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Intel Extreme Masters: Die besten europäischen eSportler stehen fest

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Am Wochenende trifft sich die Weltelite des eSports auf der CeBIT in Hannover. Seit Messebeginn kämpfen in Halle 22 insgesamt 24 Teams aus ganz Europa um den Einzug in die so genannten Global Finals, die Endrunde der Intel Extreme Masters. Die Wettkampfdisziplinen sind allerdings nicht Laufen oder Schwimmen, sondern heißen dieses Mal Counter-Strike (Achtung Killerspiel!) und World of Warcraft (Achtung Suchtspiel!). Und seit heute Abend stehen die besten europäischen Teams fest, die dann bis zum Sonntag mit Maus und Keyboard gegen andere Spitzen-eSportler aus den USA, Südkorea, Brasilien und Singapur antreten dürfen.

Mit dabei sind auch zwei deutsche Mannschaften: Team Alternate (Counter-Strike) und Mousesports (WoW). Den Siegern winken Preisgelder in Höhe von 200.000 US-Dollar. Wer den Spielern bei ihrem Weg zum Zocker-Olymp über die Schulter schauen oder sich selbst einmal ein Bild von den Profigamern machen will, der sollte am Wochenende die Gelegenheit nutzen, in der Halle 22 vorbei zu schauen. Ich habe mein erstes eSports-Turnier auf der CeBIT 2008 miterlebt. Anfangs war ich einfach nur neugierig, jetzt bin ich teilweise nur noch fasziniert über die Jugendlichen und ihren High-End-Rechnern. Und das Beste daran ist, sie verdienen auch noch jede Menge Geld mit ihrem „Hobby“. Wenn ich zu Hause zu lange vor der Konsole sitze, gibt es gleich einen Rüffel von meiner Frau. 😉

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Die Europa-Finalrunde in der Disziplin Counter-Strike gewonnen haben übrigens die Teams mTw.int aus Dänemark (1. Platz und 25.000 Dollar), Alternate aus Deutschland (2. Platz, 10.000 Dollar) und Meet your Makers aus Polen (3. Platz, 6.000 Dollar). Die Plätze 4 bis 6 haben fnatic aus Schweden, Mirror Gaming aus Dänemark sowie SK Gaming aus Schweden belegt. In der Disziplin WoW haben gewonnen: iNNERFiRE aus Bulgarien (1. Platz, 15.000 Dollar), Nihilum Plasma (2. Platz, 6.000 Dollar) und SK Gaming EU (3. Platz, 3.600 Dollar). Die Plätze 4 bis 6 belegen x6tence aus Spanien, Mousesports Cake aus Großbritannien und against All authority aus Frankreich.

(Michael Friedrichs, Fotos: Saedler/Christophers)


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Über den Autor

Michael Friedrichs

Michael Friedrichs hat als Redakteur für BASIC thinking im Jahr 2009 fast 400 Artikel veröffentlicht.

18 Kommentare

  • Ja ja, BT goes BILD-Niveau.

    Ihr schlachtet die Cebit doch nur für euch aus. Vor allem meckert ihr ohne Ende, stellt Dinge falsch dar (Artikel von Hayo – Besucherzahlen) und wenn es was „cooles“ gibt (Intel Extreme M.), dann berichtet ihr kurz drüber.

    Ich war am Mittwoch vor Ort und es war eine Menge los, in jeder Halle in der ich war. Die Parkplätze waren auch gerammelt voll und die Stimmung war durchweg positiv.

  • Braucht man für CS oder WoW Highendrechner? also ich hab cs schon mal auf der 800MHz-möhre mit Geforce MX 440 gespielt…

    und zum anderen:
    guckt euch doch mal den Kerl rechts aufm Foto an. Will man so aussehen nur um 15k € zu gewinnen?
    In der Zeit, wo der WoW gespielt hat, hab ich mit Hausaufgaben machen (aufs Leben hochgerechnet) mehr geld verdient als der…

    Es heißt nicht um sonst „computer SPIELEN“ und nicht „computer ARBEITEN“.

