Sonstiges

Schweigen ist Gold: Mit welchen Mitteln Apple seine Geheimnisse hütet

Es kann darüber gestritten werden, ob Apples berühmt-berüchtigte Verschwiegenheitspolitik einen Teil des Firmenerfolgs ausmacht. Fest steht aber, dass ein Verstoß gegen sie für Businesspartner immer negative Folgen hat. Erinnert sei an das jüngste Beispiel, bei dem Harold McGraw III kurz vor der offiziellen Präsentation des iPad Details über das Gadget ausgeplaudert hatte und dafür von Jobs hart abgestraft wurde. Oder den jungen Foxconn-Mitarbeiter, der sich wegen eines verlorengegangenen iPhone-Prototypen das Leben nahm. Dafür ist Apple sicherlich nicht direkt verantwortlich zu machen, zeigt aber auf, welcher Druck auf den Geschäftspartnern lastet.

Um diesen Druck zu dokumentieren, ist ein (namentlich ungenannter) Reuters-Journalist in die chinesische Stadt Longhua gereist – und hat ihn dort am eigenen Leib zu spüren bekommen. In dieser Stadt befindet sich nämlich das Fabrikgelände eben dieser oben genannten Firma Foxconn, einem der weltgrößten Apple-Auftragshersteller. Und die war wenig erfreut über den ungebetenen Besuch – aus berechtigten Gründen. Denn was der Reporter dort zu sehen und zu hören bekam, gleicht eher einem Spionage-Thriller-Szenario.

Es fängt damit an, dass das Gelände von Foxconn schwerstens bewacht wird und sich jeder Mitarbeiter per Fingerabdruck-Scan authorisieren muss. Damit das Areal so selten wie möglich von ihnen verlassen wird – und somit die die Gefahr gesenkt wird, dass Geheimnisse oder Produkte nach draußen gelangen – , gibt es auf dem Gelände neben Bäckereien und Fitnessstudios sogar eine Post, ein Krankenhaus und eine Bank. Wer rausgeht, wird gefilzt: „Sie benutzen Metalldetektoren, um uns zu durchsuchen. Wenn beim Verlassen bei jemandem ein Metallgegenstand gefunden wird, wird sofort die Polizei gerufen“, erzählte ein Foxconn-Mitarbeiter dem Reporter. Soweit die Sicherheitsvorkehrungen der Firma.

Geheimhaltungsstrategien und ihre Konsequenzen

Kommen wir zu Apple. Der Meister der Geheimniskrämerei verfolgt die unterschiedlichsten Taktiken, um sicherzustellen, dass die eigenen Produkte erst dann den Augen des Publikums präsentiert werden, wenn es das Unternehmen für richtig erachtet. Dies beginnt damit, dass immer nur so viel an Informationen weitergegeben wird, wie unbedingt nötig – und so wenig wie möglich. Außerdem setzt Apple nicht auf einen Partner, der die Produkte komplett fertigt, sondern verteilt die Aufgaben – oft erst sehr kurzfristig – auf mehrere Unternehmen. Zudem erhalten Partner gelegentlich testweise voneinander unterschiedliche Produkte zugeschickt, um ihre Verschwiegenheit auf die Probe zu stellen. Über ein ausgehändigtes Gadget durchgesickerte Informationen können derart schnell einer undichten Stelle zugeordnet werden. Und dann wird geklagt. „So wird sichergestellt, dass die einzigen Personen, die alle Geheimnisse über ein Apple-Produkt kennen, jene von Apple selbst sind“, so ein Informant. 

Aus Apples Verschwiegenheits-Obsession ergeben sich dann auch dementsprechend unwirkliche Arbeitsumgebungen für die Foxconn-Angestellten. Oft haben Kollegen gar keinen Schimmer, woran der andere gerade arbeitet und bekommen auch das fertige Produkt gar nicht zu sehen. Sie reden noch nicht einmal miteinander über ihre Arbeit: „Es herrscht eine Kultur des Schweigens und das wird akzeptiert. Man gewöhnt sich daran, nicht über seine Arbeit zu sprechen, es wird normal, weil es jeder so macht“, offenbart dem Journalisten ein ehemaliger Marketing-Mitarbeiter von Foxconn: „Ich habe noch nicht einmal mit meiner Frau darüber gesprochen“.  

