Sonstiges

Der gemeinsame Warenkorb= Die Zukunft des Social Commerce?

Jochen Krisch plädiert dafür, dass sich die moderne E-Commerce Anbieter (Social Commerce, also Anbieter von Produktwikis zB) Gedanken machen sollten, wie man den Kunden einen gemeinsamen Warenkorb anbietet. Sonst seien insbesondere diejenigen Anbieter geküsst, die nur auf externe Angebote verweisen, selbst aber über keinen eigenen Warenkorb und keine Abwicklung (Versand aus einer Hand) verfügen: Warum Social Shopping Dienste zum Scheitern verurteilt sind

Erst der gemeinsame Warenkorb wird die im Web 2.0 so erstrebenswerten „kooperativen Shoppingmodelle“ ermöglichen. Und schlussendlich wird der händlerübergreifende Warenkorb eine der Goldgruben einer sich abzeichnenden Long Tail Welt sein. Wenn nicht für einen unabhängigen Warenkorbdienst, dann für Amazon, Ebay oder Google.

Darunter fielen mE dann aber auch Preisvergleich-Maschinen (ok, kein social irgendwas). So ganz folge ich der These jedoch nicht, da ich mich idR nicht über alle möglichen Artikel quershoppe, wo dann genau das Problem auftritt. Ist ja nicht wie in der Lebensmittelabteilung eines normalen Kaufhauses/Supermarkts. Wäre aber mal interessant festzustellen, in welchen E-Commerce Bereichen der typische Kauf mehr als 1 Produkt umfasst (wohl PC-Komplettausrüstungen, handwerklicher Heimbedarf…) und wie häufig das Problem des Warenkorbs auftaucht.

Jedoch sehe ich persönlich keine allzu großen Probleme, in der heutigen IT die Systeme miteinander so zu verzahnen, dass man Bestellungen zentral aufnimmt und dann an die Anbieter weitergibt. Jetzt mal die ganze Problematik der rechtlichen Seite, der Versandkosten und der zentralen Rückfragekanäle außen vorgelassen, die ja nicht unwichtig sind.


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

4 Kommentare

  • Mit den Preisvergleichsmaschinen hast Du recht.

    Wenn Du kein Quershopper bist und immer nur ein Produkt kaufst oder gezielt bei einem Händler shoppst, hast Du in der Tat kein Problem. Deswegen habe ich im Beitrag auch das Beispiel Weihnachtsgeschenkegroßeinkauf gebracht.

    Generell ist das Thema Social Shopping ein großes Thema in den Bereichen Mode, Sammeln, Hobbies, etc., wo man schon mal gerne zum größeren Bummel auch auf Spezialseiten neigt. Und dann bei der Abwicklung aus den Einkaufsträumen gerissen wird.

    Die technische Umsetzung ist leider trickreicher als man es meinen möchte. Auch wenn es jetzt erfreulicherweise wieder einige anpacken.

    BTW: Dein Einkaufsverhalten ist aber schon sehr männlich 😉

  • naja, die probleme mit dem „shared basket“ gibt es schon auch in der IT. bis hin zur frage, ob man dem kunden zumuten kann dass er bei *einer* bestellung *2-3* verschiedene pakete bekommt… aber finde ich ne gute prognose und sehe das ähnlich, dass sowas eigentlich „das nächste grosse ding“ sein muss. bei dem ganzen API und offenheitsanspruch 😉
    (nette diskussion hierüber übrigens im zusammenhang zu lessigs web2.0 ansage: http://www.roughtype.com/archives/2006/10/web_20ier_than.php)

    noch etwas, vor allem in hinsicht auf edelight: ein interessanter hebel ist natürlich immer auch der kommunikationsansatz und die „dienstleistung“ an sich. klaro sind preissuchmaschinen prädestiniert für „social commerce“, aber „social commerce“ unterscheidet sich von „commerce“ ja eigentlich dadurch, dass er auf den plattformen passiert, die man nicht unbedingt mit „commerce“ verbindet … nehmt deviant art, nehmt 23hq, die den kunden sogar aussuchen lassen, wo er sich seine fotos zu papier bringen lassen will. und gerade das beispiel 23hq zeigt: mehr noch als einen „shared basket“ muss der anspruch offenheit sein. IMO ist es mehr „social“, den nutzer wählen zu lassen, als den nutzer bei einem „shared basket“ zu zwingen, dass er bücher letztendlich bei amazon zu kaufen hat. trotzdem ist das (bislang) natürlich wider des geschäftsmodells der trafficumleiter in den meisten fällen. spannend, spannend.

    btw. teil 2 meiner prognose: eigentlich müsste eine solche lösung aus dem bankumfeld kommen – wegen dem ganzen geldvorhalten etc. pp.. und weil die immer noch schnarchen halt in der tat von firstgate, paypal – oder wie jochen schon schrieb google checkout.

  • Warum gehen die ganzen „Web 2.0“ Anbieter nicht mit gutem Beispiel voran? Bei jeden Dienst (Technorati, Flickr, Sevenload, You Tube, Gravatar, Bloglines, del.icio.us., Adsense usw. usf.) muss ich mir einen eigenen Account anlegen – mich registrieren, einen Benutzernamen zulegen (meist ist der bei einem verwendete Namen beim anderen Anbieter schon vergeben…also wieder einen neuen Benutzernamen…), ich habe hier schon ganze Liste mit Zugängen, Benutzernamen und Passwörtern (bei dem einen müssen es Zahlen und Buchstaben sein, beim anderen mindestens 8 Zeichen…)..warum das ganze nicht zentral verwalten? Das wäre doch mal was, oder? Ein Zugang – ein Account und über den kann ich mich bei allen anderen Diensten registrieren!