Paid Content – Eine weiter schwierige Geburt

Hayo Lücke

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Leute, nutzt ihr kostenpflichtige Zeitungen als App oder E-Paper auf einem eurer mobilen Endgeräte? Ich persönlich bin ja ein großer Fan der „Welt kompakt“, habe mich bisher aber noch nie dazu durchringen können, die Zeitung zu abonnieren – weder in gedruckter Form, noch als digitales Angebot. Und irgendwie scheine ich mit dieser abwartenden Haltung nicht allein zu sein.

Der Axel Springer Verlag hat heute neue Zahlen zu einzelnen Titeln bekannt gegeben, die in digitaler Form an den Mann und die Frau gebracht werden. Und so sehr man in einer Unternehmensmitteilung auch versucht, die Zahlen hochzujubeln, so sehr muss man nüchtern betrachtet auch unterstreichen: rund läuft es mit dem Paid Content auf Smartphones, Tablets und Co. nach wie vor nicht.

Weitere Erkenntnis: Boulevard-Journalismus verkauft sich offenbar um Welten besser als fundiert recherchierte Artikel. Denn während täglich im Schnitt mehr als 108.000 digitale Ausgaben der „Bild“ gekauft werden, sind es nur knapp 17.000 von der „Welt“. Wirklich überraschen darf das niemanden, schließlich ist auch Bild Online eine der meistbesuchten deutschsprachigen Internetseiten. Einfach zu lesende Artikel mit (zumeist) reißerischen Überschriften verkaufen sich eben besser als tiefgründige, anspruchsvolle Artikel zu Politik, Wirtschaft und Co.

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Weitere kommunizierte Zahlen zu digitalen Abverkäufen pro Tag:

• „Auto Bild“ knapp 3.000
• „Hamburger Abendblatt“ mehr als 3.100
• „Berliner Morgenpost“ mehr als 1.000

Zur „Computer Bild Spiele“ und zum Lifestyle-Magazin „The Iconist“ gibt’s keine konkreten auch Verkaufszahlen. Während in der Unternehmensmitteilung von „regelmäßig beachtliche Verkaufserfolgen“ die Rede ist, teilte uns Axel Springer-Mitarbeiter Georg mit: die „Computer Bild Spiele“ verkauft sich im Schnitt 939 mal, „The Iconist“ immerhin 748 mal.

Abzuwarten bleibt, wie sich die Zahl der in Deutschland genutzten Tablets entwickeln wird. Zwar gehen Studien davon aus, dass die Nutzungszahl bis zum Jahr 2014 von derzeit etwa 2 auf dann circa 10 Millionen steigen wird, ich bin da aber ehrlich gesagt eher skeptisch. Sollte es aber wirklich soweit kommen, dürften digitale Zeitungen und Zeitschriften zweifelsohne weiter an Bedeutung gewinnen – gerade bei qualitativ hochwertigen Artikeln. Das zeigt auch ein Blick auf die Verkaufszahlen von Axel Springer. Satte 54 Prozent der digitalen Verkäufe der „Welt“ werden auf iPads konsumiert. Zum Vergleich: bei der „Bild“ sind es nur 16 Prozent.

Wie ich meine Lesegewohnheiten in naher Zukunft ändern werde, lasse ich mal dahingestellt. Denn zum einen bin ich (noch) nicht bereit, 500 Euro und mehr für einen eigenen Tablet PC hinzublättern und ganz davon abgesehen finde ich es irgendwie viel toller durch das knisternde Papier einer Zeitung oder eines Magazins zu blättern. Denn zugegeben: ich sitze schon so viel zu viel am Computer, da ist so ein entspanntes Hin- und Herblättern auf der Couch echt entspannend. Oder? Und wenn ich ganz ehrlich bin, gibt es noch einen Grund, der mich hindert, ein Zeitungsabo (egal in welcher Form) abzuschließen: solange mir Inhalte im Internet oder in Apps (Hallo „Tagesschau“) kostenlos und zum Teil sogar noch untermalt mit Videos angeboten werden, brauche ich keine kostenpflichtigen Zusatzinhalte. Und wenn doch, der Kiosk um die Ecke freut sich schon auf meinen Besuch…

(Hayo Lücke)

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Hayo Lücke hat von 2009 bis 2014 insgesamt fünf Jahre lang für BASIC thinking geschrieben und dabei über 300 Artikel beigesteuert.