Von James Bond bis Brave New World 

Wie eingangs gesagt: Dies erinnert an Filme à la James Bond (oder einige wenige totalitäre Staaten im Real Life), in denen sich ein Super-Schurke unentdeckt eine kleine Waffe baut, um wie Brain die Weltherrschaft an sich zu reißen. Und um unentdeckt und unverraten zu bleiben, betreibt er die oben genannten Vorkehrungen. Und wenn dann ein Journalist daherkommt, kann es schon mal was auf die Mütze geben.

Nachdem der Reuters-Journalist nämlich Fotos von dem Foxconn-Areal gemacht hatte, mischten ihn zwei Sicherheitskräfte des Unternehmens auf und drängten ihn dazu, ihnen ins Gebäude zu folgen. Er weigerte sich und rief stattdessen die Polizei, die die Sache schlichtete und ihm einen ernsten Rat mit auf den Weg gab: „Es steht ihnen frei zu tun, was Sie möchten. Aber das ist Foxconn – und die genießen hier einen besonderen Status.“ Gruselig!

Apple ist für solche Aktionen, wie auch oben erwähnt, nicht direkt verantwortlich zu machen. Cupertino ist in seiner Paranoia sicherlich auch nicht besser oder schlechter als andere Unternehmen, die ihre Produkte auf ähnliche Weise „schützen“. Es drängt sich nur die Frage auf, wann die Verantwortlichen zu der Einsicht gelangen, dass der Zweck nicht immer die Mittel heiligt – und es auch eine indirekte Schuld gibt?

(Marek Hoffmann)

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Über den Autor

Marek Hoffmann

Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.

37 Kommentare

  • Die Verschwiegenheitspolitik von Apple heizt die Gerüchteküche an und fördert so den Kultstatus von Apple-Produkten. Insofern: Why not?

    Besonders interessant finde ich (und muss daher meinem Vorredner geheim widersprechen), dass erstaunlich wenig durchdringt. Das iPad wurde ziemlich deutlich antizipiert, aber fast alle anderen Neuerungen (z.B. der iPod!) waren für die Öffentlichkeit vollkommen überraschend.

  • Wenn man so einen Aufwand betreibt um die Firmen-PR gezielt zu steuern (dazu gehört auch gezieltes „leaken“), dann ist es ja auch verständlich, dass man unberechtigte Einmischungen verhindern will. Ich fände es auch nicht cool, wenn ich ein Produkt zu einem Produzenten gebe und einer seiner Mitarbeiter verkauft’s oder zeigt’s dem nächsten Journalisten nur weil er halt gerade da in der Firma arbeitet und Zugriff darauf hat.
    Ich denke mal die Sicherheitsvorkehrungen sind so scharf, weil es sonst gerade in China nicht so einfach ist, das auch wirklich durchzusetzen zu können.
    Regeln und Kontrollmechanismen (egal in welchem Fall) werden nur verschärft, weil es immer wieder Dumme gibt, die meinen sie brechen zu müssen/können.

  • Apple macht es aus meiner Sicht richtig und nicht anders als jedes andere große Unternehmen!

    Die Entwicklungs- und Marketingkosten für Produkte wie das iPad sind enorm und es gibt reichlich Konkurrenz. Dahingehend sind weitreichende Sicherungsmechanismen für die Technologie und auch das Marketing logisch.

    In diesem Umfeld von „Self-Leaking“ zu reden halte ich da ehr für Schlagzeilen-Propaganda … aber das treibt die Leserschaft nach oben …schade drum das Basicthinking solche Wege geht.

  • @Namenloser: Danke. Interessanter Artikel, auch wenn ich nicht alles uberzeugend fand beziehungsweise hier und da anderer Meinung bin.

