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Neues iPad kann LTE – aber nicht in Deutschland, liebe Medienwelt

 

Eines muss man Apple ja lassen: immer dann, wenn der US-Konzern ein neues Produkt ankündigt – und sei es mit noch so wenig Vorabinformationen – überschlagen sich die Medien mit der zugehörigen Berichterstattung: im Vorfeld, während der eigentlichen Präsentation und natürlich auch im Nachgang. Das war auch am Mittwoch wieder so als das neue iPad vorgestellt wurde. Und doch war dieses Mal einiges anders.

Da wäre zum Beispiel der Name: The new iPad oder Das neue iPad hat Apple seinen überarbeiteten Tablet Computer getauft. Anders als im Vorfeld vermutet ist bei der Namensgebung keine Spur von iPad 3 oder iPad HD; einfach nur iPad. Als ich gestern Abend während der Präsentation von Apple-Chef Tim Cook bei Twitter unterwegs war, hat es mich entsprechend wenig überrascht, wie viele Menschen sich über den neuen iPad-Namen wunderten bzw. versuchten, herauszufinden, wie denn die offizielle Produktbezeichnung nun eigentlich laute.

Die Idee hinter Apples Namensstrategie ist völlig unklar und für Außenstehende nicht so richtig nachvollziehbar. Ich finde es ja in Ordnung, wenn man zu den Wurzeln zurückkehrt, doch wäre es nicht deutlich attraktiver, wenn auf den ersten Blick erkennbar wäre, dass es sich beim neuen iPad um Apples Tablet PC der dritten Generation handelt?

Wie auch immer, Apple wird seine Gründe haben und am Ende wird der Konzern mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wieder Millionen seiner neuen iPads verkaufen. Allein aus meinem unmittelbaren Freundeskreis haben mir gestern Abend gleich zwei Personen signalisiert: „Neues iPad? Klar, kauf ich.“ Ich möchte gar nicht bewerten, ob sich ein Kauf tatsächlich lohnt, das soll jeder selber wissen. Was ich an dieser Stelle aber unbedingt noch einmal klarstellen möchte: ja, das neue iPad ist mit einem LTE-Chip ausgestattet, aber nein, ihr werdet nicht in den deutschen LTE-Netzen damit surfen können.

LTE in Deutschland? Nicht mit dem neuen iPad

Apple macht das wie immer richtig geschickt. Zitat von der Homepage: „Das neue iPad unterstützt schnelle Datennetze auf der ganzen Welt – bis zu 4G LTE.“ Wichtig dabei sind vor allem zwei Worte: bis zu. Denn während der integrierte LTE-Chip die Frequenzbereiche um 700 und 2.100 Megahertz unterstützt, werden hierzulande Netze aufgebaut, die auf den Frequenzbereichen um 800, 1.800 und 2.600 Megahertz basieren. Heißt im Klartext: wenn ihr mit dem neuen iPad nicht gerade in den USA oder in Kanada unterwegs seid, bringt euch der LTE-Chip herzlich wenig. In Zahlen ausgedrückt: die maximal mögliche Download-Rate liegt bei einer Nutzung in Deutschland nicht bei rund 70 Mbit/s sondern bei maximal 21 Mbit/s – und das auch nur an ausgewählten Hotspots wo HSPA+ verfügbar ist. Inzwischen hat das übrigens auch die Telekom über Twitter bestätigt.

Enttäuschend ist in diesem Zusammenhang übrigens auch, wie mit dieser Tatsache in der deutschen Medienlandschaft umgegangen wurde. Selbst ausgewiesene Fachmagazine bejubelten munter die LTE-Verfügbarkeit und missachteten konsequent die fehlende Frequenz-Unterstützung. Und auch im Radio bei 1Live wird heute Morgen weiter munter von LTE-Verfügbarkeit gequasselt. Nur in ganz wenigen Fällen wurde auf die für deutsche Nutzer so wichtige Frequenz-Diskrepanz hingewiesen.

