Pretec macht's möglich: Intelligentes Kabel verwandelt Mobiltelefon in USB-Modem

Marek Hoffmann

Erst vor knapp einer Woche machte das taiwanesische Unternehmen Pretec auf sich aufmerksam, als es den weltweit ersten USB 3.0-Kartenleser vorstellte. Der P240 soll SDXC, CF und weitere Formate unterstützen und es Usern ermöglichen, die sich auf den Speicherkarten ihrer Gadgets befindenden Daten schneller auf ihren PC zu transferieren, als dies mit den bisherigen USB 2.0-Anschlüssen der Fall ist. Und nun präsentiert der Pionier im Bereich Flash Medien eine weitere Neuheit: Das H220 Intellicable.

Der Name soll Programm sein, denn laut Hersteller handelt es sich bei dem Produkt tatsächlich um ein intelligentes Kabel. Es kann einem Handy nämlich vorgaukeln, ein USB-Modem zu sein. Und das funkti0niert so: Das Kabel hat ein eingebautes, 1 Gigabyte großes Flash Drive, auf dem sich eine von Pretec entwickelte Software befindet. Sobald ein mobiles Telefon auf der einen Seite (Mini- oder Micro-USB-Anschluss) und ein Laptop (Typ-A-USB) auf der anderen angeschlossen werden, legt die Software los. Ohne irgendetwas auf dem Computer installieren zu müssen oder das Eingreifen des Users zu erfordern, sorgt sie innerhalb von 10 Sekunden für den Datenaustausch zwischen dem Blechtrottel und dem Handy-Modem.

Den Angaben des Unternehmens zufolge funktioniert das Kabel problemlos mit den meisten Modellen der Hersteller RIM Blackberry, Motorola, Nokia and Sony Ericsson, die die Standards 2G, 3G und 3.5G unterstützen. Weitere Details zu kompatiblen Geräten, dem Produkt und seiner Funktionsweise könnt ihr bei Interesse dem Datenblatt (PDF) des Herstellers entnehmen.

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Wer die von Pretec anvisierte Zielkundschaft für das intelligente Kabel ist, dürfte wohl auf der Hand liegen. Jene User nämlich, die unterwegs nur selten kabellos ins Internet müssen, sich dafür aber nicht einen Vertrag und gegebenenfalls die entsprechende Hardware zulegen wollen. Und natürlich auch die, die zwar über eine Datenflatrate für ihr Mobiltelefon verfügen, diese aber aus welchen Gründen auch immer nicht für das sogenannte Tethering nutzen dürfen.

Weniger klar als die Käuferschicht ist hingegen, wann wir das Kabel kaufen können und zu welchem Preis. Dazu schweigt sich der Hersteller nämlich noch aus. Ich bin schon sehr gespannt darauf zu sehen, wie die Telcos bei der Markteinführung des Kabels reagieren werden. Ob es dann auch wegen Verstößen gegen die Vertragsbedingungen außerordentliche Kündigungen (wie seinerzeit von Seiten E-Plus) und Drohungen (wie aktuell angeblich von der Telekom) gegen die User geben wird?

Via: Ohgizmo

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(Marek Hoffmann)

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Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.