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Die junge Generation schreit nach E-Books – doch die Verlage bleiben taub

Ich wurde in der vergangenen Woche für die Sendung DasDing.de vom SWR zum Thema „Zukunft des Internet“ befragt. Und ich war heilfroh, dass eine Frage dabei nicht gestellt wurde: ob wir nämlich künftig nur noch E-Books lesen werden und die gedruckten Bücher aussterben? Es gibt nämlich aktuell kaum ein Themenfeld, in dem eine abschließende Antwort so schwer fällt und kontrovers diskutiert wird – wie hier auf dem Blog schon mehrmals in Ansätzen skizziert wurde.

Nun erhalten beide Lager wieder neues Wasser auf ihre Mühlen. Auf der einen Seite vom BITKOM und auf der anderen vom Chef der Verlagsgruppe Weltbild. Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien hat in einer repräsentativen Studie mit mehr als 1.000 Teilnehmern nämlich zutage geführt, dass jeder fünfte Deutsche daran glaubt, dass es in zwanzig Jahren nur noch elektronische Bücher zu kaufen geben wird. Bei den unter 30-Jährigen liegt die Quote sogar noch höher, nämlich bei einem Drittel. Zu den größten „Innovationstreibern“ gehören demnach – erwartungsgemäß möchte man fast sagen – Schüler und Studenten. Von den 54 Prozent der Deutschen, die aktuell mit dem Kauf eines E-Books liebäugeln, bilden sie mit 86 Prozent nämlich die größte Gruppe. Ebenso wenig überraschend ist dann auch, dass sie vor allem an akademischer Literatur interessiert sind – fast ein Drittel von ihnen plant einen entsprechenden Kauf.

Weltbild-Chef Carel Halff sieht die Entwicklung im Vorfeld der  Frankfurter Buchmesse (noch) ein wenig anders. „E-Books sind in Deutschland in Wahrheit ein bislang nicht existenter Markt. Die Gesamtumsätze – Geräte und Inhalte – liegen bei weit weniger als einem Prozent jener fast zehn Milliarden Euro, die der Buchhandel im Jahr umsetzt.“ Damit unterstreicht er die Einschätzung, die der Börsenverein des Deutschen Buchhandels bereits im Juni dieses Jahres äußerte. Und zwar grundsätzlich mit der gleichen Begründung: Die Angebote der Verlage sind nicht ausreichend, da sie bisher erst etwa 40.000 Titel im Portfolio enthielten, ein E-Book-Angebot für den User aber erst „ab 300.000 bis 400.000 Titeln interessant“ würde. Und er fügt hinzu: „Dabei müsste inzwischen auch dem Letzten klargeworden sein, dass da ein Markt entsteht mit einer nennenswerten und rentablen Größe.“

Wir fassen noch einmal zusammen: Die junge Generation glaubt an den Erfolg des E-Books und ist auch bereit, dafür Geld auszugeben. Der Bremsklotz, der seine erfolgreiche Markteroberung momentan noch behindert, ist im zu hohen Preis der Geräte und Titel sowie in der geringen Zahl Letztgenannter bereits ausgemacht. Warum, muss man sich nun fragen, werden dann nicht die entsprechenden Hebel umgelegt und Maschinen in Betrieb gesetzt, um dieses Problem aus der Welt zu schaffen? Ganz offensichtlich ist doch wohl, dass derjenige Verlag, der jetzt den Trend verpennt, in der Zukunft um sein Überleben wird kämpfen müssen. Der Blick nach links und rechts zu den Freunden aus der Film- und Musikbranche sollte das doch offensichtlich machen. Und wem es an Konzepten mangelt – der braucht nur mal die Stimme des Volkes zu vernehmen…

(Marek Hoffmann / Bild)

Über den Autor

Marek Hoffmann

Marek Hoffmann hat von 2009 bis 2010 über 750 Artikel für BASIC thinking geschrieben und veröffentlicht.

51 Kommentare

  • Papierbücher haben einen rieseigen Vorteil: Kein DRM.

    Aber DRM ist der Jamba-Generation leider schnuppe…

  • @skalpell: ich zähle mich jetzt mal zur „jamba-generation“. drm ist mir nicht schnuppe, doch weiß ich auch, dass wirtschaftliche gesichtspunkte durchaus für drm sprechen, denn im gegensatz zu ebooks lassen sich papierbücher nicht mal so einfach über’s netz an millionen von menschen verteilen.

