Mit dem 'Porn Detection Stick' gegen unsittliche Formen, Kurven und Fleischtöne auf dem PC

Marek Hoffmann

All ihr frühreifen Söhne und lüsternen Kollegen da draußen: zieht euch warm an! Eure Väter und Chefs könnten euch nämlich schon bald mit dem „Porn Detection Stick“ auf die Pelle beziehungsweise an eure Computer rücken. Mit diesem USB-Stick soll es laut Hersteller möglich sein, eine 500 Gigabyte große Festplatte mit über 70.000 Bildern innerhalb von 90 Minuten nach Porno-Material zu durchsuchen. Und zwar auch nach solchem, das bereits gelöscht wurde. Die Fehlerrate soll dabei unterhalb von einem Prozent liegen.

Hierzu sind nur zwei schnell erledigte Schritte nötig: Zunächst wird der Stick in einen mit Windows XP, Vista oder 7 ausgestatteten PC (arbeiten an ihnen die schlimmsten Übeltäter?) eingesteckt und anschließend die entsprechende „PornDetectionStick.exe“-Datei auf dem Stick ausgeführt. Los geht die XXX-Suche oder – wie der Hersteller es nennt – die „Drecksarbeit“. Mittels einer Reihe speziell ausgetüftelter Algorithmen werden alle auf dem Computer vorhandenen Bilder auf Fleischtöne, Formen und Rundungen, Gesichter und andere „verräterische“ Merkmale hin untersucht und jene mit vermeintlich schmutzigem Inhalt rausgefiltert. Bei wem sich hingegen ausschließlich Sex-Filmchen auf der Platte befinden, der ist im Glück – die findet der Porn-Stick nämlich nicht.

Auch wenn ich das Thema hier nicht ganz so bitterernst nehme, könnte ich mir vorstellen, dass es Unternehmen gibt, die es tun. Erinnert sei beispielsweise an den australischen Banker, der sich seine Arbeitszeit mit dem Betrachten des Bildes eines leicht bekleideten Mädchens versüßte. Dumm war nur, dass sein Chef gerade ein Fernsehinterview gab und die Zuschauer Zeuge seines kleinen Zeitvertreibs wurden.

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Wer sich daher wirklich für den Porno Detection Stick interessiert (der Hersteller zählt neben Eltern und Arbeitgebern auch noch Schulen und – nicht ganz unzeitgemäß – Kirchen auf), darf umgerechnet 72 Euro (98,95 Dollar) dafür über den Ladentisch wandern lassen. Weitere Information zu den verwendeten Algorithmen oder FAQ findet er dann zudem entweder bei Proofpronto auf der Seite des Herstellers.

Ich könnte mir vorstellen, dass der Stick von manch einem Käufer auch zu einem etwas zweckentfremdeten Einsatz kommt: nämlich um entsprechende Bilder wiederzufinden…  

(Marek Hoffmann)

Via: Techeblog

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Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.