Bionic Eye: Augmented Reality kommt auf das iPhone

André Vatter

bioniceye

Zugegeben, wir haben es heute mit einem mobilfunklastigen Start in den Donnerstag zu tun. Doch wenn die Nachrichtenlage nun einmal mit derlei Sahneteilchen aufwartet – was will man machen? Eben…

Also, bislang war Augmented Reality ja einzig den Android-Nutzern vorbehalten und auf irgendeiner Veranstaltung durfte ich mir Layar mal im Live-Einsatz ansehen und hätte dabei fast mein Kölsch verschüttet. Für alle, die sich heute noch fragen: „Wofür brauche ich denn ne Karte im Handy? Ein Beschleunigungssensor? Was soll die Kamera? GPS? Ha, und dann noch ein Kompass?“ – werft einen Blick auf Layar und lasst euch Anbetracht des Zusammenspiels all dieser Features in ein magisches Zauberland verfrachten.

Das iPhone hat sich da mit der erweiterten Realität wesentlich schwerer getan, es gab keine eigenständige App, die auch nur ansatzweise so etwas geboten hätte. Doch nun ist es soweit, denn das Pariser Entwicklerstudio Presselite hat Bionic Eye in den App Store gebracht. Ich sage gleich dazu, dass es noch nicht für Deutschland erhältlich ist, mehr dazu weiter unten. Der Client zeigt sämtlich POIs in Echtzeit auf dem Display, während der Nutzer sich um die eigene Achse dreht. Dazu zählen in der Anfangszeit in erster Linie (erwartungsgemäß) die Fressbuden von McDonald’s und Co. und andere Restaurantketten, aber auch Cafés, bekannte WLAN-Zonen und Hotels. Gegen Aufpreis zeigt Bionic Eye auch die Eingänge zu U-Bahnstationen auf dem Display. Alles, was innerhalb eines Radius von einem Kilometer identifiziert wird, zeigt die App auch an. Unterstützt wird das iPhone 3GS, bei vorherigen Modellen oder beim iPod Touch werden die POIs lediglich bei Google Maps sichtbar.

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Bionic Eye kann ab sofort für 79 Cent heruntergeladen werden. Allerdings – und das ist schade – derzeit ausschließlich für die USA, UK, Frankreich und Tokio. Schon bevor ich diesen Post geschrieben habe, habe ich mich mit Presselite in Verbindung gesetzt und einen Appell gestartet. Hardcore-Fans, die nun von Augmented Reality (oder „Ey! Ahr!“, wie man so schön sagt) angefixt sind, können sich auch direkt über Twitter an die Entwickler Michel und Antoine wenden. Das werde ich auch gleich noch tun. Sobald ich mehr weiß, melde ich mir hier wieder.

Update, 13:17 Uhr
Die Jungs haben sich soeben gemeldet: „Hello André, Thanks for your email. We should be launching Germany version very soon (couple of weeks), plus other European countries.“ Gute Nachrichten!

Via: TheNextWeb

(André Vatter)

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André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.