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Chance für Autoren: Ab sofort auch deutschsprachige Literatur im Kindle Store

kindleAmazon geht in die Vollen beim Electronic Publishing: Wenn ich mich bislang mit Kritikern des Kindle unterhalten habe, hieß es immer: „Ja, ganz nett. Praktisch, wirklich toll. Aber ich habe keine Lust auf englische Romane!“ Tatsächlich waren bislang rund 320.000 Bücher im E-Ink-Design bei Amazon verfügbar – allerdings stammen ausnahmslos alle von US-Verlagen (es gibt drei deutsche Tageszeitungen, das war’s). Doch die oben genannte Entschuldigung zieht nicht mehr, Amazon öffnet heute den Kindle Store auch für deutsche und französische Romane und Sachbücher. Damit haben ab sofort deutsche Verlage die Möglichkeit, Literatur über die Digital Text Platform (DTP) zu vertreiben. Weitere Sprachen sollen „in den kommenden Monaten“ folgen, verspricht Amazon.

Von dieser Entscheidung profitieren jedoch nicht nur die großen Buchverleger, sondern auch alle Autoren, die noch nicht unter Vertrag stehen – denn auch sie können DTP nutzen, um ihre Werke zu veröffentlichen und einer breiten Lesergemeinde zugänglich zu machen. Interesierten Books-on-Demand-Schriftstellern lege ich dazu einen Post bei lesen.net ans Herz, der das richtige Vorgehen anschaulich schildert. Andernfalls habe ich hier noch ein Tutorial-Video gefunden:

Amazons Entscheidung kommt gerade richtig, am 19. Januar wird eine Neuauflage des Kindle-Hypes in Deutschland erwartet: denn dann wird der Kindle DX auch hierzulande verfügbar sein. Ich bin gespannt, wie oder ob der DTP Einfluss auf den deutschen Buchmarkt nehmen wird. Ich erinnere mich da an eine Studie aus dem vergangenen Oktober, die der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Auftrag gegeben hatte. Seinerzeit tastete man sich erst ganz vorsichtig an das Thema Electronic Publishing heran und stellte sich die Frage, „wie nachhaltig die aktuelle E-Book-Welle“ sei. Das Ergebnis: „Umsatzzwerge mit Wachstumspotenzial“.

(André Vatter)

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Über den Autor

André Vatter

André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.

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