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Was Frauen wollen: Facebook hat es, Twitter nicht

facebook

Ich hatte ja schon seit längerer Zeit den Eindruck, dass die holde Weiblichkeit auf Twitter etwas seltener vertreten ist (einzige, die ich bewusst wahrnehme, ist die Bloggerette). Dies wurde nun auch „wissenschaftlich“ nachgewiesen, und zwar in der zweiten „Annual Social Media Study“ (PDF), durchgeführt unter 1.559 Mitgliederinnen der Frauen-Community Shespeaks. Demnach nutzen 38 Prozent der Frauen den Microblogging-Dienst. Klingt viel, ist aber nichts im Vergleich zu Facebook, wo 95 Prozent der Shespeaks-Userinnnen ein Profil von sich erstellt haben. So what? Sollte man nun Twitter zu einer Frauenquote zwingen?

Aus werbe- beziehungsweise marketingstrategischen Gründen wäre dies vielleicht keine so schlechte Idee. Der Grund, weshalb Facebook bei den Damen (momentan noch) so viel besser ankommt, ist nämlich der, dass dort ihre Bedürfnisse besser befriedigt werden. Und diese liegen im Bereich…

…Shopping! Wie Shespeaks herausgefunden hat, ist Facebook für 72 Prozent ihrer weiblichen User der Ort, an dem sie neue Produkte kennenlernen und diese bewerten. Sogar 80 Prozent gaben an, dass sie erst auf Zuckerbergs Plattform Fan eines Produktes geworden sind. Das sind doch Zahlen, die jedem Marketingverantwortlichen die Freudentränen in die Augen pressen müssten!

Annual Social Media Study 
Twitter ist aber immerhin noch dafür gut, um das Treiben der Unternehmen zu verfolgen, sich über Promotion-Aktionen zu informieren und Coupon-Codes einzuheimsen.

Via: Fastcompany

(Marek Hoffmann / Foto: Flickr)


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Über den Autor

Marek Hoffmann

Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.

32 Kommentare

  • Aber die Zahlen allein sagen doch recht wenig über genderspezifische Merkmale der Dienste aus.

    Auch unter männlichen Internetusern dürfte ein wesentlich größerer Anteil ein Facebookprofil als einen twitteraccount haben, oder?

  • Naja vlt. sind 140 Zeichen einfach zu wenig für Frauen 😉
    Nein mal ernsthaft eine Gegenprobe wie Mike sie anspricht wäre schon nötig.

  • also meinereine holde Weiblichkeit mag Twitter und Facebook, nunja, man sollte drin sein. Mich nerven die quitschbunten Tools bei FB, diese ständigen „spiel mit mir Dingens Anfragen“.

  • Kein Wunder, dass Facebook so einen Wahnsinns Umsatz macht und so viel wert ist. Hätte ich doch nur so eine Social Network Idee gehabt vor 10-20 Jahren 😉

    Und Silvia kann ich auch nur zustimmen. Die ganzen „Lass uns zocken“ Anfragen nerven derbe!

  • jippie! wieder aufs shoppen reduziert und keiner merkts! schonmal drüber nachgedacht, dass die Vorliebe für fb daran liegen kann, dass die kommunikation zielgerichteter und persönlicher ist?

  • Frauen haben halt so andere Vorlieben und bei Twitter wird man da wohl immer vergebens nach suchen können. Farmville, Shopping Ideen usw.

  • es nervt! müssen solche pseudo-studien immer wieder als wahrheit veröffentlicht werden? macht das irgendwie spaß dieses frauen-männer-ding immer wieder neu zu publizieren. es ist quatsch! und auch die auseinandersetzung mit dem thema, in der männer wie alf ihr halbwissen äußern und frauen versuchen, das schiefe bild geradezurücken, hat nicht den unterhaltungswert, der diesen artikel rechtfertigen würde.
    ich habe mich zuerst auf twitter angemeldet. nicht privat (ich sehe null sinn drin über den schnee vor der haustür oder die mahlzeit aufm tisch zu schreiben). anschließend auf facebook und … die flucht ergriffen. den hype um facebook kann ich nicht verstehen, die navigation ist unübersichtlich, die profilseiten abgeschottet, die programmierung grottig (ich musste ewig in meinen mail-accounts suchen, bis mal eine eMail addy von fb genehmigt wurde), kurz: es macht absolut null spaß. twitter dagegen schon, weil es übersichtlich, übergreifend und schnell ist. also 1:0 für twitter. auf meinen twitter-ausflügen habe ich ehrlich gesagt auch keinen mangel an frauen erkennen können.

  • noch was: wie man in der statistik ja auch sehen kann, geht es primär nicht nur um shopping, 74% erhielten auf fb für sie relevante news.