  • Oh mein Gott, wenn ich das Wort „reinfallen“ schon höre.
    Deswegen gibts auch so viele Menschen, die ihre Produkte nach dem Kauf zurück geben, weil sie ja so unzufrieden sind… Oder nein, warte, es muss sowas wie Opium sein, dass sie zwingt immer wieder dieses Mantra von sich zu geben: Apple ist gut, Apple ist innovativ, Jobs ist mein Gott und ich bin sein Jünger!

    Wie sagte Hagen Rether doch: Alles kriegen die raus!
    „Einen Tablet-PC kann ja im Grunde jeder produzieren, und es sind ja auch schon jede Menge dieser Geräte auf dem Markt.“
    Täglich grüßt das Murmeltier. Sehr gute Analyse.

    Und dann dieser Satz: “ Apple macht eigentlich gar keine Kampagne – und das ist der Trick“ Und was ist dann das gezielte Herausgeben von Informationen?

    Und wenn es doch so einfach und durchschaubar ist, wieso machen es dann nicht andere Unternehmen… Aus Nächstenliebe?

    Ich besitze keinerlei Appleprodukte, aber ich muss sagen, der Marketingmix ist einfach genial und Steve Jobs – der steht da wie der letzte Hempel in seinem uralt Pullover und Turnschuhen und liefert eine Präsentation ab als ob Jesus gerade auferstanden ist.

    Der Befragte muss ein Berater sein. Komischerweise habe ich zu allem immer einen Kabaretisten parat. Schaut mal nach Volker Pispers – BBerufsgruppen die die Welt nicht braucht! Sehr informativ!

    Und dann die angesprochenen Sicherheitskontrollen usw.: So muss es sein. Es klingt ja fast schon so, als ob sich jeder darüber beschweren würde, dass man da nicht einfach so rein kommt.

  • Sehr viel interessanter finde ich, dass die Apple-Fabrikanten den selben Stundenlohn bekommen wie alle anderen Computerfabrikanten, aber Apple seine Produkte dennoch viel teurer verkauft.

  • Ich bin schockiert … wie könnt ihr nach diesem Bericht noch so über Apple reden? Habt ihr überhaupt noch Gefühl im Leib? Da werden Journalisten verhauen, einer bringt sich um, es wir ein repressives System aufgebaut wovon der Staat China nur träumt und ihr unterhaltet euch über die Qualität der Produkte. Das ist Kapitalismus – ihr seit so herzlos … ich verabscheue Euch!

    Zitat:
    Regeln und Kontrollmechanismen (egal in welchem Fall) werden nur verschärft, weil es immer wieder Dumme gibt, die meinen sie brechen zu müssen/können.

    Ihr spinnt doch!

  • ???
    Ich bin garantiert kein Freund von Regelwahn und sicher auch kein fanatischer Verfechter des Kapitalismus, aber wie soll denn überhaupt irgendetwas in der Gesellschaft funktionieren, wenn vorher festgelegte und allen bekannte Regeln nicht eingehalten werden?
    Selbstverständlich finde ich es verwerflich, wenn Angestellte oder Journalisten bedroht werden. Das ist ein absolutes No-Go und das habe ich auch nie gutgeheißen! Ich hatte lediglich eine Verhinderung von Informationsabfluss durch (humane und zumutbare!) Kontrollen im Sinn!
    Hier ein anderes Beispiel: Weil vereinzelt irgendwelche Idioten mit dem Auto herumrasen und Unfälle bauen, werden in Folge für die Gesamtheit Tempolimits eingerichtet, obwohl die Mehrheit sicher vorsichtiger und verantwortungsvoller fährt. Im Beispiel Apple heißt das dann eben, dass nach einer unberechtigten Weitergabe von Entwicklungsmaterial Fingerabdruckscanner am Eingang installiert werden, obwohl die Mehrheit der Arbeiter sicher auch keine bösen Absichten hat…
    Und anstatt andere als herzlos zu bezeichnen, könntest Du ja lieber mal verraten, wie Du es besser machen würdest! Wie würdest Du denn verhindern, dass bei deinem Produktionspartner Informationen oder gleich ganze Produkte an Dritte weitergegeben werden? Das wäre konstruktive Kritik!

