China-Hack: Der Internet Explorer 5 war jedenfalls nicht schuld (Update!)

André Vatter

Anzeige

ie5Hat Microsoft gerade allen Nutzern empfohlen, auf Windows 2000 umzusatteln und fortan den Internet Explorer 5.01 für Surfausflüge zu verwenden? So klingt es nämlich im soeben veröffentlichten Security Advisory, in dem die Redmonder eine Schwachstelle bei allen anderen Versionen des Browsers einräumen. Aufgefallen war sie McAfee, als sich die Virenjäger näher mit den Hackervorfällen in China beschäftigten, die Google in Bedrängnis brachten. Offenbar ist die Suchmaschine – sowie gut ein Dutzend weiterer betroffener Unternehmen – halbwegs unschuldig an dem Dilemma: Die Mitarbeiter dieser Firmen hatten den Internet Explorer im Einsatz und durch die Sicherheitslücke war es Hackern gelungen, ihnen einen ziemlich fiesen Trojaner unterzujubeln. Dank dieser Erkenntnis ist auch Adobe aus dem Schneider, da bislang vermutet wurde, dass der Adobe Reader das schwache Glied in der Kette war.

In erster Linie stand der Internet Explorer 6 bei den Hackern im Fokus. Microsoft räumt jedoch ein, dass auch alle anderen Versionen des Browsers (eben bis auf 5.01) betroffen seien. Dritte hätten dadurch die Möglichkeit, Schadcode einzuschleusen und die Kontrolle über den jeweiligen Rechner zu übernehmen. In einer Stellungnahme finden die Redmonder jedoch beruhigende Worte: Der Hack sei „extrem ausgeklügelt“ gewesen, heißt es. „Zu diesem Zeitpunkt scheinen die Angriffe sich gegen Unternehmen zu richten. Wir haben keinen Beweis gesehen, der zeigt, dass Kunden angegriffen wurden.“ Zur Stunde hat Microsoft das Problem noch nicht im Griff, Entwicklerteams seien noch damit beschäftigt, ein entsprechendes Update vorzubereiten. Bis es soweit ist, sollen Nutzer dem heiligen Dreiklang vertrauen: Aktiviert eine Firewall, macht ein System-Update und schaltet den Virenscanner ein.

Unterdessen hält Google offenbar an den Plänen fest, dem Land der Mitte den Rücken zu kehren. Chinas Kooperationsbereitschaft beim Lockern der Zensur geht gen Null, erst gestern hatte ein Sprecher der Regierung erneut bekräftig, dass die „Meinungsführerschaft“ beim Staat liege: im Internet wimmele es von Pornografie, Hackern und Betrügern – es gelte, die Bürger davor zu beschützen. Wie TechCrunch berichtet, habe Google seinen Mitarbeitern in Shanghai daraufhin erst einmal Urlaub auf unbestimmte Zeit verordnet. Ich würde mich nicht wundern, wenn Google.cn bis zum Monatsende der Stecker gezogen wird.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 10.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Beats-Kopfhörer gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Update, 18 Uhr

An der Sache ist offenbar doch mehr dran, als zunächst vermutet. In einer Pressemitteilung am Abend warnt das BSI die Nutzer explizit vor der Verwendung des Internet Explorer – zumindest so lange, bis ein geeigneter Patch vorliegt. Auf der Gefahrenskala von BürgerCERT vergibt das Amt eine Vier (von fünf Stufen):

Das Ausführen des Internet Explorer im „geschützten Modus“ sowie das Abschalten von Acitve Scripting erschwert zwar die Angriffe, kann sie jedoch nicht vollständig verhindern. Deshalb empfiehlt das BSI, bis zum Vorliegen eine Patches von Microsoft auf einen alternativen Browser umzusteigen.

Wo ist der Ballot-Screen, wenn man ihn braucht, Microsoft?

(André Vatter)

🤑 200€ Prämie abstauben

Eröffne jetzt dein kostenloses Santander Girokonto und staube für kurze Zeit bis zu 200 Euro Prämie für Neukunden ab. Schnell sein lohnt sich!


Jetzt 200€ sichern

Voraussetzungen gelten, Anzeige

STELLENANZEIGEN
Senior SAP Consultant FI/CO (f/m/div.)
Bosch Gruppe in Wetzlar
Vertriebsingenieur (Ingenieur Maschinenbau / ...
a2tec GmbH in Hamburg
Digital Marketing Manager (m/w/d)
Schwer Fittings GmbH in Denkingen
Personalberater (m/w/d)
Ratbacher GmbH - Karriere bei Rat... in Stuttgart, M...
Organizational Integration Manager (m/f/d)
Clarios Germany GmbH & Co. KG in
Vehicle Testing Lead (m/f/d)
Clarios Germany GmbH & Co. KG in
Sales Manager (m/w/d) Online Marketing
Sellwerk GmbH & Co. KG in Düsseldorf, Meerbusch, Kaa...
Sales Manager B2B für Stellenanzeigen und Soc...
Recruiting Excellence GmbH in Düsseldorf
Teile diesen Artikel
Folgen:
André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.