Ranking der Suchmaschinen: Verwirrende Zahlen, Google lässt Federn, Bing springt

Marek Hoffmann

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Auch wenn die Juli-Zahlen zur Heimatmarkt-Reichweite der US-Suchmaschinen im Unternehmensblog des US-Marktforschers Comscore noch nicht zu finden sind: den Analysten liegen sie bereits vor. Und auch wenn es keine Überraschungen im Klassement gibt – Google belegt den ersten Platz, Yahoo und Bing die folgenden -, so weisen die Gewinne und Verluste trotzdem interessante Aspekte auf.

So fällt etwa der Anteil, den sich Google auf dem amerikanischen Markt sichern konnte, von 66,2 Prozent im Vormonat auf 65,8 Prozent im Juli. Der Wert bedeutet isoliert betrachtet sicherlich nicht die Welt, gewinnt aber eine andere Bedeutung, wenn man sich zusätzlich hierzu eine weitere Zahl anschaut – die der insgesamt getätigten Suchanfragen nämlich. Die stieg im Vergleich zum Vormonat um 15,1 Prozent. Von einer Art Sommerferien-bedingten Such-Flaute, von der Google besonders betroffen wäre, kann somit augenscheinlich nicht die Rede sein. Vielmehr setzt sich damit ein Abwärtstrend fort, der bereits seit fünf Monaten anhält.

Im Februar lag der Marktanteil des Branchenprimus noch bei 65,5, im März bei 65,1, im April bei 64,4, im Mai dann bei 63,7, im Juni bei 62,6 und nun nur noch bei – 65,8 Prozent. Auch wenn die Zahl falsch erscheint, ist sie, wenn ich es recht verstanden habe, auf die geänderte Methode zurückzuführen, mit der comScore die Reichweiten-Stärke der Suchmaschinenbetreiber misst. Fortan werden nur noch „explicit searches“ gemessen, also die tatsächlich von einem User selbst getätigten Suchanfragen. Die automatisch durchgeführten werden künftig ebenso unberücksichtigt gelassen, wie sogenannte Hovers, Slideshows und andere Tricks, die vor allem von Microsoft und Yahoo benutzt wurden, um eine größere Reichweite vorzugaukeln. Dabei wurden beispielsweise die User-Clicks beim Browsen von Bildern als einzelne Suchanfragen gewertet.     

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Die aktuellen Zahlen sind nun um diese gefakten bereinigt, wodurch sich für Google ein absolut gesehen höherer Wert ergibt. Der abwärts führende Trend bleibt davon aber unberührt. Und wie haben sich nun die Zweit- und Drittplatzierten geschlagen? Yahoos Marktanteil kletterte von 16,7 auf 17,1 Prozent, der von Bing hat sich nicht von der Stelle gerührt und bleibt auf 11 Prozent. Das überrascht ein wenig, bedenkt man die positive Resonanz, die die Redmonder in den letzten Wochen erhielten.

Nun ist comScore aber nicht der einzige Marktforscher, der Statistiken zur Reichweite der Suchmaschinen zu präsentieren weiß, da gibt es beispielsweise noch Chitika oder die Analysten der Schweizer Großbank UBS. Das Problem dabei: Alle drei erheben auf unterschiedliche Weise ihre Daten und kommen so auch zu unterschiedlichen Ergebnissen. So sehen letztgenannte Experten Google bei 61,6, Yahoo bei 20,1 und Bing bei 12,6 Prozent, was wohl den „unbereinigten“ Zahlen bei comScore entsprechen würde und die Reihenfolge der drei Suchmaschinen-Betreiber nicht ändert. Das Online-Werbenetzwerk Chitika (das auch den Tod von Google Buzz vorhergesagt hat) sieht aber Bing vor Yahoo (siehe oberes Bild).

Unterm Strich sind sich aber wohl alle in den folgenden Erkenntnissen einig: Google beherrscht weiterhin den Markt, wenngleich nicht mehr mit der gleichen Dominanz wie noch vor einigen Jahren und einem klar erkennbaren Abwärtstrend. Yahoo und Bing kämpfen um die Kronprinzenschaft und sammeln auf, was Google links und rechts fallen lässt – wobei sich dabei mal der eine, mal der andere erfolgreicher anstellt. 

(Marek Hoffmann)

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Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.