  • Ich gebe Egal recht, natürlich ist das körperliche Wohl wine Grenze die auf keinen Fall überschritten werden darf. Schon gar nicht in diesem Zusammenhang!(!!!)
    Matthias Vergleich finde ich aber mehr als passend. Erinnert mich aber auch an einen Fall aus meiner Firma. Da beschwert sich das Personal die Führung solle doch bitte transparenter werden. Also wurden (semi)wichtige Infos im Intranet veröffentlicht. Tja und wie das dann eben ist hat irdendein dehydrierter Spast Infos zu einem bevorsthenden Vertragsabachluss ausgeplaudert und ein Deal ist geplatzt. Das war’s dann auch schon wieder mit der Transparenz.

  • Ich führe ja bei solchen Artikeln und Berichten über Apple immer ein einfaches Gedankenexperiement durch: ich ersetze einfach „Apple“ durch „Microsoft“ und überlege mir dann, wie in diesem Fall die Reaktionen ausgefallen wären.

    Hand aufs Herz ihr ganzen „Ja, ist schon ok, so was“-Sager: hättet ihr genauso reagiert? Ich bin mir ziemlich sicher, dass dann einige völlig zurecht geschrien hätten, dass dies wieder ein Beweis sei, für die Kontrollmanie ist, die MS auf alle ausüben möchte. Oder so ähnlich.

    Es ist ja okay, dass es ein paar Vorkehrungen gibt, damit nicht jeder frei ausplaudert, woran das Unternehmen arbeitet. Aber dass sich wegen eines kleinen Fehlers einer umbringt? Oder die Leute im Unternehmen nicht einmal intern miteinander kommunizieren? Da wundere ich mich dann gelinde gesagt schon ein wenig. Und über die Kommentare weiter oben, die nicht die geringste Spur zeigen, wenigstens anzudeuten, dass die Maßnahmen ein klein wenig übertrieben sein könnten. Wo liegt bei Euch die Grenze, bei der ihr dann sogar bei Apple sagt, jetzt reicht es? Bei implantierten Chips um Mitarbeiter verfolgen zu können? Oder wenn die Mitarbeiter das Gelände gar nicht mehr verlassen dürfen?

  • Ich bin Apple-User seit 20 Jahren. Nie wegen der Kampagne, immer wegen der Produkte. Jeder Ausflug in andere Hardwarewelten war eine Fehlinvestition.

    Und wenn man dann am Gate hört, darf ich den Computer mal anfassen, der ist so schön, dann liefert mir diese Dame die Bestätigung dafür, dass ich meine Arbeitswelt mit Apple nicht nur vereinfache, sondern auch in besonderer Weise ästhetisiere. Was will man mehr.

    Als Werber sehe ich das Marketingtreiben als Verführer und Verführter und kann nichts finden, worüber man sich aufregen könnte. Es ist pure Professionalität und Konsequenz. Gerade diese Konsequenz fehlt heute aber 95% aller Unternehmen. Konsequenz im Weglassen, Schweigen, Hinzufügen und lautem Schreien.

    Und wenn in Asien diese Konsequenz mit asiatischen, totalitären Instrumenten ausgelebt wird, ist das kulturspezifisch. Man kann sich fragen, warum wir alle wie die Lemminge nach Asien ziehen und solche Systeme damit stärken? Das ist aber ein ganz anderes Thema.

    Es liegt übrigens auch in der Natur der Sache, dass man auf Wiederstand stößt, wenn man sich einem Thema versucht zu nähern, dass offiziell zur Geheimsache erklärt wurde. Da würde jeder, der so ein Geheimnis hüten möchte, unwirsch reagieren. Das der Redakteur sich wundert, finde ich naiv, um nicht das Wort dämlich zu gebrauchen.