Ich sage: Schnell zu arbeiten ist das eine, gründlich zu recherchieren aber die andere Seite der Medaille – und beides gehört in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit einfach dazu. Und deswegen werfe ich auch Apple vor, in der deutschen Pressemitteilung nicht deutlich(er) darauf hingewiesen zu haben, dass LTE beim neuen iPad zwar an Bord, hierzulande aber nicht nutzbar sein wird. Es gibt Dinge zu verbessern – auf beiden Seiten.

(Hayo Lücke)

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Über den Autor

Hayo Lücke

Hayo Lücke hat von 2009 bis 2014 insgesamt fünf Jahre lang für BASIC thinking geschrieben und dabei über 300 Artikel beigesteuert.

56 Kommentare

  • Ich denke das wird der Popularität des Gerätes keinen Abbruch tun, aber man fragt sich schon, warum nicht darauf geachtet wurde. Wäre das so viel teurer gewesen das Frequenzspektrum bis auf 2600 hoch zu ziehen?

    Es wird sich zeigen, ob es ein Android basiertes Device schafft im Jahr bis zur Vorstellung der nächsten Generation des Ipad (dann evtl. mit DE-LTE) in die von Apple gelassene Lücke zu stoßen und ein schmuckes Android Tablet mit LTE anzubieten…

  • Hach, das bedeutet doch eigentlich nur, dass alle, die sich nur wegen LTE das Gerät bereits bestellt haben, am Ende doof aus der Wäsche schauen werden. Ich freue mich schön über die ersten Blogeinträge, die sich darüber aufregen, dass LTE gar nicht funktioniert 😉

  • Ich bin sowieso der Meinung das man das Ipad noch immer kaum unterwegs im Einsatz hat also ist es meiner Meinung nach nicht ganz so Wichtig ob nun LTE Standart oder eben nicht. Persönlich nehme ich mein Ipad jedenfalls kaum wo mit hin. Vielmehr ärgert mich jedoch das Apple nichts wirklich neues mehr hat wo man sagt hey das kann das ipad

  • Eigentlich ist „das neue iPad“ doch nur konsequent. Man spricht ja auch nur vom MacBook (evtl. um ein Datum wie ‚early 2010‘ ergänzt) und nciht vom MacBook 1, 2,3, 4x, etc. Beim iMac isses ähnlich.

  • Natürlich ist es Schlecht, aber bevor LTE sich hier Durchsetzt oder vernünftige Preise hat, gibt es sicher schon das iPad (4).
    Zumal ja Apple die Geräte für Europa oder Deutschland durchaus mit einen anderen Chip oder sogar Firmwareseitig für andere Frequenzen ändern könnte? Beim iPhone gibt es ja dort auch unterschiedliche Varianten für EU oder USA je nach Mobilfunk Standard.
    Andererseits bleibt das natürlich für alle Hersteller auch von Smartphone ein Problem sollte es keinen „Universal“ LTE-Chip geben und man würde weniger Rücksicht auf einzelne Länder nehmen.

  • Es bleibt abzuwarten, ob die Frequenzen nicht auch per Firmware-Update angepasst werden können. LTE ist meiner Ansicht nach in Deutschland noch kein Thema, daher ist das neue iPad in meinen Augen ein 3G-Gerät mit einer LTE-Option. Dumm natürlich, wenn sich die Medien nur auf LTE stürzen und Kunden, die sich nicht genug informieren davon blenden lassen.

  • Na ja, das Apple seine Kunden vera*** hatte ist ja nix neues. Wenn ich da so an das erste iPhone denke mit dem Zwangsvertrag der Telekom und allem anderen Übel…

  • @Paul,

    In den meisten Regionen haben wir noch langsames DSL, ordentliche UMTS geschweige denn HDSPA Verbindungen sind ein Wunschtraum und du meinst weil Apple ein popeliges Ipad rausbringt wird der LTE Ausbau angekurbelt?

    Träum weiter! Wenn Apple einem nichts bringt, dann dem gewöhnlichen Bürger. Das ist Elektronikspielzeug für Städter

  • @Paul:
    Das ändert nichts daran, dass das LTE Modul vom Ipad nicht unterstüzt werden wird.
    Auch wenn der Ausbau weiter dadurch angetrieben werden wird.
    Wie gesagt verschiedene Frequenzen.