  • Ich sehe in Deutschland die Buchpreisbindung als größtes Problem.
    Warum für ein ebook den gleichen Preis, wie für ein Hardcover bezahlen?!

  • Da ich in erster Linie englische Sachbücher lese, kann ich von einem ausreichend großen Angebot berichten. DRM ist mir ebenfalls nicht egal – aber anscheinend wie bei Musik-Downloads in den ersten Jahren wohl noch ein notwendiges Übel. Dafür kann ich die Bücher immerhin schon (verglichen mit dem üblichen Musik- und vor allem Video-DRM) auf dem Notebook, dem iPad, dem iPhone und dem Kindle lesen. Ich persönlich sehe keinen Grund mehr, ein gedrucktes Buch zu kaufen und bin froh, dass ich mit dem US-Kindle auf ein für mich ausreichendes Angebot zurück greifen kann.

    Klar wird es gedruckte Bücher auch über Jahre hinweg noch geben, genau so, wie 30 Jahre nach Entwicklung der CD auch noch Schallplatten gepresst werden. Aber dass die Entwicklung in Richtung ebooks geht, ist für mich klar. Entscheidender (bremsender) Faktor ist dabei eben das Angebot (die Verlage). Aber das läuft für mich analog zur Musikindustrie ab.

    Mit dem Kindle bei $139 ist ebenso absehbar, dass die Hardwarekosten in Kürze auch keine Hürde mehr darstellen werden, sondern einfach über den Content mitbezhalt werden (siehe auch http://sethgodin.typepad.com/seths_blog/2010/06/paperback-kindle.html).

    Und der Generation, die gar keine gedruckten Bücher mehr in die Hand bekommt (außer im Museum), wird auch die Haptik und der Geruch von Papier nicht so furchtbar wichtig sein.

  • Ich bin zwar Student und lese hauptsächlich Fachliteratur und Sachbücher, dennoch kann ich mir nur schwer vorstellen, von Print- auf Digitalausgabe umzusteigen. Artikel, Wikis usw. – Informationen, die ich bei Bedarf abrufe und nicht unbedingt dauerhaft lagern muss — lese ich gerne am Laptop, ein spezifisches Gesamtwerk allerdings muss bei mir etwas greifbares sein. Ein Buch ohne haptischen Aspekt ‚fühlt‘ sich für mich wie das digitale Abbild eines Buches an, aber nicht wie das Buch selbst.

  • @Jakob: DRM verhindert Kopien nicht, dass funktionierte damals schon bei Musik nicht.
    DRM führt wieder nur dazu, dass die ehrlichen Kunden gegängelt und somit abgeschreckt werden.
    MP3-Files sind mittlerweile DRM-frei und gekauft werden sie trotzdem. Übrigens, ich kaufe auch erst Musik online, seit sie frei ist.

    Leider hat es im Spielebereich nicht funktioniert – die Kids kaufen alles. Mal sehen, wie es bei den Büchern laufen wird.

    E-Books ohne DRM – ich würde sofort umsteigen.

  • @Ingo

    Also die junge Generation welche ich kenne, liest eigentlich genausou viel wie meine.

    In der New Yorker Ubahn sieht man fast nur noch Leute mit Kindles, Nooks etc. Und dennoch waren die Comic und Bücherläden auch um 9Uhr abends noch gut besucht. In welchen man übrigens auch Ebookreaders kaufen konnte.

    Ich hätte ja auch ein Kindle nur gibt es kaum deutsche Bücher im Amazonstore… Auch Thalia.de bietet nicht soviel an 🙁
    Muss ich also anfangen englische Ebooks zu lesen.

  • Naja, ich glaube Ebooks werden überschätzt. Die meisten wollen auf Dauer doch ein richtiges Buch in der Hand halten. Ebooks sind eh nur eine Modeerscheinung wegen iPad und Co. und werden sich auf Dauer nicht durchsetzten können. Nichtmal bei Generation iPod. Studien haben bewießen, dass bei längeren texten einfach runtergescrollt wird und der Text überflogen – bei Büchern hingegen wird gelesen.

