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Basic Flashback: Der neue Volkssport App-Entwicklung

Erstaunlich viele Dinge sind noch nicht erfunden, obwohl sie technisch längst möglich wären. Eine App zum Beispiel, die daran erinnert, wo man eigentlich sein Auto geparkt hat. (Update: Gibt es bereits, siehe Kommentare.) Oder eine App, die der Kellnerin beim Einchecken in ein Café mitteilt, wo man sitzt und dass man gerne bedient werden möchte. Mit Smartphones, Mobile Web und GPS ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, um den Alltag schöner zu machen. Trotzdem werden viele dieser Möglichkeiten (noch) nicht umgesetzt.

Man könnte zum Beispiel seinen Einkaufszettel online an den Supermarkt schicken, sich die Sachen zusammensuchen lassen und dann nur noch zum Bezahlen vorbei fahren. Oder sich die Einkaufstüte gleich bringen lassen. Etwas in der Art bietet Amazon seit kurzem an. Aber noch gibt es nicht alles, was man will, aus einem einzigen Lager. Mehrere Hersteller liefern mit unterschiedlich hohen Bestellkosten und unterschiedlicher Lieferzeit.

Es gibt zwar Navis mit DVD- und DivX-Player, aber noch immer keins, das mir die Anzahl freier Parkplätze im nächsten Parkhaus anzeigt. Hier fehlt eine Schnittstelle ins Parkhaus-System. Google Maps hat noch immer keinen funktionierenden Routenplaner für öffentliche Verkehrsmittel. Autoradios, Navis und Mobilfunk sind noch immer erstaunlich strikt voneinander getrennt. Dabei ist es technisch gesehen doch ein Kinderspiel, auf der Autobahnraststätte schnell das Album über iTunes herunterzuladen, das am besten zur Fahrt passt. Radio-Livestreams oder Last.fm scheitern im Auto derzeit wohl noch an mickrigen Datenpaketen und einer fehlenden flächendeckenden Versorgung mit HSDPA.

Warum sollen nur Entwickler Apps bauen dürfen?

Zum einen dürften alte Strukturen die Entwicklung vielfach behindern. Zum anderen spielen aber sicher auch wirtschaftliche Faktoren eine Rolle: Nicht mit jeder Erfindung können Entwickler oder Konzerne Geld verdienen, so sinnvoll sie auch sein mag. Und natürlich kommen gute Einfälle nicht nur von Entwicklern. Wer keiner ist, eine gute Idee hat und diese nicht selbst umzusetzen weiß, der kann…

  • entweder selbst Entwickler werden, sich das nötige Rüstzeug aneignen und drauflos programmieren. Das dürfte aber kaum jemand tun, wenn er nicht große Leidenschaft dafür hegt. Von null oder wenig auf Profi-Entwickler dauert seine Zeit. So lange bleibt keine gute Idee unentdeckt und unentwickelt.
  • an eine Softwareschmiede herantreten, die seine App entwickelt. Wer das plant, muss aber erst einmal ein passendes Unternehmen finden, seine Idee vorstellen dürfen und dann auch viel Vertrauen haben, dass die Firma die Idee nicht als ihre eigene verkauft.
  • ein eigenes Unternehmen gründen, sich das nötige Kapital beschaffen und Entwickler anstellen, die das Projekt umsetzen. Ist eine gute Möglichkeit für revolutionäre Ideen, die auch wirtschaftlich tragfähig sind. Wenn nicht, oder man kein guter Geschäftsmann/keine gute Geschäftsfrau ist, kann so ein Projekt schnell scheitern – oder gar nicht erst die nötigen Finanziers finden.

In vielen Fällen also dürften gute Ideen nicht umgesetzt werden, weil den Erfindern das nötige Know-how fehlt.

Ist es die drohende Schwemme von Katzen-Apps wert?

Vor diesem Hintergrund erschien in dieser Woche eine – meines Erachtens – Top-Meldung. Google hat den Android App Inventor vorgestellt, eine Art Baukasten, mit der praktisch jeder, der einen PC bedienen, auch seine eigene App für das mobile Betriebssystem Android zusammenbasteln kann.