  • @Paul

    … jepp, genau so isses.

    @ Röhrich

    Natürlich wirds nicht nur das „popelige“ iPad richten aber wenn genug Electronic im Markt ist die LTE unterstützt, fängt auch die Telekom an zu denken. Apple hat aus meiner Sicht hier alles richtig gemacht.

    Was nervt, ist die ewige, pubertäre Dummquatscherei von Non-Mac-Usern. Was beteiligt Ihr Euch eigentlich an der Diskussion? Schaut auf Eure Tablets, da habt Ihr genug zum labern.

  • Schonmal daran gedacht, dass es ehemals wie beim iPhone4 (man erinnere sich: 3G funktionierte mit europäischen Modellen aufgrund des Frequenz-Unterschieds in den USA nicht) unterschiedliche Modelle geben wird?

    Apple ist manchmal komisch, aber nicht dumm. Gerade bei so einem Key-Feature werden die sich schon was dabei denken und nicht den ganzen europäischen LTE-Markt aussen vor lassen. Für so bescheuert halte ich nichtmal Apple.

  • Also ich find’s mit der Namensgebung viel spannender, als ob es LTE hat/kann. Endlich fängt mal jemand an den cineastischen Fortsetzungswahn zu beenden. Es bleibt ein (neues) iPad.

  • @Sebastian:
    das ist genau das Problem, beim LTE kannst du das im nachhinein nicht ändern.
    Genau deswegen kam das erste Iphone ohne 3G weil es nicht in den Kernmärkten flächendeckend war!

  • @Dethlef:

    Warten wir mal ab. Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass der Chip diesmal aus technischer Sicht alle Frequenzen kann. Das wäre ja mal was neues…

  • Spannender Artikel.

    Irgendwie eine Schweinerei, dass das LTE Modul vom Ipad nicht unterstüzt wird. Wobei es schon stimmt, dass man das Ipad noch immer kaum unterwegs im Einsatz hat.

  • Ein paar Tatsachen. Trotz massive Werbung der Netzbetreiber gibt es derzeit in DE kaum LTE. Diese Situation wird sich auch innerhalb der kommenden 2 Jahren kaum ändern. Wenn ich schon alleine daran denke wie lange es noch dauert bis ein vernünftige Teil von DE mit UMTS ausgebaut ist, dann habe ich Zweifel ob die Mehrheit der Nutzer vor 2015 überhaupt jeher in ein mit LTE ausgebauten Netz kommen.

    So ein IPad alleine wird es nicht schaffen das die Verfügbarkeit von LTE schnell ausgebaut wird. Es gibt aber durchaus viele Hersteller die schon in diesen Sommer Smartphones anbieten werden die auch LTE können. Dies wird vielleicht die Netzbetreiber aufwecken.

    Ach und für jede der meint, aber es gab doch gerade die Messe für Smartphones bzw, jetzt die CeBit. Da waren aber noch keine LTE Smartphones, also werden diese zumindest in Jahre 2012 nicht kommen.

    Seit ihr wirklich so? Jeder weiß das vor allen in diesen Bereich die Neuheiten beinahe in 2 Wochen Abstände kommen. Ein neu vorgestellte Smartphone im März auf die CeBit ist schon im Herbst 2012 soweit zum alten Eisen das die Restbestände dann als Prepaid Modelle verkauft werden.

  • Und das heißt nicht, das jetzt alle deutschen Telekommunikationsanbieter Milliarden ausgeben und ihre Hardware umstellen, damit das Apple-LTE unterstützt wird? 😛

    Einen Satz habe ich bei der Präsentation vermißt: „weiterhin hat das neue iPad 35+ neue Trivialpatente bekommen, mit denen wir die Konkurrenz verklagen können.“

  • Das neue iPad heißt einfach nur iPad. Schaut mal auf die Rückseite eines iPad 2…. da fehlt auch die zahl und es steht nur da iPad 😉

  • Kann es sein, daß sich Apple in letzter Zeit arg von Android getrieben fühlt?

