'Wi-Fi Sync', die Zweite: Neues Video zeigt Synchronisierung von Aerosmith-Tracks

Marek Hoffmann

Ich muss ehrlich gestehen: Mich würde es sehr freuen, wenn es das von Greg Hughes entwickelte Progrämmchen am Zerberus vorbei in den App Store schaffen würde. Am Sonntag hatte der iPhone-Crack ein Video auf YouTube vorgestellt, in dem ihm mittels seiner „Wi-Fi Sync“ genannten App gelang, sein Smartphone drahtlos mit iTunes zu synchronisieren. Am gestrigen  Dienstag hat er nachgelegt und ein zweites, längeres Video ins Netz gestellt (siehe unten), das zeigt, wie er mittels der App einige Aerosmith-Songs auf sein iPhone synct. Wer zu Hause eine AirPort Express-Station nutzt oder die App AirPhones auf seinem iPhone hat, der weiß, dass die kabellose Verwendung von iTunes über eine Anlage oder eben das Phone längst möglich und sehr bequem ist. Warum bisher das Synchronisieren nicht möglich ist, bleibt wohl nicht nur für mich ein Rätsel. Und ein Ärgernis.

Vorbei wäre dann nämlich die Zeit, in der ich mich über das viel zu kurz geratene USB-Kabel aufregen müsste, das Apple zum Akkuladen und Syncen mitschickt. Und außerdem: Wenn schon Speicherkarten ihre Daten drahtlos an den PC schicken können, sollte dann das Vorzeigeprodukt eines Herstellers, der sich für innovativ hält, diese „Feature“ nicht auch schon längst anbieten? Aber dass solche Argumente bei Steve Jobs auf taube Ohren stoßen, mussten wir ja schon häufiger erleben. Wenn Hughes daher, wie angekündigt, noch diese Woche seine App zur Freigabe beim App Store einreichen wird, stehen die Chancen auf grünes Licht meines Erachtens eher schlecht. Nicht ganz so schlecht zwar, wie die von Adobe Flash oder David Wongs iDroid – aber trotzdem schlecht.

Hauptgrund dürften dafür vor allem die von Apple immer wieder gerne beschworenen „Sicherheitsbedenken“ sein. Hughes wird bei der Entwicklung seiner App nämlich sicherlich nicht das offizielle, von Apple den Entwicklern zur Verfügung gestellte SDK verwendet haben. Und das ist so, als würde er zu einem Gala-Abend nicht im vorgeschriebenen Smoking, sondern in Clownskostüm erscheinen. Egal, ein wie gern gesehener Gast er auch sein möge, in diesem Fall würden ihn die Türsteher postwendend nach Hause schicken.

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Und um im Bild zu bleiben: Selbst wenn es eine Karnevalsfeier wäre, würden sie ihn fortschicken, wenn Steve Jobs bereits als Clown verkleidet wäre. Getreu dem Motto: Ich dulde keine Götter neben mir. Soll heißen: Möglicherweise bastelt Apple ja irgendwann selbst so ein Feature. An den Features der vergangenen und der neu angekündigten OS-Version 4.0 lässt sich für den Kenner ja leicht ablesen, wie viele Ideen von der Jailbreak-Community übernommen wurden…

(Marek Hoffmann)

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Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.