  • Obwohl oder gerade weil ich an den Erfolg von E-Books glaube, sehe ein grundsätzliches Problem. Wie archiviert man diese Dinger dauerhaft für die nächsten 500 – 5000 Jahre? Ob es nun die Tontafeln der alten Babylonier ist, die Papyri der Ägypter oder Bücherrollen der Römer – selbst die vergleichsweise jungen Schriften eines Shakespeares haben durch das Buch schon einiges an Jahrhunderten überlebt. Disketten, kaum das sie 40 Jahre alt sind, können heute schon nicht mehr gelesen werden, selbst wenn die Daten noch integer wären. CDs und DVDs haben eine durchschnittliche Lebenszeit von weniger als 15 Jahren. Hinzu bereiten wir uns noch zusätzliche Schwierigkeiten durch ein überbordendes Copyright.
    Ich fürchte unsere Kindes Kinder werden Analphabeten sein, weil sie nichts mehr lesen können, einfach deswegen weil es nichts mehr gibt, was sie lesen könnten. Aber das ist eine Problemstellung, die alle digitalen Medien betrifft, auch das Internet.

  • Also ich bin z.b jemand, der lange Texte kaum am Rechner lesen kann. Da drucke ich mir die Ebooks lieber aus und lese diese so. Mit dem iPad hab ich mich aber gezwungen es mal zu versuchen. Klappt eigentlich auch sehr gut, nur gibt es kein großes Angebot. Dennoch ist ein Ebook eben nichts Handfestes.

  • Also der jungen Generation ist die Welt immernoch nicht digital genug, was? Aber hey, ich bin schon froh, dass sie überhaupt lesen wollen. Heute ssieht man sie doch nur mit dem iPhone und den Ohrstöpseln. Und sie hören bestimmt keine Hörbücher 😀

  • Das ist doch eien gute Möglichkeit, dass die Jüngeren sich fürs Lesen begeistern. Dann wären die diegitale Bücher nicht so teuer, nehme ich an. und man könnte sich sein lieblingsbuch appen

  • ich weiß nicht, ich bin der meinung, dass man nicht alles digitalisieren sollte. klingt vielleicht sehr panisch, aber was ist, wenn eines Tages das ganze zusammenbricht, unwiderruflich???? dann haben wir den salat!

  • Ich bin der Meinung, wie Stefan Wild.
    Es wird sowohl eine Partei geben, die Ebooks liest und eine, die Bücher vorzieht. Dass die eine Sparte (Ebooks) dabei größer wird, vermute ich ebenso. Der Anteil an Bücherlesern wird daher auch kleiner werden, aber niemals verschwinden.
    Da aber niemand eine Kristallkugel hat, lassen sich nur Vermutungen anstellen 😉

    MfG Fred

  • Die Verlagsbranche hat Angst und das wohl teilweise mit Recht , sind die Bücher erst einmal digitalisiert im Netz , finden sie auch leicht illegale Wege der Verbreitung auch DRM wird davor nicht Schützen.
    Bei der Musik Industrie war es etwas anders diese gab es schon Digital vor dem Internet auf CD , daher stellte sich dort die Frage nicht mehr.
    Zudem sind am gedrucken Buch auch noch mehr Arbeitsplätze Abhängig (die man in der Disskussion immer vergisst) wo man sicher auch längerfristige Verträge mit Druckerein ect. einhalten muss.

  • Ein weiterer Ansatz aus Deutschland, der Autoren zum Veröffentlichen von E-Books ermutigt, ist der von XinXii: Dort kann man seine Werke hochladen und in Eigenregie online vermarkten. Der Bestand geht bereits an die 10.000er Grenze: http://www.xinxii.com

  • Wäre das Angebot bei iBooks, Kindle, txtr und Co. mal ansatzweise vollständig, dann würde ich auch nur noch auf dem iPad lesen. So ist man leider noch oft gezwungen, normale Bücher zu kaufen. Wenn man länger unterwegs ist in Ländern, wo es selbst schwierig ist, an englische Bücher zu kommen (geschweige denn deutsche), dann spielen iPad, Kindle und Co. ihre Vorteile voll aus. Viel Speicherplatz, wenig Platzbedarf, leicht und gut lesbar.

  • eigentlich dachte ich dass die einführung der ebook-reader den normalen büchern den rang ablaufen würde, aber das die verlage meiner theorie da einen strich durch die rechnung machen, damit konnte ja keiner rechnen 😉 aber eigentlich schade denn ich finde diese „elektronischen Bücher“ echt super praktisch und auch alltagstauglich

  • DRM ist doch auch die letzte Scheiße. Ich habe mir ein E-Book gekauft und wollte es auf dem iPad lesen. Nix wars, 3 Stunden rumgemacht bis das DRM geknackt war und das Buch auf dem iPad lesbar war. Was ist denn das bitte für ein Schrott? Soll ich mir jetzt noch extra einen Ebook-Reader kaufen oder was?