    Mir drängt sich der Eindruck auf, dass Apple seine Produkte immer schneller und ohne ausreichende Tests auf den Markt wirft. Ein wenig durchdachter könnten die Teile schon sein, immerhin ist Apple GlobalPlayer und Deutschland nicht grad ein kleiner Markt für iPads

    Antennagate…LTE Gate…was kommt als nächstes?

  • “ Schnell zu arbeiten ist das eine, gründlich zu recherchieren aber die andere Seite der Medaille – und beides gehört in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit einfach dazu. “

    Wahre Worte. Aber aus dem Glashaus?!? Ihr hab’s gestern (wie alle anderen) falsch geschrieben, es dann woanders richtig gelesen und immerhin korrigiert. Aber ob man sich angesichts dieser Leistung derart weit aus dem Fenster hängen sollte?!? Dass bei Apple (wie bei allen anderen Firmen auch) bestimmte Details erst nach der Präsentation klar werden, ist dann soooo überraschend auch nicht. Geht mal zu ner Samsung Präsi in Korea und versucht herauszufinden, was das Dingen genau in Deutschland kann, was es kostet und wann es lieferbar ist. Was? Nicht alles klar? Dann aber los rumhacken auf Samsung. Verarschen die User!!! Und die Presse!!!

    Aber irgendwie ich stimme ja zu: Apple News bringen so viele Leser, dass da alle mitmachen wollen. Und dabei sind viele, die nicht wissen, was sie tun (damit meine ich jetzt nicht in erster Linie euch …)

  • Ob LTE haben oder nicht, ich meine das 21 Mbit immer noch DEUTLICH schneller ist als das derzeitige Netz. Von daher kann Apple ruhig Geld mit dem Titel LTE verdienen, allerdings bringt es für alle nur Vorteile.

    Apple kann (würde ich mal behaupten) nicht Rücksicht auf jeden Absatzmarkt nehmen.
    Weiß jemand wie es in Österreich oder in der Schweiz ist?

    LG

  • Also laut dem heise-Newsticker kann das neue iPad dank DC-HSDPA in Deutschland immerhin mit bis zu 42 MBit/s aufwarten. Scheint aber natürlich mal wieder extra teure Datentarife vorauszusetzen…
    LG

  • HSDPA ist doch ein Käse denn der LTE-Ausbau hat ja extra auf dem Land gestartet dass zB meine Eltern aus dem DSL-Light (und da hatten wir noch Glück) Loch rauskommen.
    Bringt aber nix denn die Tarife sind eine Katastrophe – dann lieber weiterhin DSL Light (387) mit ab und an Ausfällen.

    Das Beste aber ist das LTE zwar geht aber kein UMTS denn die LTE Masten strahlen kein UMTS aus.
    Und wo kein UMTS da auch kein HSDPA (+ oder – egal) d.h. HSDPA nur in Ballungsräumen wie gehabt und hinterm Ortschild gehts mit GPRS weiter.

  • @Teena:

    Ändert meiner Beobachtung nach aber nichts daran, dass ich auch außerhalb der „Metropolen“ eher auf UMTS als auf LTE-Zellen treffe. Ist ja nicht so, als wäre das ländliche Gebiet flächendeckend ausgestattet. Für die sinnvolle Anwendung von !mobilen! LTE-Geräten werden wir in Deutschland wohl noch ein paar Jahre warten müssen.

  • Also scheinbar seid ihr hier schlecht informiert. Das neu eIpad wird mit zwei unterschiedlichen Chips ausgeliefert. Und Tmobile und Vodafone haben sich dazu schon geäußert.

    Mir fehlen die Worte, wenn ich die Samsunganhänger sehe, die hier dann etwas von Appleopfern schreiben. Der Neid muss groß sein, dass man immer und immer wieder warten muss, bis Samsung dann alls von Apple kopiert hat, man beachte auch den Werbesppot zum Galaxy Note.