  • Für mich hört sich das ein bisschen nach Neid an. Über Ästhetik kann man streiten, aber das ist hier ja gar nicht das Thema.Es gehört schon ein bisschen mehr dazu als nur Computer zu spielen um auf ein wettkampftaugliches Niveau zu kommen.

    Grüße

  • @pripri: Mehr Vorurteile sind dir nicht mehr eingefallen? Was hat das Aussehen mit seinem Hobby zu tun und wieso betrifft das dann nicht alle anderen Teilnehmer der Intel Extreme Masters?
    Es heißt auch Fußballspielen und nicht Fußballarbeiten…

  • @emrich:
    Fußball ist genau das gleiche. Ich verstehe auch nicht, wieso man millionen-gagen fürs ausüben einer sportart bekommt. ich meine in einem gewissen rahmen ist ein entgeld ja richtig aber ich habe wohl nicht die richtige einstellung gegenüber sport…

    und @roastbeef:
    was gehört denn bitteschön noch dazu außer entsprechend spielen zu können? ich meine, lernt der kerl beim daddeln die statik eines gebäudes zu berechnen oder abersolviert er dadurch ein medizinstudium?
    das einzige, womit man noch argumentieren könnte sind wohl seine englischen sprachkenntnisse. auch wenn diese durch das spielen eines computerspiels wohl eher einseitig gefördert werden.

  • Dieses „außer“ ist doch genau der Punkt. Was gehört schon dazu so nen Wettbewerb außer ein bisschen spielen zu können. Was gehört den dazu die Statik von einem Gebäude zu berechnen (um bei deinem Beispiel zu bleiben) außer ein bisschen Physik?
    Fakt ist die Leute messen sich in einem Wettbewerb und werden entlohnt wenn ihre Leistung stimmt. Ein Prinzip, das ich sehr gerne für alle Berufe anwenden würde, wenn ich die Entscheidungsmacht hätte. Über die Summe kann man sicher reden.
    Ob ihr Beruf oder besser ihre Berufung jetzt einen Sinn für die Allgemeinheit hat, das kann ich nicht beurteilen. Aber auch hier will ich nicht konkrekt in eine Richtung schauen, weil ich mir sicher Feinde in den Reihen der Unterhaltungsindustrie machen würde, und das will ich nicht.

    Und ich weiß auch nicht warum du dich beschwerst. Du verdienst doch anscheinend mehr Geld als dieser arme Tropf. Deiner Aussage nach kommt du auch dem Aussehen eines Adonis näher als er. Also warum könnst du ihm nicht einfach den Spaß und die traurige Erkenntnis, nichts sinnvolles aus seinem Leben gemacht zu haben?

  • Irgendwie hatte ich derartige Kommentare schon fast erwartet: Kaum wird auf einem, ansonsten eSports fremden Medium, über eSports berichtet, kommen die ersten angerannt und verbreiten das, was ihnen seitens der Main-Stream Medien unterbreitet wurde/wird: Die Mär vom pickeligen, dürren (alternativ auch dicken) und nicht zu vergessen blassen „Kellerkind“, welches in seinem Leben nichts auf die Reihe bekommen wird weil es ja mit seinem Hobby Geld verdient hat.

    Es ist fantastisch zu sehen, wie sehr die Medien doch auch heutzutage in der Lage sind, Menschen zu manipulieren und ihnen eine Meinung „aufzudrücken“ – ich dachte eigentlich, die Menschen hätten sich in den letzten Jahrzehnten weiterentwickelt – dem scheint aber nicht so zu sein.

    Fakt ist: Die Jungs verbringen eine Menge Zeit mit „ihrem Spiel“ – Fakt ist aber auch, das eben deutlich mehr dazu gehört als simples „Spielen“: Von Strategie über messerscharfe Reflexe bis hin zu perfekter Hand-Augen Koordination wird vieles gefordert, was auch im späteren Berufsleben alles andere als hinderlich sein kann/wird.

