Apple über heiße iPhones: Sie sind vielleicht rosa – aber sicher nicht gefährlich!

André Vatter

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hotiphoneIn den vergangenen Tagen tauchten im Netz immer häufiger Bilder von seltsam verfärbten iPhones auf. Auf dem Rücken der weißen Modelle zeigten sich rosa bis bräunliche Spuren, die in ihrer Struktur verdächtig exakt das Innere des Apple-Handys abzubilden schienen. Ursache für die Farbveränderung scheinen heißgelaufene Akkus zu sein, mancher berichtet sogar: „Ich hatte zwanzig Minuten telefoniert, als das Ding so heiß wurde, dass ich den Freisprecher benutzten musste.“

Ob alle weißen Geräte früher oder später mit einem Hauch von Farbe überzogen werden oder nur einzelne Produktionsserien betroffen sind, ist derzeit noch unklar. Es scheint aber mittlerweile die inoffizielle Politik der Apple Stores zu sein, auffällig gewordene iPhones anstandslos umzutauschen. Apple selbst hat sich erwartungsgemäß noch nicht öffentlich zu dem Problem bekannt. Dafür wurde aber klammheimlich ein neuer Support-Artikel auf die Hilfeseiten von Apple.com gestellt. Sein Titel: „Erfahren Sie mehr über die Arbeitstemperaturen und das Temperatur-Management des iPhone 3G und iPhone 3GS“, heißt es da.

Hier lernen wir, dass das Handy keinen Temperaturen unter 0° und keinen über 35° Celsius ausgesetzt werden sollte. Falls es doch einmal heißer zugeht, könnten drei Dinge passieren: Das Gerät wird Probleme beim Laden des Akkus zeigen, der Empfang des Mobilfunksignals wird schwächer und das Display kann sich verdunkeln. Aber – und das betont Apple mit aufdringlichster Nichtbetonung – es wird nicht explodieren. Bevor der Punkt erreicht ist, blendet sich ein Warnbildschirm (s.o.) ein. Wenn dies geschieht, soll das Handy umgehend ausgeschaltet und in eine „kühlere Umgebung“ gebracht werden. Überhaupt spielt die Umgebung die größte Rolle, so Apple. Das impliziert, dass man das iPhone um Gotteswillen nicht im Auto liegen lassen und niemals Sonneneinstrahlung aussetzen sollte. In anderen Worten ist die Gefahr in folgenden Szenarien am größten:

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Beim Ausführen bestimmter Anwendungen über längere Zeit in heißer Umgebung oder im direkten Sonnenlicht – etwa GPS-Tracking im Auto an einem sonnigen Tag oder im direkten Sonnenlicht Musik hören.

Puh, und ich dachte schon, dass es an falsch verarbeiteten Akkus und an vielleicht doch nicht ganz so hochwertigem Kunststoff liegen könnte. Dabei ist es nur das schöne Wetter da draußen! Puh. Puhhh… Das sind gute Nachrichten – und schlechte für alle iPhone-Besitzer: Kauft euch ein ordentliches Navi, bevor ihr in den Urlaub fahrt.

(André Vatter)

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André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.