  • Wo ist Deine Quelle, Patrick?

    Telekom und Vodafone haben beide heute gesagt, dass das iPad _nicht_ LTE-fähig sein wird in Deutschland. Und Apple selbst sagt das genauso. Hör bitte auf, falsche Tatsachen in den Raum zu stellen, die nachweislich nicht stimmen. Das hilft hier niemandem weiter…

  • also was apple da macht ist schon etwas seltsam, jedoch verstehe ich noch weniger was alle mit lte wollen. es gibt in deutschland auf dem land bereits einen recht guten lte ausbau, dieser dient jedoch nur als festnetzersatz und kann nicht von mobilgeräten genutzt werden. ein lte netz für mobile geräte gibt es derzeit in münchen, köln und frankfurt, die dazugehörigen lte-tarife kosten locker 70 euro. das würde derzeit also sowieso kein otto-normal-verbraucher nutzen, auch wenn das ipad den deutschen ipad-standard unterstützen würde. mir war völlig klar, dass die erste generation der lte-chipsätze noch seine nachteile hat, ich dachte zwar eher an den akkuverbrauch aber jetzt ist es wohl eher der frequenzbereich. wenn ich richtig gelesen habe, wird es in den usa zwei verschiedene lte-ipads geben… eine version für at&t und eine lte-version für verizon, die haben nämlich jeweils andere lte-standards bzw frequenzen. für europa/deutschland hätte apple also wohl eine dritte version des ipad „3“ 4g raus bringen müssen, da hier lte aber noch keine rolle spielt, haben die das wohl gelassen. btw: ein upgrade auf andere frequenzbereiche per software update ist natürlich nicht möglich! also jetzt hört auf rumzumeckern, das fehlen von lte spielt in der praxis keine rolle, wir haben ja noch nicht einmal ein stabiles und flächendeckendes umts/hspa netz. lässt uns über lte wieder in 2-3 jahren reden. lasst uns lieber über die anderen features des ipads reden… das display, wann ziehen andere mit und bieten eine ähnliche auflösung? wann bieten android geräte eine ähnliche grafikleistung? wann kommen endlich vernüntige apps für android-tablets, die nicht nur aufgeblasene smartphone apps sind?
    so, ich habe fertig und gucke jetzt auf meinem ipad über die sky go app einen film (auf abruf).. btw: ich habe von sky gehört, dass es keine android sky-go app geben wird… aus sicherheitsgründen.

  • p.s.
    wie ich oben geschrieben habe, gibt es ein ipad 4g für at&t und ein ipad 4g für verizon… mit der wifi variante sind es also 3 versionen. ich hatte mich gfragt welche der beiden 4g varianten in deutschland verkauft wird und habe nun die antwort… es ist die at&t 4g variante!

  • „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“

    Albert Einstein

  • Vor allem frage ich mich, wie ein (in D) LTE-unfähiges Gerät den LTE-Ausbau in Deutschland vorantreiben sollte.

  • LTE sollte dazu dienen gerade die Region bei dem es zumindest kostenmäßig teuer wird ein vernünftigen DSL Datenrate (mindestens 3000er) anzubieten zu versorgen.

    Leider gehen die Provider hier ein falschen Weg. Zwar wird durchaus in die Fläche ausgebaut aber nicht mit den nötigen Schwung.

    Ballungsräume hingegen die zum teil schon über VDSL verfügen werden aber dann zusätzlich noch als erste mit LTE versorgt.

    Aber selbst wenn sich hier was tut kommt ein andere Problem dazu. Gute und vernünftige LTE Tarife kann man sich kaum leisten

    Ein echten LTE Tarif kostet derzeit über 70 Euro im Monat. Vergisst alle die mehrfach beworbene LTE Tarife die es zum teil ab 40 Euro gibt. Zwar hat man hier zuerst LTE aber schon ab ein paar 100 MB im Monat wird man auf EDGE zurück gestuft.

    Dann kann ich gleich ein wesentlichen billigeren normalen Datentarif nehmen und hier zwar weiterhin nur langsam aber zumindest billiger unterwegs sein.