Die Sache hat einen etwas fahlen Beigeschmack, wie Martin Weigert von Netzwertig beschreibt: Wenn bald jeder seine eigene App zusammenklicken kann, dann wird vor allem Quantität kommen. Google selbst freut sich in dieser Woche über bereits 70.000 verfügbare Apps im Android Market. Den App Inventor preist man in einem Beispiel-Video mit einer Android-Handy-Besitzerin an, die ihre Katze in einer App miauen lässt, womit der Rest der Welt natürlich viel anfangen kann. Hintergründig scheint es also durchaus darum zu gehen, Apple zahlenmäßig den Rang abzulaufen.

Doch es ist der Nebeneffekt, den ich für eine der wichtigsten Erfindungen der vergangenen Jahre halte: Man gibt jedem einfache Werkzeuge in die Hand, um Apps zu bauen. Der elitäre Kreis von App-Entwicklern wird aufgerissen. Es ist vergleichbar mit der Entwicklung immer besserer Digitalkameras, dank denen mittlerweile jeder Idiot Spezialeffekte einsetzen kann.

Nun ist sie also praktisch da, die Chance für Menschen, die eine clevere Idee haben und sie einfach nur umsetzen wollen, ohne vorher ein paar Programmiersprachen zu erlernen. Die Barriere ist abgebaut. Der Android App Inventor ist natürlich noch ein frühes Stadium, keinesfalls die Antwort auf alle Fragen, aber ein wichtiger Schritt hin dazu, den kleinen Leuten mehr Möglichkeiten in die Hand zu drücken, eigene Ideen zu verwirklichen.

Eine schöne Entwicklung, wie ich finde. Würdet ihr von so einem Baukastensystem Gebrauch machen? Auf welche Apps wartet ihr bislang vergebens? Sagt es uns in den Kommentaren.

(Jürgen Vielmeier)


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Über den Autor

Jürgen Vielmeier

Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.

32 Kommentare

  • Eine App, mit der man seinen Parkplatz wiederfindet, gibt es schon 😉

    Ich schätze, dass solche App-Baukästen in absehbarer Zeit nicht über das Niveau von Homepage-Baukästen hinauskommen werden. Ein unbedarfter Anwender wird also damit einfache Dinge zusammenschustern können, größere und innovativere Apps werden damit aber wohl nicht realisierbar sein. Und das ist meiner Meinung nach auch gut so, es gibt schon viel zu viel gute Ideen, die an schlechter Software gescheitert sind. Gute Ideen sollten von Leuten umgesetzt werden, die es können – nur dann kommt auch wirklich gute Software dabei raus.

  • Die „wo habe ich geparkt“-App gibt es schon fürs iPhone 😉

    Ich bekomme Angst, wenn ich den App Inventor sehe. Als Programm zum Lernen der Programmlogik ist es ein schöne Idee, aber bitte doch nicht zum ernsthaften Entwickeln von Apps! Ich meine, über die Komplexität einer „Button mache Geräusche“-App wird der Nichtprogrammierer eh meist nicht kommen und wenn die Nichtentwickler schon keine Ahnung vom UI-Design haben, habe ich keine Lust tausende von solchen unnützlichen Apps im AppStore zu sehen.
    Zum Glück habe ich mein iPhone und zum Glück muss man hier Objective-C können. 🙂 Und ja, ich habe es mir vor einem Jahr selber beigebracht, weil ich mir umbedingt eine iPhone-app entwickeln wollte. Vorher habe ich noch nie programmiert – das Wissen habe ich mir alleine aus Büchern und dem Internet erarbeitet. Und jetzt bin ich glücklich 🙂

  • Tja, wie schon von dir angedeutet, es ist ein zweischneidiges Schwert.

