Google Translate für iPhone im Kurztest: Nah dran an der Killer-App

Jürgen Vielmeier

„Draußen scheint die Sonne“ heißt auf Japanisch „太陽が外に輝いている“ und auf Italienisch „Il sole splende fuori“. Zumindest laut Google Translate, das gestern nach Android auch für iOS-Geräte erschienen ist. Höchste Zeit für einen Kurztest: Die iOS-App orientiert sich an der Version für Android, kann Sprache erkennen und direkt in 23 Sprachen übersetzen. Erkannte Sätze liest die App in diesen 23 Sprachen auch vor. Das macht die Kommunikation mit ausländischen Mitbürgern leichter. Gravierender Nachteil allerdings: Die App funktioniert nur, wenn eine Verbindung zum Internet besteht, was die Nutzung etwa auf einem türkischen Basar ziemlich unbrauchbar macht – sofern kein WLAN- oder UMTS-Netz zur Verfügung steht.

Die App verlangt allerdings genaues, langsames Sprechen. Dann aber funktioniert Google Translate, oder „Übersetzer“, wie die deutsche Version heißt, recht zuverlässig. Man wirft mir oft vor, etwas undeutlich zu sprechen, was mich zum idealen Testkandidaten der App macht. Meine Fragen nach dem Weg zum Bahnhof, nach dem Wetter oder der Uhrzeit werden allerdings klaglos richtig beantwortet. Die Qualität der Ergebnisse lässt bei schnellem Sprechen, weniger benutzten Sätzen, lauten Hintergrundgeräuschen und Fremdwörtern im Satz nach. Auch Eigennamen im Satz stellen für Translate ein Problem dar.

Aufruf zum Kannibalismus

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Dafür versteht Translate offenbar mein akzentbehaftetes Englisch und Französisch. Natürlich kommen teils eigenwillige Übersetzungen heraus. Aus „Kannst du die Musik lauter machen?“ etwa bastelt der Übersetzer, wohl nach eigener Vorliebe: „Country Music lauter machen.“ Bei der Frage „Wie geht’s dir?“ verweist er erstaunlicherweise auf ein „Battlefield Wiki“. Aus „Du solltest mehr Brötchen essen“ wird der Aufruf zum Kannibalismus: „Du solltest Mayer Picknick essen.“ Auch bei englischen Wörtern im Text versagt die App, zum Beispiel bei meinem Test-Satz: „Deine Performance hat stark nachgelassen.“

Im zweiten Versuch hat eine Übersetzung in unserem Test dann meistens Erfolg. Nettes Zusatzfeature: Hält man das iPhone quer, wird der übersetzte Text im Großformat angezeigt, so dass man ihn dem Gegenüber zeigen kann. Anders als bei Android kann man in der iPhone-App in den Text hineinzoomen, dafür fehlt die SMS-Übersetzung. Spracherkennung ist mittlerweile auf einem guten Weg. Ich wünschte, international Roaming wäre auch schon so weit. Da das noch nicht der Fall ist, wäre eine Offline-Verfügbarkeit von Google Translate zumindest für die Zielsprache im jeweiligen Reiseland wünschenswert. Offline verfügbar sind bislang nur Sätze im Verlauf, die man bereits eingesprochen hat.

(Jürgen Vielmeier)

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Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.