Bleeper: Alternative zu Twitter

Robert Basic

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bleepergestern habe ich eine Mail bekommen, dass Bleeper.de seine Funktionen erweitert hat. Im Wesentlichen sind zwei Punkte besonders interessant:

– Zusätzlich werden die Connects bei bleeper.de mit den eigenen auf Twitter abgeglichen, d.h. wenn ein Twitter-Freund auch auf bleeper.de ist, kann dieser auf Wunsch automatisch connected werden. Diese Funktionen erleichtern den Wechsel von Twitter zu bleeper.de deutlich
– Von der Listenansicht der eignen Connects und Connections kann man selbigen Tags geben. Dies verbessert die Übersicht und hilft beim Organisieren. Ein Beispiel: #mannschaft als Tag für die Connects aus dem Fußballverein vergeben. Mit @#mannschaft dann gezielt Updates schicken. Das ist die Vorstufe der Gruppenfunktion, die voraussichtlich im Januar kommen wird.
Mit den Self-Tags kann man sich selbst mit passenden Schlagworten beschreiben. Für jeden Self-Tags existiert eine Übersichtsseite mit all den Usern, die sich diesen Tag auch gegeben haben. Um bei einem Fußball-Beispiel zu bleiben: mit Self-Tags können sich alle FC Bayern München Fans leicht finden, indem sie sich den Tag #bayernfan geben.

Bleeper basiert auf Laconica, einer Open Source Microblogging-Lösung. Auf der u.a. auch Identi.ca läuft, das wohl einige aufgrund der Aktivitäten von Cem kennen werden, der sich hierzulande schwer dafür einsetzt:)

Gruppenfunktion kommt
Das Wichtigste aber: Bleeper hat mir versichert, dass ab Januar/Februar 09 eine vollwertige Gruppenfunktion hinzukommen wird, so dass dann Bleeper tatsächlich zu einer echten Alternative zu Twitter wird. Nach einigen Selbstversuchen auf Twitter kann ich das nur bestätigen, dass das bisherige Broadcasten an alle Follower -zB wenn man ein Fußballspiel kommentiert- aufgrund des Fehlens einer Gruppenfunktion an seine Grenzen stößt. So werden all die Follower mit Tweets zugemüllt, die sich nicht für ein Thema interessieren. Sobald Bleeper diese Funktion anbietet, werde ich bei entsprechenden Anlässen zu Bleeper wechseln.

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Problemzonen: User im Regen stehen lassen
Nachteil wie immer: Der Aufbau des eigenen Netzwerks beginnt erneut von vorne. Bleeper zeigt hier überraschenderweise große Schwächen, obwohl der Dienst noch jung ist und von den „Alten“ bzw. deren Erfahrungen längst hätte lernen können in der Planungsphase. Die im Netz aufbereitet an allen Ecken und Enden herumliegen. Problemzone 1, „das Vernetzen“: Man kann lediglich angeben, dass man auf Bleeper denen folgen möchte, denen man bereits auf Twitter folgt. Aber nach weiteren Abgleichmöglichkeiten sucht man vergeblich. Hier hat zB Dopplr.com ganze Arbeit geleistet und aufgezeigt, wie simpel so etwas gehen kann. Für mich die „state of the art“-Lösung. Abkupfern!!! Problemzone 2, „Allein gelassen“: Nach dem Login lässt Bleeper den User im Regen stehen. Keine Tipps (weder per Mail noch per Boxes), was man nun tun soll, um mit bestehenden Usern Kontakt aufzunehmen. Kein Hinweis, zB ganz popelig per Mail Freunde einzuladen. Kein Hinweis auf Suchmöglichkeiten, um gemeinsame Verknüpfungspunkte aufzuzeigen. Keine Seite mit Einklinkmöglichkeiten (Übersichtsseite mit bestehenden Usern und Tweets, sortiert nach Ort, Thema, etcpp). Sollte ein User demnach von sich aus auf Bleeper landen, wird er mit hoher Wahrscheinlichkeit Bleeper wieder verlassen. Niemand bleeped gerne eine Wand an. Ich halte beide Problemzonen für eklatante Fehler, die Bleeper angehen muss, um gegen Twitter -die zunehmend auch in der deutschen Presse Buzz erzeugen- überhaupt anstinken zu können.

Monetarisierung?
Und ja doch, es ist schön zu sehen, dass sich ein deutsches Startup an einem Microblogging-Service versucht. Was die Einnahmesituation angeht, zeichnet sich ein klarer Weg ab: B2C scheint eine schwerfällige Monetarisierungsgeschichte zu sein, B2B-Services könnten jedoch zu einer Alternative werden. Speziell auf Firmen zugeschnitte Lösungsangebote (ob als hosted services oder inhouse customized ausgeliefert) dürften nach einer entsprechenden Positionierungsphase für Bleeper durchaus spannend werden. Allerdings weiß ich nicht, ob das Bleeper-Team ein Gefühl und auch KnowHow für Firmenbedürfnisse hat, was kommunikative Lösungen angeht. Prinzipiell könnte man es sozusagen mit den Aktivitäten von Mixxt.de vergleichen (einem Social Networking Anbieter aus Köln). Consumerbusiness ist Zero, was den Umsatz angeht, aber als Treiber (auch, was die Erfahrungen angeht) fürs Firmenbusiness spült es Kohle in die Firmenkasse von Mixxt.

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Robert Basic ist Namensgeber und Gründer von BASIC thinking und hat die Seite 2009 abgegeben. Von 2004 bis 2009 hat er über 12.000 Artikel hier veröffentlicht.