    Das war wohl das erste und letzte Ebook, das ist mir einfach zu doof, wobei ich jetzt den Dreh raus hab mit dem DRM knacken…

  • Nur halb ontopic: Super Teaserbild 🙂 Mit nem alten Moleskine sollte das auch ästhetisch anspruchsvoll nachbaubar sein und könnte es eine alternative zu sonstigen Smartphone-Schonern sein. Man müsste nur die Seiten zusammenkleben, nachdem der Platz für das Handy ausgespart wurde… tüftelüberleg…

  • […] Sachbücher zu technischen Fachthemen. Gerade die junge Generation ist zunehmend an E-Books interessiert. Gerade technische Sachbücher bieten in elektronischer Form einige Vorteile. Denn eher selten gibt […]

  • wenn ich schon lese … dann kann ich mir meim Lieblingsbuch appen.. Ein Buch im Sinne des Namens kann man nicht appen. Ein Buch ist dieses quadratische Etwas mit vielen Papierseiten drin.

    Ich weiss nicht, Marek, ich finde es nicht erstrebenswert wenn man sein komplettes Leben auf einen großen oder kleinne Bildschirm vor seiner Nase ausrichtet. Ob es jetzt ein PC, ein I-was-auch-immer ist , ein Kindle. Wäre mir zu flach

  • Also ich sehe durchaus ein Markt für eBooks.

    Deren Anteil wird in wenige Jahren bei rund 20% liegen. Voraussetzungen hier für sind..

    Gerätepreise für eBook Reader & Co müssten noch ein wenig sinken Dies wird aber sicherlich der Fall sein.

    Die dämliche deutsche Buchpreisbindung sollte endlich aufgehoben werden. Ebooks können auch für 20% weniger als Print verkauft werden und trotzdem hätten die Verlage und Autor genügend Gewinn.

    Vor allen letzten Punkt müssten die Schlafmützen auf der Frankfurter Buchmesse sich ein prägen. Noch habe sie eine Chance das Ruder zu ihre Gunsten so zu steuern. Warten die aber vielleicht noch 5 Jahre und machen nicht, dann ergeht es denen wie die Musikbranche. Die Umsätze sinken weil andere mit mehr Weitblick zwischenzeitlich Modelle haben wo der Bedarf nach eBooks ausreichend gedeckt werden, aber die Altherren Versammlung der Verlagen sich höchsten noch feiern können wenn Alt Konservative Wie Roland Koch Ihre neuesten Ergüsse bringen.

  • Der Markt für eBooks ist bestimmt gegeben, da heutzutage sowieso alles digitalisiert wird. Die Frage hierbei ist nur, wozu das Ganze führt? Ich habe vor 8 Monaten mein Studium abgeschlossen und als dann das Semester zu Ende ging und Klausuren auf dem Terminplan standen, da habe ich mich zwecks Recherche sehr wohl am Internet und Online-Literatur (eBooks und Google Buchsuche) bedient – aber lernen konnte ich damit nicht! Mein Drucker arbeitete auf Höchstleistung, weil ich die relevanten Seite alle ausdrucken musste, um sie sorgfältig zu studieren. Tatsache ist, dass das Lesen am Bildschirm weitaus anstrengender für die Augen ist und die Aufnahmefähigkeit sich als ziemlich niedrig erweist. Das habe ich erst vor kurzem in einer Fachzeitschrift (*g* keinem eBook) gelesen.

    Ich denke, dass eBooks bestimmt erfolgreich werden können, da sich heutzutage sowieso alles im Internet abspielt – früher oder später werden die meisten dennoch wieder zur Printversion zurückgreifen. Ich könnte mir nicht vorstellen, einen Bestseller auf dem PC-Bildschirm zu lesen. Dazu brauch ich eine gemütliche Atmosphäre mit einem Kissen auf der Couch – vor dem PC schlichtweg unmöglich!

    eBooks werden sich wahrscheinlich eher für Sachbücher, etc. eignen – also für Nachschlagewerke, nicht aber für Besteller, Romane, etc.

  • ein wort zur buchpreisbindung: die besagt ja gar nicht, dass ein ebook genausoviel kosten muss wie eine ausgabe in papierform. die buchpreisbindung regelt lediglich, dass ein- und dieselbe ausgabe (also taschenbuch, hardcover oder eben ebook) in jedem laden gleich viel kostet.

    insofern steht die buchpreisbindung der verbreitung von ebooks nicht im weg.

  • Ebooks auf einem Ipad oder gar einem Standart LCD zu lesen ist anstrengend und nicht der Sinn der Sache.