    Was mich an der ganzen Apple Story stört, ist, dass Apple von der Masse vereinnahmt wird. Ich plädiere ja eher für den Weg, jeden Apple teurer zu machen, dadurch nicht diese Stückzahlen produzieren zu müssen. Dann muss man das Thema Apple nicht mit jedem teilen und diskutieren.

  • Naja, so toll ist die Geheimhaltung bei Apple ja auch nicht… Jedenfalls nicht, wenn ich mir die Automobilindustrie ansehen… Da gibt es bereits heute erste Daten und Bilder von Fahrzeugen, die in 5 Jahren auf den Markt kommen… und da sieht die Öffentlichkeit nie etwas davon, obwohl unzählige externe Dienstleister Zugriff auf die Daten haben… Erst kurz vor Release dringend dann die ersten Bilder an die Öffentlichkeit…. meisten aber gewollt… Also Apple ist da wirklich nichts besonderes….

  • Finde da auch nichts Verwerfliches. Wenn der Journalist auf dem Gelände von Foxxconn war, so sollen sie ihn auch rauswerfen dürfen. Allerdings ohne Gewalt.

    Aber wenn ich lese wie das Betriebsklima dort sein soll und dass die Menschen hinterm Zaun „gehalten“ und jedes Mal gefilzt werden, dann stellts mir die Nackenhaare.

  • @Cookie: Der Journalist befand sich auf öffentlichem Gelände und hat von einer öffentlichen Straße aus fotografiert.

  • @Marek, achso das macht die Sache natürlich wesentlich schlimmer! Tja, neben niedrigen Stundenlöhnen, Steuern und Grund und Boden, war die Abgeschiedenheit wohl mit Grund für den Standort China! Denn woanders dürften sie sich das nicht erlauben. Unglaublich!

  • @Marek @Cookie: Asien! Totalitär! Pressefeindlich! Gehorsam bis zur Selbstaufgabe! So ist das in Systemen wie diesen. Da lassen sich Menschen auch einsperren beim Arbeiten. Auch ohne Apple passiert das dort sehr häufig. Selbst Spielzeug wird in Asien so produziert. Das Problem ist kein Apple Problem. Und ein Journalist, der seine Kamera auf etwas hält, was nicht ihm gehört oder für Fotos aufgestellt wurde, ist ein Feind. Bedenkt bitte, dass man sich in diesen Kulturen auf der Straße nicht anschaut. Da ist schon ein Blick in die Augen eine unhöfliche Geste. Wie wirkt dann ein Teleobjektiv eine suchenden, fokussierenden Journalisten?

  • „Aber wenn ich lese wie das Betriebsklima dort sein soll und dass die Menschen hinterm Zaun “gehalten” und jedes Mal gefilzt werden, dann stellts mir die Nackenhaare.“

    Dann hast du aber keine Ahnung wie das (auch in deutschen Firmen) gehandhabt wird. Ich kenne die IT Abteilung eines grooßen Discounters. Dort ist ausdrücklich jeglicher privater Kontakt zwischen den Mitarbeitern untersagt. UPS duldet keinen Betriebsrat, wer aufmuckt fliegt raus. Bei einer deutschen Bank die wir supporten dürfen die Mitarbeiter in den „niederen Beraterschienen“ jede volle Stunde zum Raport beim Chef antreten und darlegen wie viele Verträge sie abgeschlossen haben.

    Man muss nicht lange suchen um aufgestellte Nackenhaare zu bekommen. Das liegt nicht nur an Apple und nicht nur am Standort Asien.

    In meiner Firma kommt niemand mit Beutel einfach so am Eingang vorbei, auch mit Mitarbeiterausweis. Ich grüße den selben Menschen an der Pforte nun seit knapp 2 Jahren und er verlangt immer noch meinen Ausweis. So ist das, wenns von oben vorgegeben ist.

    Die Frage ist natürlich, ist es moralisch ok, sich kulturell bedingte Zwänge/Löhne zu eigen zu machen. Aber das ist glaube ich eine eher philosophische Frage.