    Apropos Iphone-Apps entwickeln. Eigentlich wollte ich es mir ja antun, programmieren kann ich, in verschiedensten Sprachen sogar doch leider scheitere ich an Apple selbst. Die Voraussetzung „Musst einen Mac haben“ finde ich einfach beschissen. :-/

  • Ich könnte mir vorstellen, daß unprofessionell programmierte, aber von der Idee her gute Apps von anderen später professionell umgesetzt werden. Also eine gute Sache.

  • Hmm… Die Idee mit der „Ich ruf mir nen Kellner-App“ ist ja gar nicht mal so schlecht… Mal sehen, ob man so was in der Art nicht umsetzen kann :-3

    Der Baukasten erinnert irgendwie an das Entwicklungssystem für die Lego Mindstorms-Roboter. Also für das Lernen der Grundlagen der Softwareentwicklung finde ich so ein System gar nicht mal schlecht. Allerdings denke ich auch, dass kompliziertere Applikationen dann doch eher „richtiger“ Programmierung bedürfen. Allerdings könnte man sich auch eine Mischung aus beidem vorstellen. Ich mein: Gäbe es keine IDEs mit grafischen UI-Editoren würden wir heute noch Benutzeroberflächen im Code zusammenbauen – und jeder, der das mal gemacht hat, weiß wie viel Zeit man spart, wenn man zumindest das Grundgerüst zusammenklickt… So eine Zeitersparnist könnte man sich mit solchen Tools sicher auch vorstellen: Einfache Arbeitsabläufe könnten von „Rookie“-Programmierern zusammengeklickt, kompliziertere Elemente auf die „altmodische“ Art gecodet und beides dann am Ende zur fertigen Applikation zusammengesetzt werden.

  • Was mir dabei spontan einfällt: Eine Ideenbörse für Apps. Schön Web2.0, einfach, lässig. Es gibt nämlich auch noch diejenigen, die zwar Ahnung von der Technik haben, aber einfach keine Ideen (mehr) haben. *hüstel*

    Aus so einer Kombination könnten noch viele gute Lösungen kommen.

  • Ach ja, fürs iphone gibts mit „Find My Car“ eine Erinnerungsmöglichkeit wo man sein Auto abgestellt hat, da ich kein Auto habe, weiß ich nicht ob sie auch gut ihren Dienst verrichtet, kann aber somit aus der oberen Aufführung rausgenommen werden.

  • Danke für eure Hinweise, Leute! Hab oben ergänzt, dass es doch schon Apps gibt, mit denen man sein Auto wiederfinden kann. Und ich kenne jemanden, der sich da sehr drüber freuen wird..

  • Nur mal so als Beispiel: Eine App, die einen Ton auf Buttondruck abspielt, kann ich auch mit 1-2 Zeilen Code in Objective-C ohne viel zu verstehen programmieren. Das Interface wird schon heute meistens mit einem Interface Builder zusammengebaut.

    Wie DerWhity bereits erwähnt hat, erinnert das sehr stark an das Entwicklungssystem der Mindstorm-Roboter. Bei denen kann ich auch ganz leicht „programmieren“, dass der Roboter nach vorne fahren sollen, wenn … passiert. – Doch sobald ich wirklich mehr machen möchte (z.b. ein Rubik’s Cube Würfel lösen), muss ich schon auf Java oder andere Programmiersprachen, die mit dem Roboter kompatibel sind, zurückgreifen.

    Ich kann mir vorstellen, dass der App Inventor für Leute gut ist, die Spaß am Basteln, aber keine Lust am Lernen haben. Ich glaube aber definitiv nicht daran, dass damit Apps entwickelt werden, die erfolgreich im AppStore verkauft werden.

    Es gibt bereits Unternehmen, die darauf spezialisiert sind Ideen von Leuten umzusetzen. Meist funktioniert das dann so, dass sie schauen, ob die Idee profitabel ist und dann wird der Gewinn geteilt.

