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Xing öffnet Plattform für Fremdentwickler – viele neue Apps und Vorteile für Premium-Mitglieder

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Das Hamburger Karriere-Netzwerk Xing startet durch und scheint es der Konkurrenz wie LinkedIn und Facebook mal so richtig zeigen zu wollen. Heute Vormittag verkündeten CEO Stefan Groß-Selbeck und Technikvorstand Michael Otto stolz die Öffnung ihrer Online-Plattform für Fremdentwickler – und wie sollte es auch anders, hatten die beiden Web 2.0-Experten bereits die ersten 13 Anwendungen im Gepäck. Von aktuellen Nachrichten über die Organisation von Geschäftsreisen bis zum Projektmanagement und Dateiaustausch – in den kommenden Tagen werden alle Tools sowohl normalen Mitgliedern als auch Premium-Kunden zur Verfügung stehen. Allerdings dürfen sich zahlende Mitglieder bei einigen Apps auf einen gewissen Mehrwert wie beispielsweise mehr Speicherplatz für Dokumente freuen.

Die Öffnung von Xing war meiner Meinung nach längst überfällig. Nicht nur Facebook bietet seit längerer Zeit zahlreiche Anwendungen von Drittentwicklern an, auch LinkedIn ist vor ein paar Monaten auf diesen Zug aufgesprungen. Heute Nachmittag geht es jedenfalls auch bei Xing los. Einen kleinen Vorgeschmack auf die Möglichkeiten gab es ja bereits schon mit den hauseigenen OpenSocial-ToolsTwitter Buzz„, „Xing-Mitglieder fragen“ und „Xing News“.

Das sind die neuen Apps:

Doodle ist ein Online-Tool, das es Berufstätigen ermöglicht, in der Gruppe Termine zu finden und abzustimmen. Auf Xing weist Doodle zusätzliche Networking-Features auf: Mitglieder können sich laufende Terminumfragen anzeigen lassen, die sie mit ihren Kontakten gemein haben.

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Dopplr ist ein Online-Dienst für die Reiseplanung. Auf Xing lassen sich damit Reisepläne mit Freunden und Kollegen austauschen und abgleichen. Ein Nutzer erfährt so beispielsweise, dass sich drei Bekannte zum gleichen Zeitpunkt wie er in Tokio aufhalten. Der „soziale Atlas“ von Dopplr zeigt zudem POIs an.

DW-World.de News: Mit der Applikation haben Mitglieder die Möglichkeit, aktuelle Artikel des Senders in ihr Profil zu integrieren. Nutzer können dabei die Einstellungen individuell ihren Bedürfnissen anpassen, neben der Sprachauswahl ist es auch möglich, Themenüberschriften auf verschiedene Weisen darzustellen.

Huddle Workspaces erlaubt den Austausch von Daten, zudem lassen sich Dokumente erstellen und online bearbeiten, Kommentare abgeben und Freigaben anfordern. Aufgaben, Whiteboards, Telefon- und Webkonferenzen stehen nach dem Abgleich mit dem kostenlosen Huddle.net-Account zur Verfügung.

MindMeister basiert auf dem Mind Mapping-Konzept und ermöglicht Xing-Nutzern bei Brainstorming-Sitzungen die Zusammenarbeit in Echtzeit. Sie können Mind Maps erstellen, verwalten und online austauschen sowie auch von außen über die Benutzeroberfläche darauf zugreifen.

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Das sueddeutsche.de KarriereCamp soll beim Feilen am eigenen Profil helfen: Xing-Mitgliedern bekommen Fragen zur Etikette, Allgemeinbildung oder Persönlichkeit gestellt. Nutzer können dann sehen, wie sie im Vergleich zu anderen Mitgliedern abschneiden. Darüber hinaus gibt es Nachrichten und Links zu Artikeln auf sueddeutsche.de.

Spreed ist eine Online-Lösung zur Vorbereitung von Online-Treffen, -Konferenzen und -Präsentationen. Web-Meetings und Telefonkonferenzen lassen sich kostenlos organisieren. Das Vorgehen soll dabei einfach vonstatten gehen: Mitglieder buchen einen Raum, laden Teilnehmer ein und los geht es.

Slideshare erlaubt Mitgliedern, PowerPoint-Präsentationen, Word- oder PDF-Dokumente hochzuladen, sich mit anderen Mitgliedern auszutauschen und darüber hinaus Präsentationen von Experten zu einem bestimmten Thema zu finden. Sämtliche Präsentationen und Dokumente lassen sich auch in das eigene Profil einbetten.

Travelload hilft Reisenden bei der Routenplanung. Nutzer können einen persönlichen Reiseplan erstellen und diesen auf ihrem Profil anzeigen. Die wesentlichen Informationen können dann auch auf ein Smartphone übertragen werden und stehen so auch unterwegs zur Verfügung.

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Über Tungle.me lassen sich online Termine absprechen. Das Interessante daran: Mitglieder haben Einblick in die Verfügbarkeit anderer und können schneller einen passenden Termin finden, indem sie mehrere Terminvorschläge machen. Die einzelnen Kalender werden automatisch aktualisiert – auch mit Outlook, Google Kalender, Apple iCal und Entourage.

wallstreet:online richtet sich in erster Linie an Mitglieder aus der Banken- und Finanzbranche. Nutzer können virtuelle Depots und Watchlisten anlegen und finden neben aktuellen Wertpapierkursen auch Nachrichten und Analysen.

Mit Welt Online können Nutzer Nachrichten nach persönlichen Interessen auswählen und sich diese direkt auf ihrem Profil anzeigen lasen. Zudem erfahren die User, für welche Themen sich andere interessieren und können sich sowohl mit der Xing- als auch mit der Welt Online-Community austauschen.

Zcope ist ein Projektmanagement-Tool, mit dem vernetzte Teams aus allen Wirtschaftszweigen an unterschiedlichen Orten zusammenarbeiten können. Das heißt: Es lassen sich Dokumente (mit Versionskontrolle) austauschen. Außerdem können Nutzer über eingerichtete Projektblogs kommunizieren.

Auch das Thema Datensicherheit wurde bei der heutigen Präsentation angesprochen. Im Gegensatz zu den Anwendung auf Facebook wird auf der Karriere-Plattform jedes Programm per SSL verschlüsselt. Zudem betonte CEO Groß-Selbeck, dass sein Unternehmen keine Daten über seine Mitglieder an seine Partner weitergebe. Die Nutzer müssten je nach App selbst entscheiden, welche Daten sie preisgeben und welche nicht. Auch dieser Punkt ist interessant: So haben Fremdentwickler in der Regel keine Möglichkeit, von sich aus Werbung in ihren Anwendungen zu schalten.

(Michael Friedrichs)


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Über den Autor

Michael Friedrichs

Michael Friedrichs hat als Redakteur für BASIC thinking im Jahr 2009 fast 400 Artikel veröffentlicht.

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