwendungen auf der „Business Technology Platform“ (BTP) von SAP abzubilden. Diese arbeitet im privaten Deployment, also im sicheren Betrieb im eigenen Rechenzentrum oder Netzwerk.

Das System ist allerdings nur mit bestimmten anderen Systemen kompatibel, weshalb künftig die Google Cloud Air-Gapped für die „private Cloud der Bundeswehr“ (pCloudBw) zum Einsatz kommen soll. „Mit der Gesamtlösung kann die BWI in Kooperation mit Google Cloud und SAP eine isolierte, sichere Umgebung für die IT-Unterstützung von logistisch-administrativen Prozessen der Bundeswehr gewährleisten“, heißt es in der Mittelung.

Die Cloud-Bemühung reihen sich in die Cloud-First-Strategie der Bundeswehr ein. Denn die BWI als IT-Systemhaus der Bundeswehr will ihre IT-Services künftig grundsätzlich cloudbasiert bereitstellen. Zusätzlich soll künftig auch verstärkt Open Source-Software in der pCloudBw zum Einsatz kommen, „um damit ihrem Anspruch nach digitaler Souveränität nachzukommen“. Über die Kosten der Cloud-Instanzen von Google für die Bundeswehr ist bislang nichts bekannt.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.