    Ich frage mich immer was denn so besonders an einem Papierbuch ist? Für mich zählt der Inhalt eines Buches, nicht das äussere… da setzen ein paar Leute wohl falsche Prioritäten.
    Andererseits empfinde ich auch Steelbooklets bei Bluerays als Verschwendung.

    Ebooks werden sich ohne gescheite, billige und überall verfügbare E-Ink Readers nie wirklich durchsetzen.

    Papierbücher werden wohl für die zurückgebliebenen und Sammler weiter erscheinen. Wahrscheinlich als Sammlerstücke wie meine Ausgabe von Sakrileg. Über einen Kilo schwer, mit Fotos und Kartenmaterial von den einzelnen Stationen des Protagonisten.

  • Es werden bald auch interessante Ansätze auf den Markt kommen. Beispiel http://www.pubbles.de/ Bin schon gespannt wann die starten. Wenn ich das richtig verstehe, sind die nicht an Endgeräte gebunden sondern man bekommt das ebook unabhängig davon…

  • Alle die an ein Fortbestehen des gedruckten Buches glauben sind nicht fähig ihre eigenen Emotionen von denen der nachkommenden Generation zu unterscheiden. Es wird das papierbuch weiterhin geben, aber in prozentualem Anteilen wie Vinyl. Da gehe ich wirklich JEDE Wette ein

  • Ebooks sind ja schön und gut. Bei der klassischen Literatur setze ich aber lieber auf normale Bücher. Es ist doch einfach viel schöner, ein Buch in den Händen zu halten. Auch am Starnd möchte ich ungern mit einem IPad in den Händen sitzen.

  • @33 Schorsch schrieb
    Alle die an ein Fortbestehen des gedruckten Buches glauben sind nicht fähig ihre eigenen Emotionen von denen der nachkommenden Generation zu unterscheiden……

    Ich kann die Agrumente kaum Nachvollziehen wenn es denn dafür wirklich Ernshafte gibt …. Warum sollten wir eine Jahrhunderte bewährte Technik Aufgeben und zu einer Wechseln die vermutlich nicht einmal die nächsten 20 Jahre Überlebt und damit ein gedrucktes Buch?
    Am Vorgang des Lesens ändert sich dabei so gut wie nichts, hier wollen doch nur einige Gerätehersteller schnelle Kasse machen.
    Nachteile und Vorteile halten sich dabei eher die Waage ob man ein gedruckes Buch oder ein E-Book liest macht kaum einen Unterschied außer für die Hersteller von Readern und den größeren Gewinn für Verlage.
    Auch der Vergleich mit Schallplatte zur CD (MP3) stimmt hier nicht , dort gab es eine qualitative Verbesserung für den Hörer , was beim lesen von eBook zum Papierbuch nicht Zutrifft.
    Ebook sind eher mit „Fastfood“ zu Vergleichen , schneller und billiger in der Herstellung …..
    Erst wenn wohl eines Tages ein direkter Zugang zum Gehirn gefunden wird und das Lesen „überflüssig“ wird, könnte sich wirklich etwas Ändern…

  • @basic: Alsooo

    1) Vorteile liegen auf der Hand
    – Du kannst deine ganze Bibliothek mit Dir rumtragen
    – Du hast einen WESENTLICH verringerten ressourcenbedarf bzgl. Energie/Wasserbrauch/Holzverbrauch, Thema Ökobilanz
    – Ganz zu schweigen, von den vielen heute noch ungeneutzen Möglichkeiten bzgl. Multimedia, Queerverweise, social grid Funktionen, interaktive Geschichtem etc. pp

    2) Das diese Technologie in 20 Jahrenb nicht mehr nutzbar sein wird, genauso wie ein SChreiber weiter oben ist einfach nur ein Witz.

    – Daten gehen nicht kaputt, höchstens die Datenträger. Datenforamte sind konvertierbar. Ich kann heute ohne grosse Probleme Software von 1950 zum Laufen bringen. Oder TExtdateien von 1970, die öffnet wirklich jedes Billotextprogramm

    – Datenträger mögen kaputt gehen, aber hast Du schonmal von von der tollen ERfindung „Kopieren“ gehört? Das alles muss seit der ERfindung von Cloud Computing sogar noch nicht mal manuell gemacht werden, sondern geht vollkommen automatscih, sogar wenn es irgendwann einmal einen vollkommen neuen Datenspeicher geben wird (Quantenchips, was auch immer) Bücher hingegen können verbrennem, siehe Alexandria. In der Cloud geht nix verloren, ausser es ist Atomkrieg und alle DAtencenter die die DAten der Cloud gespiegelt speichern gehen gleichzeitg flöten. Das ist jedoch höchst unwarhscheinlich, und dann ahben wir eh ein ganz anderes Problem.

