Kampf gegen den Fail-Whale: Twitter setzt auf BitTorrent

André Vatter

Wirft man einen Blick in das Status-Logbuch von Twitter wird eines deutlich: der Dienst ist alles andere als stabil. Um den Performance-Problemen und Abstürzen zu begegnen, haben sich die Jungs deshalb jetzt etwas Neues einfallen lassen. Warum setzt man nicht auf das wohl beste Datendistributionssystem, das heute im Internet zu finden ist? Genau: Twitter wird künftig mit BitTorrent enger zusammenarbeiten, um der Tweet-Flut Herr zu werden. Diese Nachricht schlug gerade beim TorrentFreak auf. Angestoßen wurde die Idee von dem Twitter-Techniker Larry Gadea, der dem Projekt gleich den Namen „Murder“ gab – keine Hommage an die Morbidität, sondern der englische Begriff für einen Schwarm Krähen.

Und so wird es funktionieren: Twitter benutzt heute einen Haufen Server, die sich (reichlich zeit- und rechenintensiv) die Daten von einem Hauptserver abholen. Durch ein dezentralisiertes Verteilernetz von BitTorrent könnte die komplette interne Infrastruktur signifikant entlastet werden. Ein Seeder-Server bietet die Daten an, die Peer-Server greifen sie ab und füttern sich untereinander mit den Informationen – eben wie ein Schwarm. Für Twitter wäre eine solche Lösung völlig kostenlos, da der BitTorrent-Client BitTornado unter Open Source läuft. Weitere Details zum Verfahren hat Gadea auf einer Entwickler-Plattform verfügbar gemacht.

Die BitTorrent Inc. freut sich schon jetzt auf die neue Kooperation. Im Unternehmens-Blog schreibt der Chef Eric Klinker: „Das Verteilungsprinzip von BitTorrent kann bewirken, dass eine Operation, die zuvor viele Dutzende Minuten brauchte, in weniger als ein paar Sekunden abgeschlossen ist.“

Smarter als dein Feed

Lass dich mit unserem Tech-Briefing UPDATE bei KI und den Tech-News von morgen nicht abhängen – kostenlos täglich in der Inbox von über 13.000 Lesern.

Mehrere PDFs Mockup

Gratis zur Anmeldung:
Zugriff auf alle PDF-Guides

Mit deiner Anmeldung akzeptierst du unsere Datenschutzerklärung.

Zeiträume für Wartungen, Downtime-Häufigkeiten und die Anfälligkeit für Sicherheitslücken könnten dank dieser Effizient minimiert werden. Laut Klinker wird Twitter in den kommenden Wochen mehr über die Hintergründe der Pläne verraten: „Wir freuen uns darauf, mit ihnen in dieser Sache zusammenzuarbeiten und hoffen, dass sich auch andere Web-Größen diese und weitere BitTorrent-Apps anschauen“, so Klinker.

Unser Zins-Tipp

Eröffne jetzt dein kostenloses Myntro Festgeld und erhalte 3,38 Prozent Zinsen auf dein Geld – und das garantiert für 12 Monate!


Jetzt Zinsen sichern

Anzeige

(André Vatter)

facebook-fan

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

STELLENANZEIGEN
Social-Media- und Community-Manager Health (m...
MedicalContact AG in Essen
Praktikant*in E-Commerce / Online Marketing (...
Chantelle Lingerie GmbH in Düsseldorf
Online Marketing Manager*in (m/w/d)
diind GmbH in Hamburg
Werkstudent (m/w/d) E-Commerce und Onlinemark...
Protina Pharmazeutische GmbH in Ismaning
Werkstudent (m/w/d) Content Writer/ Content T...
pso vertriebsprogramme GmbH in Köln
(Senior) Paid Social Marketing Manager (m/w/d)
Instaffo GmbH in München
Referent (m/w/d) Social Media und Onlinekommu...
Würth Deutschland in Kuenzelsau
Social Media Marketing Praktikant:in
7NXT GmbH in Berlin
Teile diesen Artikel
Folgen
André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.