    Nehmen wir als Beispiel einfach mal Süd-Korea: Die dortigen „Pro Gamer“ verdienen noch deutlich mehr, als im westlichen eSports überhaupt an Preisgeldern ausgeschüttet wird – und nach ihrer Pro-Gamer Karriere werden sie aufgrund ihrer trainierten Taktik-Fähigkeiten mit Kusshand in vielen Unternehmen eingestellt, in denen Taktik und/oder schnelle Entscheidungen nötig sind.

    Ein anders gelagertes Beispiel ist auch Jonathan „Fatal1ty“ Wendel aus den USA: Er hat mit seinem Zockerdasein knapp $500.000 eingenommen und mit diesem Geld seinen eigenen „Brand“ gegründet: Unter seinem Namen werden von namenhaften Herstellern wie zum Beispiel auch Creative, Peripheriegeräte angeboten – derzeit tingelt er für Intel als „Werbeikone“ für die neuen i7 durch die Lande.

    Viel blabla (der eigentlich schon einen eigenen Blogeintrag wert ist), kurzer Punkt: Bevor man wild mit Vorurteilen, welche einem seitens der Mainstreammedien eingetrichtert worden sind, um sich wirft, sollte man sich ersteinmal informieren.

    In diesem Sinne noch einen schönen Abend.

  • Es ist konsequent, dass sich auch basicthinking dem Thema Online-Games und eSport widmet, schließlich ist diese Jugendbewegung eine Internetentwicklung und größtenteils noch unbekannt, auch wenn in letzter Zeit die Öffentlichkeit mehr davon mitbekommt!

  • An sich sehr schöner Artikel. Jedoch fände ich es gut und wichtig wenn der Begriff „Killerspiel“, wenn er denn schon unbedingt verwendet wird zumindest in Anführungszeichen gesetzt wird. Ich denke ich gehe da mit dem Autor überein wenn ich sage dass der Begriff schlicht und ergreifend falsch ist. Wenn man sich diesem jedoch als „normales“ Wort bedient dann gibt man ihm eine gewisse Legitimität und das sollte _nicht_ sein!

    Aber sonst sehr löblich das hier darüber berichtet wird. Dass das Thema die Trolle aus den Höhlen jagdt war allerdings auch klar 😉

  • Mit zocken sein Geld verdienen ist doch deluxe… Quasi das Hobby zum Beruf!
    Erst wenn der Junge 80 ist und sich fragt was er so im Leben erreicht und bewirkt hat, wird er aufwachen.

  • Meine Herren, war ich sauer! Da wird vom Intel-Moderator ein nettes Mädel auf die Bühne geholt, bekommt eine Schachtel mit dem letzten Intel-Prozessor wie ein Baby in die Arme gedrückt, und muss dafür einen schwachsinnigen Text wie ein Glaubensbekenntnis nachsagen, »habe den schnellsten Prozessor« – wiederholen! –»auf diesem Planeten,« – wiederholen! – »auf dem ich lebe« – wiederholen! – »und seit heute einer neuen Religion angehöre …« – wiederholen! – Da zögert das Kind, vielleicht gerade frisch konfirmiert, schluckt, lässt sich den lästerlichen Spruch noch einmal vorsagen, und sagt’s dann doch nach. Muss das sein? So passiert am Donnerstag, 4. März 2010, 14.25 Uhr. Bloß gut, dass sie nicht Muslimin war. Wie findet ihr das?

  • @Fritz Jörn

    Nuja, schon grenzwertig, aber noch im Rahmen. Halte das eher für einen Scherz. In die Hölle wird sie dafür nicht kommen. So öffentlich zu „religiösen“ Aussagen gezwungen zu werden bleibt trotzdem heikel.

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