    3) Bei Vinyl ist es andersrum. Es gab mit dem WEchsel zu CD eine Qualitätsverschlechterung, die aber kaum einer hört. Für die meisetn war es eien vErbesserung, weil Ottonormalverbraucher Vinyl numal nicht richtig gepflegt hat und scheiss nadeln an seinen Plattenspeilern hatte. Es war eine Bequemlichkeitsverbesserung und mit dem Wechsel zu MP3 ein Reisenschritt Richtung Ökobilanz.

    So, und jetzt möcht ich mal hören, was Du noch für Argumente FÜR das gedruckte Buch hast (ausser emotionale)

  • „So, und jetzt möcht ich mal hören, was Du noch für Argumente FÜR das gedruckte Buch hast“

    – Kein DRM. Ein Buch kann ich in 50 Jahren noch lesen. Bei der E-Form ist das nicht gesagt. Spätestens wenn ich auf einen neuen Reader umsteigen möchte, gibt es Probleme. Gibt es den Anbieter, bei dem ich das Buch einst gekauft habe, nicht mehr und/oder ich kann den Kauf nicht mehr belegen, sind die Daten u.U. verloren.

    – Tausch/Verkauf, Preise. Wir tauschen untereinander Bücher aus und verkaufen viele auch wieder. Auch dies verhindern die DRM-Gängelungen. Das macht Lesen deutlich teurer, zumal man noch teure Hardware kaufen muss, der Inhalt aber nicht billiger wird. Da verstecken sich die Verlage gerne hinter der Buchpreisbindung.

    – Unabhängig von Hardware. Verliere ich ein Buch, ist nur dieses eine Buch verloren. Verliere ich den Reader, oder er wird gestohlen, ist die gesamte Bibliothek samt teurem Reader erst mal weg.
    Zudem ist man nicht von Energie abhängig. Eine leere Batterie am Strand kann einem Buch nicht passieren.

    – Robustheit. Bücher muss ich vor Feuchtigkeit und Feuer schützen. Einen Reader auch, und den kann ich am Strand nicht einfach in den Sand werfen. Auch muss ich keine Angst haben, dass wenn ich im Bett über einem Buch eingeschlafen bin, im Schlaf das Display zerdrücke. Lasse ich ein Buch im Hochsommer auf dem Armaturenbrett liegen, ist ihm das egal. Ein Reader wird sich vielleicht schon verabschieden.

    – Last but not least, die Haptik. Persönlich ist sie mir egal, aber für meine Freundin z.B. gehören die Seiten zwischen den Fingern, oder das umblättern zum Erlebnis Buch einfach dazu.

    Das E-Book hat Vorteile, aber man sollte nicht so tun als gäbe es keine Nachteile…
    Persönlich finde ich die E-Variante auch toll, aber so lange DRM dabei ist, bleibe ich beim klassischen Buch.

  • OK, das mit dem DRM ist definitv ein Nachteil, so wie ich sehe aber auch ehrich gesagt der Einzige – die anderen sind Probleme di elösbar sind

    – Verlust: Backup der Bibliothek auf dem REchner, der mit dem REader gesynct ist. Oder in der Cloud, noch sicherer

    -Robustheit – Das ist ein Problem das gelöst werden kann, siehe OUtdoorhandys

    – Haptik – das ist das emotionale Thema, da braucht man nicht zu diskutieren 🙂 Ich bin mir aber sicher, Kinder mit mit Ebooks aufwachsen werden sagen: Ihh warum soll ich denn ein Paperibuch in die Hand nehmen? Das fühlt sich komisch an. Ich will meinen EReader zurück.

