Musikindustrie 2009: Die meisten Online-Nutzer kauften CDs im Netz – nicht MP3s

André Vatter

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SINGLEDas muss man sich mal vorstellen: Da haben wir das Internet, fette Breitbandanbindungen, erstklassige Browser und Abspielprogramme – und die Leute bestellen sich ihre Musik im Internet noch immer hauptsächlich in Form einer CD. Diese überraschende Nachricht wurde uns gerade vom Bundesverband Musikindustrie überbracht, der in diesen Tagen den Kassensturz vorbereitet und schon mal ein paar aktuelle Zahlen in die Medien streut.

Die (offenbar) gute Nachricht: Der Online-Sektor boomt. 2009 betrug der Umsatzanteil der über das Internet vertickten Musik rund 31 Prozent und war damit vier Prozent höher als im Vorjahr. Der oben angesprochene Versandhandel machte hier tatsächlich immer noch den Löwenanteil aus und liegt nach aktuellen Berechnungen bei 21 Prozent (Tendenz steigend). Auf direkte Song-Downloads entfallen nur acht Prozent des Gesamtumsatzes, das Geschäft mit Mobile-Musik steckt bei zwei Prozent fest. Das vorläufige Fazit des Verbandes: „Das Internet wird beim Verkauf von Musik immer wichtiger. Mit über 40 Online-Musikservices hat der Konsument in Deutschland mehr Auswahl als in anderen Ländern“, ließ Geschäftsführer Stefan Michalk wissen.

Erwartungsgemäß kam es zu kleinen Einbrüchen im stationären Handel: Saturn, Media-Markt und Co. sorgten 2008 noch für 30 Prozent des Umsatzes, vergangenes Jahr war es ein Prozent weniger. Platz zwei nehmen die Drogeriemärkte ein, die rund acht Prozent beisteuern, gefolgt vom Lebensmitteleinzelhandel (nur noch sieben Prozent). Hier nun die übrigen Vertriebskanäle: Kaufhäuser brachten fünf (statt sechs) Prozent, klassische Plattenläden nur noch drei statt vier Prozent – der Verband weist aber darauf hin, dass es hier kleine Ungenauigkeiten geben kann, da der kleine Plattenfritze an der Ecke die Buchhaltung noch nicht elektronisch erschlossen haben könnte.

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Konkrete Zahlen sollen dann am 24. März (Mittwoch) vorgestellt werden und zwar auf der Jahrespressekonferenz in Berlin. Bis dahin könnt ihr mir vielleicht die Frage beantworten: Warum bestellt sich jemand CDs im Internet? War das noch die Furcht vor DRM? Apropos: Der Chef des Verbandes, Dieter Gorny, hat der „Welt“ am Wochenende ein kleines Interview gegeben, in dem er mitteilt, wie er gedenkt, den Absatz im Internet weiter zu pushen. Unter anderem hält er in diesem Zusammenhang das französische Three-Strikes-Modell für nachahmungswürdig…

(André Vatter)

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André Vatter ist Journalist, Blogger und Social Median aus Hamburg. Er hat von 2009 bis 2010 über 1.000 Artikel für BASIC thinking geschrieben.