  • Die Idee von Jan ist gar nicht mal so schlecht… Kann doch nicht sein, dass es so eine Ideenbörse nicht gibt… Also mal abseits der typischen Entwicklerforen

  • Ich finde es großartig, dass so früh ein Zaun eingerissen wurde. Apple wird da nachziehen müssen. Klar wird es in Kürze von Katzenapps nur so wimmeln. Und? Man erinnere sich doch nur mal an die durschnittliche Eigenbauhomepage in den 90ern. Gruselig und mit neun Klicks pro Monat auch gut genug besucht. Musste man damals nicht besuchen, mus man sich heute nicht runterladen.

    Trotzdem hat es wesentlich dazu beigetragen, dass heute jeder Techniktrottel eine Seite (oder Blog) betreiben kann. Und das sehr oft mit Inhalten, die einen Technikcrack vor Neid erblassen lasen sollten (was nicht passiert, der Technikcrack schaut nämlich nicht auf Inhalte, sondern auf die Umsetzung).

    Wenn das der Weg ist, den die Apps jetzt gehen, finde ich es großartig und bin mal wieder froh, mit Android unterwegs zu sein. Apple muss echt zusehen.

  • Dazu sag ich jetzt mal so viel: Der AppStore wird ab und zu schon mal von Apps gleicher Funktion überschwemmt, wenn es ein Beispiel Gegenstand in einem Tutorial war (die Leute submitten tatsächlich ein Programm aus einem Tutorial, wohlmöglich sogar nicht kostenfrei) oder trivial wie FlashLight & Co. (aka Taschenlampe = Display auf weiß/hell stellen) sind.

    Sogar ohne Baukasten gibt es dieses Problem manchmal, und nicht erst seit heute. Ein Baukasten wird das Problem nicht verhindern, eher verstärken und bestenfalls um die Möglichkeiten des Baukastens qualitativ verschieben.

    Will heißen: Ich prognostiziere einen Rutsch guter Software aber auch einen weitaus größeren „Schrott“.

    OT-Beispiel: Yahoos Pipe ist eigentlich eine nette Sache, aber da braucht man auch schon etwas Ahnung, bis man da durchgestiegen ist. Und das obwohl es einige Dinge sehr vereinfach darstellt.

    @DerWhity: Ja. Es gibt sowas nicht, oder? Mir ist zu Mindestens nichts dergleichen bekannt.

  • Prinzipiell finde ich es gut, wenn Einstiegshürden möglichst niedrig gehalten werden. Daher halte ich den App-Inventor prinzipiell für gut, da er einen guten Einstieg bietet. Und wer weiß: Vielleicht lassen sich damit durchaus Dinge bauen, die über das Katzending hinaus gehen. Vorstellbare wäre z.B., dass Homepage betreiber eine App für Ihre Seite bauen, die die neuesten News ihrer Seite anzeigen (wobei das dann im Grunde nichts anderes wäre als ein Feedreader, halt nur spezialisiert auf die eigene Seite.
    Sind die mit dem App-Inventor gebauten Apps überhaupt für den Market „geeignet“ oder kann man die vielleicht nur selbst benutzen? Habe dazu bislang nichts gelesen.

  • Da es von Google kommt, dürfte die Kompatibilität mit dem Market wohl sicher sein.

    Es ist allerdings durchaus „diskussionswürdig“ für alle Plattformen (egal ob Market oder AppStore), ob jetzt eine reine Homepage-X-Feedreader-App überhaupt sein muss. Warum nicht über einen normalen Reader bzw. direkt im Browserfenster.

    Etwas anderes ist es, wenn man einen richtigen Mehrwert hat, das geht aber dann über den normalen Funktionsanteil eines Readers hinaus.. und wahrscheinlich auch aus dem des „Inventors“.

  • Ich kann ja nachvollziehen, dass manche Angst vor einer Schwemme an unnützen Apps haben, aber ich sehe einen viel größeren Nutzen.

    Es gibt sicher genug Smartphonenutzer die gerne eine App für etwas hätten die für wohl kaum einen anderen einen Nutzen hätte und deshalb auch nich von einem Profi entwickelt wird.

    Zudem glaube ich, dass Entwickler ganz andere Ansprüche/Bedürfnisse haben als der Otto und so an einige wirklich sinnvolle Apps gar nicht denken.