  • Man sollte vielleicht erwähnen, dass Foxconn u. a. auch sämtliche Dell-Laptops und 75 % der Intel-Mainboards produziert (laut Wikipedia). Deshalb frage ich mich, warum ausgerechnet Apple so explizit erwähnt wird …

  • Erklär mir mal einer was dieser Artikel mit Apple zu tun hat, ausser das sich Apple in der Überschrift gut macht und für viele Klicks gut ist.
    Foxconn ist einer der grossen Auftragsfertiger mit über 350.000 Mitarbeitern. Foxconn liefert auch für Apple, aber auch für Dell, ist Hauslieferant von Intel und Produzent von Sonys Playstation. Neben Boards und Computer werden auch Mobiltelefone für diverse Firmen produziert.
    Ich denke eher das Foxconn die Presse wegen der Arbeitsbedingungen in den Werken nicht so gern sieht.

  • Das sind diese typisch deutschen Auswüchse. Hat jemand Erfolg, muss man den madig machen. Es gibt Kulturen, da werden Erfolge gefeiert und gegönnt. Eigentlich ist jedes Posting als Antwort auf solche Artikel verschwendete Zeit. Klickhuren!

  • Wow, wie schnell hier einige wieder mit Beleidigungen um sich werfen. Habe auch bei Wikipedia gelesen, dass Foxconn auch für andere Unternehmen tätig ist. Der Reuters-Journalist hat aber einen Tipp erhalten, dass in einem ganz bestimmten Gebäude Apple-Produkte hergestellt werden, also ist er dahin. Fertig.

  • „Klickhure“ nenne unter anderem solche Artikel! Mit einem Augenzwinkern! Ich möchte damit niemanden beleidigen! Wenn das als persönliche Beleidigung verstanden wurde, möchte ich mich in aller Form entschuldigen!

  • @Island ja ok da hast du leider recht, dass man nicht weit suchen muss. Aber ich denke nicht dass in Deutschland Reporter verprügelt werden, dass die Polizei einer Firma „Narrenfreiheit“ lässt oder desgleichen (zumindest nicht in diesem Maß).

    Mal ganz ehrlich, Apple ist doch immer ein heisses Eisen. Ganz einfach weil die Fronten verhärtet sind. Andere Marken haben schnell das Image weg. Aber Apfel-Jünger sehen gerne über Dinge hinweg. Klar anders herum wird immer auf dem herumgehackt der gerade erfolgreich ist. Sei es nun Promi oder Firma. Darin wird sich nie was ändern.

  • Sach Mal Marek,

    Du kannst Doch hier nicht einfach das neue Drehbuch zu MIssion Impossible 5 veröffentlichen!??

    ^^

    @Mal ernst: Echt heftig .. muss ichs noch erläutern? Die skiziierten Punkte sind mal echt ala 007 ..

  • Mal ehrlich ihr habt sie doch nicht mehr alle!
    1. so eine Arbeitsumgebung zu schaffen ist einfach Menschenunwürdig und ich möchte euch mal sehen wenn ihr so arbeiten müsst.
    2. Es ist ja nicht so das die Chinesen jetzt besonders hoch für ihre durch diese Maßnahmen sehr unangenehme tätigkeit entlohnt werden würden.
    3. Fest steht würden wir in dem Politischen Bewusstsein der 70er Jahre leben oder dem der Spätachtziger würden sich sicher enorm viele Firmen über tägliche Anschläge auf ihre Firmen einstellen müssen. Nur offensichtlich zählt ja für die meisten( wie offensichtlich auch für mich sonst sässe ich ja schon im Gefängniss) Nur das mann viele glitzernde teure Dinge hat. Nicht wies anderen Leuten geht die den Mist herstellen.

  • Heute sehen Anschläge anders aus: Einfach nicht kaufen. Oder die Marken kaufen, die anders produzieren. Jeder hat es jeden Tag in der Hand. Und nicht immer billiger kaufen wollen. Denn das treibt die Hersteller zunehmend in immer billigere Produktionsländer, in denen automatisch auch andere soziale Bedingungen herrschen (müssen).

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