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Zitat des Tages

Aber es ist eine sehr bedenkliche asymmetrische Publizistik, die von den Apologeten der digitalen Moderne da beklatscht wird. Die klassischen Medien werden so zu Beobachtern von Informationsvorgängen degradiert, für die sie zuvor gestaltend zuständig – und zur Verantwortung zu ziehen – waren. Mit dem Verlust jeder Filter- und Prüfungsautorität kommen dieser Art der Medienkultur auch alle Korrekturfunktionen abhanden: Dergestalt gesetzte Informationen sind zum Beispiel praktisch nicht mehr dementierbar.

Ulrich Clauss zum Internet-Wahlkampf von Obama und der Rolle der Medien
(Im Schleppnetz der Freiheit / Welt Online)

via Das Ende der Zeitungen: Change happens


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Über den Autor

Robert Basic

Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.

1 Kommentar

  • Ein ganz tolles Zitat. Eine Ergänzung dazu. Neulich habe ich eine Medienschelte gelesen. Dort wurde das Flaggschiff der klassischen Medien – die Tagesschau – als reine „Sprachregelungsveranstaltung“ bezeichnet.

    Das „Gestalten“ aus deinem Zitat wird von öffentlich-rechtlichen Medien eher als „Erziehung“ betrachtet. Investigativer Journalismus? Fehlanzeige.

    Auf Sprachregelungsveranstaltungen können wir verzichten. Die „neuen“ Medien befreien den Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit (und führen ihn in eine neue; ungleich größere 🙁

    Cu

    Klaus

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