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F-Secure ShareSafe prüft Facebook-Links

Keine Ahnung, ob es euch auch so nervt wie mich, aber wenn ich mich durch die virtuellen Facebook-Welten bewege und feststelle, wie unbedacht viele meiner dortigen Freunde auf Links klicken, die auf ihren Pinnwänden erscheinen, wird mir teilweise echt übel. Egal, ob es sich dabei um irgendwelche „geilen Schwestern“ oder um einen vermeintlichen „Gefällt mir nicht“-Button geht, viele Links werden ohne Rücksicht auf mögliche Gefahren angeklickt. Das Dumme dabei: in vielen Fällen hat das zur Folge, dass sich ein Link unbemerkt auf der eigenen Pinnwand platziert und in Form einer Art Kettenreaktion eine unschöne Spam-Welle losgetreten wird. Wenn es ganz blöd läuft, lauert hinter der verlinkten Webseite auch noch eine Malware (zum Beispiel ein Trojaner), die eine Gefahr für den eigenen Rechner darstellt.

Die Kollegen aus der F-Secure Pressestelle habe mich in diesem Zusammenhang auf eine (überarbeitete), englischsprachige Facebook-Anwendung aufmerksam gemacht, die genau diese Problematik bekämpfen soll: F-Secure ShareSafe. Die kleine App prüft nicht nur Links auf potenzielle Unsicherheiten, die ein Nutzer selbst posten möchte, sondern auch Links, die von anderen geteilt werden und auf der persönlichen Pinnwand erscheinen. Das nachfolgende Video zeigt euch, wie der Spaß funktionieren soll.

Mit dem neuesten Update sollen auch https-Websites überprüft werden können. Allerdings befindet sich die Anwendung trotzdem noch im Beta-Status. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch: ShareSafe kann eure Links nur dann überprüfen, wenn ihr sie über die Anwendung selbst postet bzw. checken lasst. Über das standardmäßige Link-Sharing auf der Pinnwand-Startseite funktioniert die Sicherheitsüberprüfung nicht. Ein Verweis zur ShareSafe-App wird nach der notwendigen Freigabe im Facebook-Hauptmenü am linken Bildschirmrand integriert.

Gleichwohl habe ich bei einem Test heute Morgen keine einzige Internetseite finden können, bei der ShareSafe Alarm geschlagen hat. Scheinbar bewege ich mich auf zu gefestigten Pfaden durch das Internet… Aber vielleicht fällt euch ja eine Website ein, die man noch überprüfen könnte und ihr teilt mir diese mit? Alternativ freue ich mich natürlich auch über eure eigenen Erfahrungen mit der App. Und bevor ihr auf die Idee kommt: Youporn ist clean – sagt zumindest die Anwendung…

(Hayo Lücke)

Über den Autor

Hayo Lücke

Hayo Lücke hat von 2009 bis 2014 insgesamt fünf Jahre lang für BASIC thinking geschrieben und dabei über 300 Artikel beigesteuert.

11 Kommentare

  • Ok, die App scheint wohl ganz gut zu funktionieren. Leider ist es wie bei FB selbst, müßig die Invites zu versenden. Manuell alle Freunde auszuwählen könnte doch endlich einmal mittels „invite all“ gelöst werden (Ja man will Spammern vorbeugen). Bei dieser App wäre es aber durchaus sinnvoll. Dumm auch, das jeder Invite bestätigt werden muss – das OK-Fenster aber, zumindest in Safari, am oberster Stelle des Browser kleben bleibt. Heißt hochscrollen, bestätigen, wieder runter. Zudem werden die bereits eingeladenen Freunde in der Freundesliste nicht deaktiviert. Trotzdem eine sinnvolle Anwendung. Danke für den Tipp!

  • Frage ist für mich, was passiert wenn da wieder so ein Quatsch von einem Clickjacking kommt. Den will ich ja gar nicht posten, das passiert ja weil man irgendwas gucken möchte und in Wirklichkeit irgendwo gefällt mir klickt.
    Diese App prüft zwar auch hinterher aber was macht die dann damit?

  • Man kann sich in den meisten Fällen aber auch selber zusammen denken, bei welchen Beiträgen es sich um solche Spam Links handelt und bei welchen nicht. Wenn’s dann nicht nur nach dem Format geht, dann wenigstens vom Inhalt her. Aber toll gibt es jetzt auch diese App dagegen. Da sind dann alle geschützt!

  • Nur mal so am Rande, es sind nicht nur „Profis“ unterwegs, die bei allem, immer und ständig rum blöken, das es dieses und jenes schon gibt, überflüssig ist oder sonstige sinnfreie Kommentare abliefern. Meinem Freundes- und Bekanntenkreis, davon ist 99% online, stehe ich gerne mit Rat und Tat zur Seite, da viele einfach noch nicht verstehen was sie online alles anstellen können. Sollte ich selbst nicht weiter wissen, informiere ich mich so gut es geht und gebe meinen Rat wertfrei ab.

  • Ich frage mich warum facebook das nicht schon längst selbst eingeführt hat.
    Es kann doch nicht so schwierig sein ein paar links zu überprüfen.

  • Gerade bei Linkshortenern ist eine Überprüfung ziemlich schwierig, wenn sie nicht live stattfindet. Denn oftmals können die Linkziele im Nachhinein noch geändert und auf unseriöse Seiten umgeleitet werden.

  • Ob eine externe FB-Anwendung da groß helfen wird, solange manch Unbedarfter einfach mal auf Links klickt und seine Daten dann auch noch dem Unternehmen freiwillig preisgibt (in der Hoffnung auf einen „Glückskeks“ oder ähnliches)? Ich denke auch, da müsste FB selbst etwas regeln. Aber wer weiß, vielleicht ist das ja gar nicht in deren Sinne…?