Anonymous: Angriffe auf Facebook und mexikanisches Drogenkartell abgesagt?

Jürgen Vielmeier


Es ist mal wieder Zeit, die Gerüchteküche zu befeuern. Es geht diesmal nicht um ein neues iPhone, Google-Phone oder sonst ein Gerät. Aber ganz sicher ist wirklich nicht, was da morgen passieren wird und ob überhaupt etwas passieren wird. Anonymous hat vor Monaten bereits angekündigt, Facebook ins Fegefeuer zu schicken. Morgen, am 5. November, soll es so weit sein. Ebenso hat Anonymous in dieser Woche einem mexikanischen Drogenkartell den Krieg erklärt.

Dann aber wurde von einigen Seiten zurückgerudert: Mashable vermutet, dass Anonymous den Angriff gegen Facebook abgeblasen hat. Auf dem Twitter-Account zum Thema sei nichts mehr los, schreibt Zachary Sniderman. Der Angriff gegen das Netzwerk ist bei Anonymous umstritten. Auch der Krieg gegen das Drogenkartell Zeta sei abgeblasen worden, schreibt der „Guardian“. Es sei fragwürdig, ob tatsächlich ein Anonymous-Mitglied in Veracruz von dem Drogenkartell entführt worden sei.

Was wird passieren? Wird etwas passieren?

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Von der Anonymous-Gruppe „Operation Cartel“ heißt es, man wolle keine Menschenleben aufs Spiel setzen und deswegen sei ein Angriff auf das Drogenkartell zu riskant. Die Gruppe hatte damit gedroht, Namen, Adressen und brisante Informationen von Zeta zu veröffentlichen, was rivalisierende Banden hätten interessant finden können. Außerdem wurde heute bekannt, dass Anonymous bei der Enttarnung eines Pädophilennetzwerks im Oktober („Operation Darknet“) offenbar Hilfe von Mozilla bekommen hat.

Im offiziellen Twitter-Account von Anonymous wird der geplante Angriff auf Facebook und der Twitter-Account dazu als Fake bezeichnet. Das sei nicht der Stil der Bewegung, man töte den Boten nicht. Außerdem würde das den Unmut vieler Webnutzer nach sich ziehen, man könnte Sympathien verspielen. So oder so sind wir gespannt, was morgen passiert. Gar nichts wäre fast schon langweilig…

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(Jürgen Vielmeier, Foto: Gaelx (CC))

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Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.