    „Sogar 80 Prozent gaben an, dass sie erst auf Zuckerbergs Plattform Fan eines Produktes geworden sind. “

    merkwürdige formulierung. wieso ERST auf fb? auf fb ist „fan sein“ so etwas ähnliches wie „freund werden“ auf myspace oder „follower“ auf twitter oder nicht? warum wurde nicht „follower eines produkts/anbieters“ (twitter) im vergleich zu „fan sein“ (fb) abgefragt? es ist ja durchaus nicht unüblich, dass sich menschen (egal welchen geschlechts) als fan von allem in fb eintragen. nun ja, genug zeit mit derlei „statistik“ verschwendet. ich mag einfach keine klischees und ungerechtfertigte hypes…

  • 🙂
    wenn wir wüssten was wir wollen würden wir gerade aus gehn und nicht immer hier abbiegen und hier einsteigen..
    ich denke ihr wisst was ich meine..
    eure gudrun 😉

  • Fast, nur ein bisschen, erinnern mich einige Kommentare hier an Heise Diskussionen, von denen ich mich längst verabschiedet habe.

    Solche „Studien“, die weder den Namen noch das Geld wert sind, werden sofort aufgegriffen um Frauen mal wieder…. „140 Zeichen sind zu wenig..“ o.ä. mit einem Smiley unter zu jubeln.

    Einzig gestern nutze ich fb, um Kunden über die netzweiten Serverausfälle (auch in meiner Firma) zu informieren. Ich stellte aber fest, das interessiert dort niemand. Dafür ging auf Twitter die Post ab. Dafür können Kunden die nicht bei fb sind dann über Twitter unsere updates lesen ohne jeglichen login. Das finde ich klasse, das hat Zukunft. Ein Dank an die schnelle Twittergemeinde. FB öffne ich nur dann, wenn ich per Email über einen Kontaktwunsch benachrichtigt werden.

    Vielleicht bin ich aber auch nicht die Zielklasse der Studie und das freut mich wieder 😉

  • Mit Facebook kann ich als Frau gar nichts anfangen, bei Twitter schaue ich täglich x-mal vorbei!
    Vielleicht verstehe ich Facebook auch noch nicht richtig – ständig bekomme ich Mails von Fremden, die meine Freunde sein wollen? Merkwürdig…!
    Fan soll ich auch werden- von Dingen/ Gruppen/ Anwendungen von denen ich bisher nie etwas gehört habe. Und plötzlich bin ich gleich Fan? neee- ist nicht meins!
    Twitter finde ich gut! Kein langes Gequatsche – wer mir täglich zwitschert was er gerade tut ( Kaffee kochen und solche Dinge) fliegt bei mir raus. Will ich gar nicht wissen!

  • Twitter find ich nicht so prickelnd. Ein in meinen Augen viel besserer Microbloggerdienst, nicht nur für Frauen, ist Tumblr. Bei dem Anbieter habe ich schon sehr viele Profile von Frauen gesehen.

  • […] Was Frauen wollen: Facebook hat es, Twitter nicht – ch hatte ja schon seit längerer Zeit den Eindruck, dass die holde Weiblichkeit auf Twitter etwas seltener vertreten ist (einzige, die ich bewusst wahrnehme, ist die Bloggerette). Dies wurde nun auch “wissenschaftlich” nachgewiesen, und zwar in der zweiten “Annual Social Media Study” (PDF), durchgeführt unter 1.559 Mitgliederinnen der Frauen-Community Shespeaks. Demnach nutzen 38 Prozent der Frauen den Microblogging-Dienst. Klingt viel, ist aber nichts im Vergleich zu Facebook, wo 95 Prozent der Shespeaks-Userinnnen ein Profil von sich erstellt haben. So what? Sollte man nun Twitter zu einer Frauenquote zwingen? […]

  • @derbutt: Manni der Libero lag noch in meinem Toleranzbereich für Beleidigungen, Anonymous nicht. Zudem hat Erstgenannter hier schon häufiger kommentiert und ist mir noch nicht „negativ“ aufgefallen, und der andere kommentiert anonym. Hat also mit Humor nichts zu tun.

  • Na ja, trotz des empirischen Datenmaterials von Shespeaks stehe ich der
    Aussage, Frauen seien in Facebook, da hier ureigentliche Shoppingtriebe erfüllt werden, sehr misstrauisch gegenüber. Denn das Gegenteil ist der Fall: Frauen reagieren viel weniger auf Social Media Ads.

    Gründe liegen vielmehr in der Struktur und den Möglichkeiten von Facebook: Im Gegensatz zu Twitter kann man sich dort austauschen, d. h. kontinuierlich kommunizieren., während Twitter eher als Suchmaschine dient.
    Hier steht mehr darüber
    http://www.online-affairs.com/2009/12/gender-gap-in-social-media-%E2%80%93-was-frauen-und-manner-wollen/

    Alles stereotype Gerüchte mit dem Einkaufen …

  • Hi,

    ich denke der Shoppingaspekt ist auf jeden Fall ausschlaggebend. Aber da gibt es noch eine andere Sache was für mich logisch klingt. Frauen kommunizieren gerne sehr ausschweifend (siehe Telefongespräche). So bei Facebook gibt es die Chat, Pinwand und neuerdings sogar Videokommunikation. Und alle hier aufgeführten Kommunikationswege haben keine Zeichen bzw. zeitliche Begrenzung. Wie soll den eine Frau in 140 Zeichen etwas mitteilen :-)?

    Was denkt ihr? Ist die Einschränkung der weiblichen Kommunikation nicht die Hauptursache für die verhaltene Nutzung der Frauen von Twitter?

    Gruß David

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