Google verbessert seine Echtzeitsuche für Twitter und Buzz – noch hakt es aber ein wenig

Nils Baer
von Nils Baer

Spätestens seit der Notwasserung des Passierflugzeugs im Hudson River und den Protesten gegen das Wahlergebnis in Iran ist Twitter als Lieferant aktuellster Nachrichten anerkannt. Eine Folge davon ist ein verändertes Nutzerverhalten: Wer heute wissen will, was weltweit über ein vor wenigen Minuten stattgefundenes Ereignis gedacht wird, nutzt nicht Google, sondern die Recherchefunktion des Microblogging-Dienstes. Ein Umstand, den die Entwickler aus Mountain View natürlich nicht auf sich sitzen lassen konnten.

Dementsprechend startete das Unternehmen schon im Dezember des vergangenen Jahres seine Echtzeitsuche, die vor allem auch die Ergebnisse des 140-Zeichen-Dienstes berücksichtigte. Nun hat der Konzern verkündet, dass er dieses Angebot weiter überarbeitet hat. Unter der Adresse google.com/realtime ist nicht nur die Suche nach bestimmten Begriffen in den Statusupdates von Twitter, Facebook und Buzz möglich, sondern auch die Einschränkung auf bestimmte Länder. Über die Eingabe von „Street View“ etwa sieht man, was weltweit über die Straßenansicht der Firma gedacht wird. Schränkt der User die Abfrage über die Funktion „Custom Location“ auf Deutschland ein, zeigt die Seite nur die heimischen Kurzmitteilungen an.

Kommen während der Recherche neue Mitteilung mit dem angegebenen Keyword hinzu, so aktualisiert sich die Anzeige automatisch. Wer längere Zeit an neuen Kurznachrichten zu einem bestimmten Thema interessiert ist, kann sich über die Alarmfunktion per Mail automatisch über neue Tweets informieren lassen. Noch aber funktioniert das Feature zumindest bei mir nicht überzeugend. Die Suche nach der „Street View“-Konkurrenz Sightwalk ergibt bei Twitter eine aktuelle Ergebnisseite, in der „Echtzeitsuche“ von Google finden sich nur wenige und vor allem alte Einträge. Möglicherweise dauert es noch etwas, bis der neue Dienst weltweit wirklich funktioniert, vielleicht muss der Webgigant aber auch an seinem Angebot noch ein wenig Optimierungsarbeit leisten.

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(Nils Baer)

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Nils Baer hat im Jahr 2010 über 100 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.