    Noch was zu Apple.

    Es scheint so das Apple durchaus ein wenig Angst hat das andere Hersteller zu viel vom Markt haben könnten. Zumindest beobachtet man das die Neuerscheinungen wie bei IPad jetzt und bei IPhone 4S doch eigentlich nur ein Schnellschuss sind.

    Seien wir doch alle einmal ehrlich. Selbst Apple Fan Boys waren schon enttäuscht als es im Jahre 2011 kein IPhone 5 gab sondern nur eine leicht modifizierten IPhone 4.

  • @41 Hm schrieb
    „Vor allem frage ich mich, wie ein (in D) LTE-unfähiges Gerät den LTE-Ausbau in Deutschland vorantreiben sollte.“

    Die Frage die niemand stellt ist doch eher warum machen es die Dienste Anbieter oder Netzbetreiber den Herstellern so Schwer wenn jedes Land eine eigene Frequenz nutzt, statt sich auf einheitliche zu Verständigen?
    Da es bisher keinen “Universal” LTE-Chip“ gab, hat jeder Hersteller das gleiche Problem entweder größere Märkte zu bevorzugen oder mehere Varianten mit unterschiedlichen LTE Frequenz -Chip zu bauen.
    Für alle die nun berechtigter weise Entäuscht sind und Apple beschimpfen sollten Beachten das der ERSTE „Universal LTE-Chip“ Gobi-Plattform von Qualcomm erst am 22.02.2012 Vorgestellt wurde , also zu Spät für das iPad.
    Natürlich hätte Apple auch eine deutsche iPad Version bauen können und eine französische , spanische ……

    http://www.computerbild.de/artikel/cb-News-PC-Hardware-Qualcomm-Gobi-Plattform-Chip-Funkstandards-7329148.html

  • Berechtigte Frage, die den Kunden aber nicht interessieren dürfte. Wenn Apple (auf der DE-HP) aber mit…

    „Das neue iPad unterstützt schnelle Datennetze auf der ganzen Welt – bis zu 4G LTE“

    …wirbt, finde ich das schon arg grenzwertig, auch wenn ganz unten winzig in einer Fußnote auf mögliche Einschränkungen hingewiesen wird und das rein rechtlich sicherlich ok ist.

  • @45 Hm

    „Berechtigte Frage, die den Kunden aber nicht interessieren dürfte. Wenn Apple (auf der DE-HP) aber mit…“

    Stimmt der normale Kunde wird das nicht gleich Verstehen,
    aber eigentlich sind Tech-Blogs dafür da es mal sachlich zu Erleutern statt Polemik, warum sich Netzbetreiber nicht auf mehere einheitliche Frequenzen einigen können? oder was das Problem für Universal LTE-Chip´s ist.

    …Das neue iPad unterstützt schnelle Datennetze auf der ganzen Welt – bis zu 4G LTE”….

    Das kennen doch viele Kunden … sein DSL Anbieter Wirbt mit „bis zu Fantastischen mb/s“ und er bekommt nur DSL Light 😉
    Natürlich ist das Werbung und von der USA aus gesehen ist der deutsche Markt vermutlich nicht ganz so Wichtig das er als erstes ein LTE Pad bekommt, andererseits sind Apple auch überhaupt die Ersten damit, wann andere nachziehen steht auch noch in den Sternen.
    Gebe es am Markt schon Universal LTE-Chip Geräte ?? wäre es aber Peinlich.

  • Bestimmt wird sich Apple noch was einfallen lassen, damit das iPad auch hierzulande LTE-tauglich wird. Kann doch nicht so schwer sein den Chip in deutschen iPads auszutauschen.

    Und die deutschen Mobilfunkanbieter, die gerade eifrig am werben für LTE-Angebote sind, werden da sicher auch nochmal nachhaken. Ist schließlich auch für die nicht gerade förderlich um neue LTE-Kunden zu gewinnen.