    Zum Thema DRM – hmmm, da das Problem ja schon relativ gross ist denk ich mir dass es da auch Konvertierungsmöglichkeiten geben wird, wenn zb ein Herausgeber/Verkaufer pleite geht und ich kein neues Gerät von diesem Hersteller nachkaufen kann. Alles lösbar. Preise – auch hier wird der Markt das Problem lösen. Ebooks werden langfristig billiger werden! Somit ist es egal, obn Du dein Lesen durch das gegenseitige Ausleihen billiger machst oder durch billiger Bücherpreise. Ohne DRM gehts nunmal nicht, das ist leider einfach so, aubkopien und so. Ich find das aber auch gar nicht so schlimm wenn man das Ding vernünftig umsetzen würde (ein weltweitter Standard, der immer und überall geht)

    Ich denke mir einfahc wir können es uns langfristig umwlettechnisch überhaupt nicht mehr leisten so viel Papier zu verbrauchen und zu drucken.
    Noch schlimmer als Bücher sind ja Zeitschriften, Zeitungen und am Allerschlimmsten diese Werbeblätter dei jeden Tag unsere Breifkästen verstopfen. Wenn ich das zu entscheiden hätte würde ich das SOFORT verbieten. Da lissen sich jährlich Millionen TOnnen CO2 einsparen, ganz zu schweigen von den SChwermetallen, die beim Druckprozess entstehen und in den meisten Ländern ungeflitert ins Abwassser gehen. Wusstest du übrigens dass in DE fast nichts mehr gedruckt wird? Auch wenn die Veralge so zu. Geht alles rüber nach Polen, oder CZ, oder Rumänien … und nur noch die Bindung und Konfektionierung wiurd in DE gemacht.

  • #39.. ist die Ökobilanz bei Readern besser? Ich kenne da keine Zahlen, würde mich mal interessieren: Stichwort Stromverbrauch, Elektroschrott?

  • @41: Auf einem einzigen Reader kannst Du tausende Bücher lesen …
    Natürlich hat ein REader eine schlechtere Bilanz, wenn Du nur 1 oder 2 Bücher darauf liest. Aber das wird in der REgel ja nicht der Fall sein.

  • Wer liest schon 1000 Bücher ?

    Ein Verkaufsrückgang der Bücher hat andere Gründe und daran wird auch das Ebook nicht allzuviel Ändern.
    Denn es wird nicht weniger gelesen sondern sogar mehr nur wo anders, im Internet, denn das besteht zu 50% aus Schrift, wozu dann überhaupt noch Bücher und Zeitschriften wenn das Wissen der Welt und die News für jeden im Internet stehen ?
    Ist das Ebook oder die digitale Zeitschrift nicht der Versuch ein eigentlich analoges Format auf den Rechner oder in das Internet zu bringen um irgentwie ein Geschäftsmodell zu Retten?
    Sorry, aber eine Zeitung / Zeitschrift mit News von Gestern auf einen Rechner/ iPad zu Lesen und zu Abonieren, ist doch eher wie eine Pferdekutsche auf der Daten-Autobahn.

    Zeitungen , Zeitschriften und auch die meisten Bücher sind eher Analoge Medien und dort außerhalb des Rechners machen sie auch Sinn zudem mehr Spass beim Lesen.

    Wer aber 1000 Bücher sein eigen nennen will ok …. ob er sie dann auch liest? … oder geht es dabei mehr um das „Haben wollen“ wie ein Tb Festplatte voller Musik die man im Leben nie ganz Hören wird?

  • @Schorsch (39): Natürlich KÖNNTE man die Probleme lösen, aber ob das gewollt ist, ist eine andere Frage.

    Die Verlage werden so schnell nicht auf DRM verzichten. Warum ist klar: Der Gebrauchtmarkt könnte nicht mehr so gut unterbunden werden, E-Books würden verliehen, getauscht und natürlich kopiert.
    Das kostet Umsatz und darum wird dieses Thema noch lange aktuell bleiben. Sieh Dir den Spielemarkt an, dort wird z.Z. mit DRM massiv gegen den Gebrauchtmarkt geschossen. An ihm will man jetzt mitverdienen.

    Auch das Problem des Datenverlustes wäre erst gelöst, wenn DRM Geschichte ist. Mit DRM, kein Restore ohne Kaufnachweis und noch existierenden Händler. Wenn ein Händler Pleite macht, wandert alles in die Konkursmasse, da wird es keinen „Freischalt-Patch“ geben. Zumal ein Händler kaum an einem Buch die Exklusivrechte besitzen dürfte…
    Was nutzt Dir ein „gesynctes“ Backup in der tollen Cloud, wenn Du niemandem nachweisen kannst, dass der neu gekaufte Reader, auf den Du Deine Bücher aufspielen willst, auch Dir gehört? Nix, das Backup wird sich weigern die Inhalte auf den Reader zu spielen.

    Sicher wäre es möglich, robuste Tough-Reader zu bauen. Aber wer will einen Reader bezahlen, der Stürze, Wasser, Sand, 80°C und einen Ellbogen in der Nacht aushält?