    Der App-Inventor hat ja gerade erst gestartet. Ich sehe da eine Menge Potential.

    Matlab-Simulink ist ja auch ein Baukastensystem mit dem man eine Menge anstellen kann. Entweder man nutzt fertige Blöcke, Blöcke die andere Entwickler geschrieben haben oder man schreibt seinen eigenen Block.

    Aber ein Ideenpool wäre sicher auch nicht verkehrt.

  • Später haben wir für jeden Mist ein App und können selber nichts mehr.
    Selbst um die kleinsten mathematischen Aufgaben zu lösen, werden die Generationen nach uns zum Taschenrechner greifen weil sie nicht mehr 7*8 ausrechnen können. -.-

  • Eines muss man aber klarstellen: ganz ohne die Logik der Software Entwicklung zu verstehen kann man auch mit dem app inventor nichts anfangen.

    Ob ich jetzt ein IF THEN ELSE Statement austippe, oder per drag and drop visuell am screen generiere macht keinen grossen Unterschied, wenn ich keine Ahnung davon habe wie ein Programm „denkt“.

    Auch wenn die Medien was anderes behaupten, googles neues Werkzeug ist nicht von jedem IT fernen Menschen ohne probleme nutzbar, wenn am ende etwas nützliches rauskommen soll.

  • Was für eine App fehlt mir? Zuallererst müsste sie (noch, plane, nein, spare grad uff n Desire, jetzt noch PixiPlus) auf WebOS laufen, zum zweiten sollte sie mir, GPS- und „Most played on my Kopfhörer“-auswertend entsprechende anstehende Konzerte, Veranstaltungen (Clubs, Party usw) in einer definierbaren Entfernung anzeigen können. Inklusive VVK, Abendkasse, Zeiten, Vorbands usw.. Nohwatteimien?

  • Ich bräuchte eine App, „wann sind die Hündinnen in der Umgebung läufig“?Damit ich mit meinem Rüden hier verschwinden kann und er nicht so leidet. die benötigten RFID Chips sind hier in Hunden ja schon Gang und Gebe.

    Naja ich kann ein wenig programmieren und hey es ist Java auf dem Android. Mit so einem leicht erweiterten Baukasten würde sich einiges erleichtern lassen. Grobe Strukturen mit dem Baukasten basteln und dann weiter spezialisieren. Leider geht die Entwicklung nunmal in die Richtung. Keiner mehr muss was können!

    Im Endeffekt werden Programmierer in Zukunft nur noch als „Werkzeugmacher“ für die Unbedarften gebraucht. Die Entwicklung dürfte klar sein. Firmen brauchen immer weniger Spezialisten und Programmierer sägen an dem Ast auf dem Sie sitzen indem sie Tools entwickeln die sie ersetzen, eigentlich lächerlich wie dumm Manche sind. Gut bezahlte Posten wird es dann nur noch für einige wenige Superspezialisten geben und die Firma muss nur noch „Kreative“ bezahlen oder lässt sich die Ideen vom Home-User, der seine eigene App bauen will liefern und patentiert sie als die Eigene.

    Adé professionelle Entwicklung.

  • Deine Bemerkung „Google Maps hat noch immer keinen funktionierenden Routenplaner für öffentliche Verkehrsmittel“ stimmt. Aber dass Google Transit für Deutschland noch nicht umgesetzt wurde – in der Schweiz und Österreich wurde das 2008 bereits flächendeckend umgesetzt- liegt auch an den Verkehrsunternehmen bzw. -verbünden, die gewisse Prämissen haben, was mit ihren Daten gemacht wird. Aber Google lenkt hier nicht wirklich ein und deshalb wird es Transit in nächster Zeit auch nicht geben. Die Technik ist allerdings schon lange vorhanden.

