So ein Tablet ist ja… doch ganz schön praktisch

Hayo Lücke

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Es ist wahrscheinlich eine der meistdiskutierten Fragen unter Tech-Fans in der ganzen Welt. Ist ein Tablet PC für die Nutzung im Alltag notwendig oder nicht? Ich gebe zu: ich habe in meinem Freundeskreis lange eisern gegen die tragbaren Mini-Computer argumentiert. Der Sinn, warum ich so ein Ding nutzen sollte, hat sich mir einfach nicht erschlossen. Thomas hatte sich schon früh eines der ersten iPads bestellt und André durfte damit genauso wie ich ein bisschen rumspielen.

Damals war mein Urteil klar: brauche ich nicht, will ich nicht, lasst mich mit dem Kram in Ruhe. Heute, fast 16 Monate später, habe ich eine etwas andere Sichtweise. Seit nunmehr zwei Wochen schleppe ich für einen Testbericht auf onlinekosten.de das Samsung Galaxy Tab 10.1 quer durch Deutschland mit mir herum und habe so einige Situationen erlebt, in denen mir der Tablet PC im Vergleich zum sperrigen Notebook als durchaus sinnvolle Alternative erschien. Doch eines ist auch jetzt noch klar: (m)ein Notebook würde ich niemals ersatzlos aufgeben wollen.

Warum nicht? Nun, fangen wir ganz einfach mit der Bearbeitung von Texten an. Mit dem Galaxy Tab ist es zwar theoretisch möglich, Text-Dokumente über die virtuelle QWERTZ-Tastatur abzutippen, es dauert aber alles sehr, sehr lange. Hinzu kommt, dass es durchaus Nerven kostet, wenn ich mich über die mobilen Browser im Redaktionssystem von onlinekosten.de oder auf der WordPress-Oberfläche von Basic Thinking bewege. Beispiel: wenn ich eine dpa-Meldung über das Tab bearbeite, brauche ich (gefühlt) zehnmal so lange wie mit meinem Notebook. Für die unmittelbare redaktionelle Arbeit brauche ich einen Tablet PC also ganz sicher nicht. Und bevor ihr fragt: eine Maus lässt sich nicht anschließen, weil es in der Regel an einem USB-Anschluss fehlt. Hinzu kommt, dass ich mit dem Galaxy Tab 10.1 auch nicht telefonieren kann – es sei denn ich nutze zum Beispiel die App von Skype.

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Aber – und damit spannend wir den Bogen zu den Vorteilen – trotzdem gibt es immer wieder Momente, in denen ich denke: Ey man, praktisch! So habe ich beispielsweise vor einigen Tagen die Android-App für den Google Reader entdeckt. Neuerdings muss ich nicht mehr aufwendig mein altes „Windows-Schätzchen“ booten, um zu checken, was die aktuelle Nachrichtenlage bei der Konkurrenz so macht, sondern aktiviere kurz die App und habe binnen Sekunden alles im Blick. Selbst am Sonntagmorgen im Bett wenn ich noch keine Lust habe, aufzustehen.

Auch eine Fernsehzeitschrift, die ich immer als Gratis-Beilage am Samstag in meinem Snail-Mail-Briefkasten finde, brauche ich nicht mehr wirklich. Neuerdings vertraue ich beispielsweise auf die Inhalte der TV Spielfilm App, die mir genauso kostenlos zeigt, was denn aktuell so in der Glotze über den Bildschirm flimmert. Und wenn ich den Fernseher mal nicht mag und stattdessen lieber ins Kino will, gibt es auch dafür eine Blitzauskunft über die passende App. Die Geschehnisse in der Welt zaubern mir Tagesschau, n-tv, Spiegel, Focus oder auch Spox und der kicker auf das Tab-Display. Das ist irgendwie cool…

Es ist in Sachen App-Nutzung aber nicht alles Gold, was glänzt. Ich kann nicht beurteilen, wie es auf dem iPad aussieht, aber die Honeycomb-Version von Android bereitet mir noch ein bisschen Sorgen weil längst nicht alle Apps nutzbar sind, die ich zum Beispiel vom Galaxy S II-Smartphone kenne. Whatsapp ist zum Beispiel nicht im Android Market für Tablet PCs zu finden und wenn ich es manuell nachinstalliere, schlägt eine Synchronisation mit meinem Adressbuch fehl. Und auch eine offizielle Facebook-App steht derzeit anders als auf Android-Smartphones noch nicht zur Verfügung…

Dass daran sicherlich gearbeitet wird, ist mir klar. Trotzdem ist eine Nutzung momentan noch nicht in allen Situationen richtig praktisch. An der Hardware selbst liegt das aber nicht. Denn nachdem ich nun bereits flüchtige Blicke auf das HTC Flyer, das Optimus Pad von LG und andere Tablets geworfen habe, ist zumindest in Sachen Verarbeitung kaum ein Haar in der Suppe zu finden – auch wenn ich eine 10,1 Zoll Display-Diagonale wie beim neuen Galaxy Tab fast schon als ein bisschen zu groß erachte. Eine einhändige Bedienung ist so gut wie unmöglich.

Und last but not least hätten wir da noch einen ganz anderen Faktor, den man nicht vergessen darf: den Preis. Für das iPad 2 werden mit UMTS-Unterstützung aktuell mindestens 599 Euro fällig. Wenn ich mir das Galaxy Tab 10.1 kaufen will, muss ich immerhin – abhängig vom gewählten Shop – noch mindestens 550 Euro hinblättern. Wäre ich dazu bereit, wenn ich für das gleiche Geld auch ein richtig gut ausgestattetes Notebook kaufen könnte? Ich stehe nicht vor der Entscheidung, aber ich melde mal ordentliche Zweifel an! Und ihr? Ich bin gespannt, in welchen Situationen ihr einen Tablet PC mit viel Freude nutzt und in welchen ihr die Dinger schon mal so richtig verflucht habt. Lasst es mich wissen, die Kommentar-Box ist für euch geöffnet.

(Hayo Lücke)

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Hayo Lücke hat von 2009 bis 2014 insgesamt fünf Jahre lang für BASIC thinking geschrieben und dabei über 300 Artikel beigesteuert.