    Umwelt. Etwa so umweltfreundlich, wie Energiesparlampen im Vergleich zur Glühbirne angeblich sein sollen? *fg*
    Die Papierindustrie wird Gutachten vorlegen und die Profiteure von E-Books werden ihre eigenen veröffentlichen. Die Wahrheit kennt wohl nur der Geier…

    Wie wichtig die Haptik bei Büchern ist, wird die Zeit zeigen. Vor 60 Jahren hieß es z.B., alle Häuser werden nur noch aus Beton gebaut werden. Der ist so praktisch und hat nur Vorteile… zum Glück kennt der Mensch mehr als bloße Effizienz. Abwarten…

  • Warum ist eigentlich das Thema „Haltbarkeit“ so wichtig? Wenn man mal ehrich ist, stehen in klassischen Bücherregalen 99% der Bücher nur zum Posen vor dem Freundeskreis und als nettes Interiorelement herum. Bücher die du wirklich verleihst oder ein zweites mal anguckst sind in der absoluten Minderheit. Und ja, das ist auch bei Literaturliebhabern so, hab ich genug im Freundes/Bekanntenkreis.

    Warum muss man den überhaupt ein Buch „besitzen“? Reicht es denn nicht es einfach nur zu lesen und gut ist?

    BTW- Ich meint in meinem letzten Post auch nicht, dass man auf DRM verzichten sollte, sondern nur es universell zu gestalten, so dass REchte dauerhaft bestehen bleiben, zb durch eine zentrale drm datenbank.
    Zu den Tough readern – das ist garantiert keine Geldfrage … Produktionskosten spielen bei etablierten Lowtechprodukten (und das werden Ereader in 5 Jahren sein) eine absout untergeordnete Rolle — in 5 Jahren bau ich Dir nen wasser/staub/kotz dichten Terrabyte HD Display Touchreader mit allem PipaPo für 20 Euro Produktionskosten 🙂

  • Bücher zum posen? Was hast Du für einen seltsamen Bekanntenkreis?
    Gute Bücher liest man mehrmals, wie man auch gute Filme oft nicht nur einmal sieht – jedenfalls in meinem Freundes- und Kollegenkreis. Dazwischen können zwar viele Jahre liegen, aber das spielt keine Rolle. Ich jedenfalls habe keine Lust in 15 Jahren ein schon mal gekauftes Buch ein zweites Mal kaufen zu müssen, nur weil ich das alte nicht mehr auf meinen aktuellen Reader kopieren kann. Aber das ist wohl eine Sache der Einstellung.

    Wie gesagt, natürlich könnte man all die Probleme lösen, auch z.B. eine zentrale Datenbank. Aber das müssen diejenigen, die damit viel Geld verdienen wollen, auch wollen. Und hier unterschätzt Du die Gier der Konzerne gewaltig…

    Ich jedenfalls unterstützte keine Form von DRM und lasse darum alles DRM-verseuchte im Laden stehen, weil es stets zum Nachteil der ehrlichen Kundschaft ist. MP3-Files kaufe ich auch erst, seitdem sie DRM-frei zu haben sind.

  • Ich glaube ihr geht alle zu sehr von euch als Einzelfall aus. Der digital ungebildeten Mehrheit ist es doch vollkommen egal ob drm oder nicht. Wie sonst könnte der Computergamesmarkt der zu fat 100% drm oder ähnlichem geschütz wird, so gut funktionieren? Macht inzwischen mehr Umsatz als der Filme/Kino/DVD Markt …

  • Ich schließe mich den meisten Kommentierenden an.
    Nicht der Preis, sondern DRM ist das große Hindernis zur Einführung von Ebooks.
    Kunden sind nämlich nicht so doof, wie die Verleger es gerne hätten.

    Ich war kaufwillig (ich finde auch die Preise für die Geräte ok). Aber meine Odysee hat geendet mit einer einstweiligen Ebook-Pause von 2 Jahren.
    Dann hoffe ich, hat sich der DRM-Wahn wie bei der Musik-Industrie überlebt.
    Wer meine Odysee nachverfolgen möchte:

    http://www.vogel-nest.de/blog/2010/ebookreader-amazon-kindle-sucks/

  • Richtig – Sachbücher sind in elektronischer Form perfekt, da man so nicht in Bücherregaln rumkramen muss, sondern einfach das Internet anwirft und kurz im E-Book nachliest. Tatsache ist trotzdem, dass das Lesen am Bildschirm mit der zeit anstrengend wird.

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