Facebook plant kostenpflichtige Premium-Dienste für Mitglieder

Michael Friedrichs

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facebook-premiumVor ein paar Tagen hat Facebook noch stolz verkündet, dass die Internetplattform die 200-Million-Mitglieder-Grenze erreicht hat. Nun machen Spekulationen die Runde, dass das Netzwerk schon bald Premium-Dienste einführen könnte. Auslöser des Ganzen ist ein Business Week-Interview mit COO Sheryl Sandberg.

There is a lot of like, „What is the business? What is your business model?“ And it’s a really simple answer, which is that our business is advertising. We’re not waiting to find our business, but we found it and it’s actually working very well.

Demnach verdient Facebook durch Werbeeinnahmen pro User zwischen ein und zwei Dollar im Jahr. Hört sich nicht viel an. Auf 200 Millionen Mitglieder hochgerechnet, kommt hier allerdings ein ganz hübsches Sümmchen heraus. By the way: MySpace nimmt pro Mitglied zwischen sechs und sieben Dollar im Jahr ein. Facebook muss also noch einiges tun, um ebenfalls höhere Einnahmen generieren zu können. Eine Möglichkeit dafür wäre eine Premium-Mitgliedschaft einzuführen, ähnlich wie bei Xing.

The answer is no, we are not planning on charging a basic fee for our basic services. Once again, that question stems from people thinking we’re growing so quickly we’re running out of money. We’re growing really quickly, but we can finance that growth. We’re not going to charge for our basic services.

Basic Services? Genau bei dieser Formulierung sind die Kollegen von Business Week natürlich hellhörig geworden – und haben noch einmal nachgehakt:

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Company spokeswoman Brandee Barker only reiterates that Facebook „is a free service to users and we intend to keep it that way“ – herself not eliminating the possibility of an additional paid service. Barker adds that the company may introduce new ways to charge brands for engaging with users, saying, „We certainly don’t want to rule out exploring other types of commercial services at some point.“

Eine Premium-Version von Facebook wird es demnach wahrscheinlich nicht geben. Denkbar sind hingegen besondere Mehrwert-Dienste auf der Internetplattform, die es dann nur gegen bare Münze gibt. So sieht ein Analyst von Forrester Research künftige Verdienstmodelle im Bereich E-Commerce. Aber auch Premium-Dienste und neuen Branding-Tools seien seiner Meinung nach auf lange Sicht der profitabelste Weg für Facebook um Geld zu verdienen.

(Michael Friedrichs)

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Michael Friedrichs hat als Redakteur für BASIC thinking im Jahr 2009 fast 400 Artikel veröffentlicht.