  • @ LeMag @Henrik: Es wird schon noch Spezialisten geben müssen. Und dass keiner mehr etwas können muss, stimmt ja so auch nicht. Die Welt an sich wird immer komplexer. Wenn Dinge vereinfacht und Barrieren abgebaut werden, bringt das die Menschheit voran. Die Einführung von Landmaschinen wird seinerzeit auch viele Menschen verärgert haben, die dadurch ihren Arbeitsplatz in der Landwirtschaft verloren haben. Letztendlich hat es aber dafür gesorgt, dass sich der Großteil der Bevölkerung mit dem Fortschritt befassen konnte.

    Der Vorschlag einer Ideenbörse für Apps, die noch umgesetzt werden müssen, gefällt mir gut! Wer mag das umsetzen? Ich bin mir sicher, meine BT-Kollegen würden das Projekt pushen.

  • Um im Android Market Apps anbieten zu können, ist eine einmalige Anmeldegebühr zu entrichten. Aktuell müssten das 25 USD sein.

  • Als Vorlage ließe sich zum Beispiel http://www.builditwith.me nehmen. Die gehen zweigleisig, kommen wohl eher aus der Ecke „Entwickler sucht Designer“.

    Meine Idee wäre eher etwas nach dem Muster von http://getsatisfaction.com mit ähnlichen einfachen Mitmach-Charakter. Umständliche Registrierungen, unübersichtliche Navigationen oder Big Features braucht das ja nicht.

  • Ratens ist der App. Inventor ein Spielzeug
    und 2tens wird’s in 4 Jahren keine apps (ausgenommen Spiele)
    mehr geben
    siehe desktoppc

    die einzige App. Die da noch läuft ist der Browser

  • „Man könnte zum Beispiel seinen Einkaufszettel online an den Supermarkt schicken, sich die Sachen zusammensuchen lassen und dann nur noch zum Bezahlen vorbei fahren. Oder sich die Einkaufstüte gleich bringen lassen.“

    Gibts schon in der Schweiz. Der online Shop der Handelskette COOP hat ein App (http://bit.ly/bwArzF) womit man seine Sachen einscannt (den Barcode) und dann landet es in der Bestellliste. Ist man fertig mit allen Artikeln kann man dein Einkauf direkt nach hause liefern lassen (Naja Liefergebühren kommen noch obendrauf) Wenn das noch etwas günster wird, wärs für mich schon interessant.

  • Sofern jeder durch ein paar Klicks seine App einstellen kann, müssen die Algorithmen der Store Suchmaschinen stark verbessert werden.
    Schaut man sich z.B. den amerikanischen iPhone App Store an, finde ich dort unter Eingabe eines Keywords zu 99% unbrauchbare Apps. In Deutschland (mit deutschen Keywords) ist der Appstore noch schön aufgeräumt und die eigene App in die man richtig viel Zeit und Geld investiert hat wird wenigstens gefunden…

  • Florian, damit hast du absolut Recht und hier hat sich leider immernoch kaum etwas getan. Der einzige Trick im Moment ist eben den App Namen und Beschreibung mit Keywords vollzukleben und dann wird die App auch automatisch höher gerankt. Zudem ich die Vorschlagsfunktion mehr als problematisch finde. Wenn man kleine Abweichungen beim ersten Buchstaben hat, kann das Suchergebnis schon wieder unbrauchbar sein.
    Es ist allerdings auch nicht so einfach wie bei Google. Oder wie soll Apple eine Empfehlung (= Link) auf eine App bewerten können? Ich denke, dass hier trotzdem wesentlich mehr getan werden muss und zum Beispiel Rezensionen und Bewertungen stärker gewichtet werden müssen. Die Tendenz geht ja klar in Richtung „Self Made Apps“ und hier müssen einfach höhere Qualitätsstandards her.
    Ist jetzt aber nur meine Meinung. Ich hoffe jedenfalls, dass sich hier was tut und somit mehr Präsenz für die wirklich guten Apps gegeben sein wird.

  • Ich denke die App Branche hat noch die selbe Entwicklung vor sich, wie es in den 90ern in der Web-Branche der Fall war: Plötzlich schossen Web Agenture wie Pilze aus dem Boden.
    Schon bald trennte sich die Spreu vom Weizen…

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