    Mir persönlich wäre das mit der LTE-Unterstützung völlig egal. Mir reicht WLAN und die Möglichkeit, mein Smartphone als WLAN-Hotspot zu nutzen. Zumal LTE auch einfach noch zu teuer ist.

  • schön dass niemand meinen kommentar gelesen hat, er die letzten 10 kommentare fast unnötig gemacht.

    „apple hätte ein lte-ipad für deutschland rausbringen können“
    … nein, das macht wie gesagt keinen sinn. lte spielt einfach in deutschland noch keine rolle, da es lte bisher nur in 3 städten gibt und der ausbau noch viele jahre brauchen wird. das ipad 4 oder 5 wird aber sicherlich den deutschen standard auch unterstützen, außerdem reichen ja wohl die 42 mbit, bie auch in deutschland mit dem ipad erreicht werden können.

    „ipad tarife ab 40 euro“
    mobilfunk-lte tarife gibt es erst ab 70 euro. allerdings gibt es lte tarife als festnetz-ersatz für 40 euro, die man zuhause mit einem stationären router verwenden kann, jedoch nicht mobil. wie erwähnt, gibt es einen lte standard auf dem land und einen mobilen standard für die stadt in deutschland.

  • Kann es sein das Apple hier nur Geld sparen wollte?

    Angeblich gibt es bereits Chips die alle weltweite Standards für LTE abdecken könnten. Nur kosten diese dann vielleicht 20 Dollar mehr im Einkauf.

    Aber ehrlich gesagt selbst wenn Apple beim neuen IPad vielleicht 30 oder 40 Dollar mehr verlangen würde, wäre dies für den Verkauf kein Faktor.

    Eher scheint es so das Apple bewusst diese „Nachteil“ in Kauf nimmt um dann beim nächsten Modell (voraussichtlich Anfang 2013) neben ein paar andere Verbesserungen auch weltweite LTE anzubieten.

  • @49 Peter schrieb
    „…Kann es sein das Apple hier nur Geld sparen wollte?
    Angeblich gibt es bereits Chips die alle weltweite Standards für LTE abdecken könnten. Nur kosten diese dann vielleicht 20 Dollar mehr im Einkauf..“

    Diese LTE-Chip gibt es aber sie sind nur für LTE und Unterstützen keine weiteren Mobilfunkstandards wie ein „Universal-Chip“, so müssten mehere Chips verbaut werden, was natürlich neben den Kostenfaktor auch zusätzlich die Akku Leistung beeinträchtigt.
    Es gibt aber auch LTE – USB-Stick als Zubehör in Deutschland und diese dann sicher auch bald für das iPad, so das die Aufregung schnell Umsonnst sein könnte.
    Zudem Schädigt sich ja Apple damit eher selbst und gibt der Konkurenz eine Change , wenn LTE so wichtig wird.
    Da nur ein Chip Auszutauschen wäre ist es durchaus möglich das Apple dieses auch noch vor dem iPad (4) macht?

  • Selbst wenn es hierfür 2 Chips benötigt hätte wäre dies auch kein Problem.

    Und zum Energiebedarf. Diese lässt sich durchaus so regeln das selbst bei 2 verbaute Chips diese gar nicht ins Gewicht fällt.

    Und ob jetzt so ein Gerät jetzt vielleicht eine halbe Stunde früher ans Ladegerät muss, spielt auch nur eine untergeordnete Rolle.

    Übrigens der UMTS (3G) Ausbau in DE ist auch nicht gerade toll. Gut wer Glück hat und in Regionen wohnt und unterwes ist, der wird diese beinahe überall finden.

    Es gibt aber durchaus größere Regionen (z. Oberfranken, Oberpfalz, Eichsfeld, Voigtland) wo es außer ein paar „UMTS Leuchtürme“ noch sehr viele Gebiete ganz ohne gibt. Hier ist EDGE das maximal mögliche. Und das obwohl alle großen Provider davon sprechen das UMTS in rund 90% der Gebiete bereits zu Verfügung steht.

    Ergo was spricht dagegen?

    Entweder man will sparen bzw. die Gewinnmarge nochmals erhöhen.

    Oder man will diese weltweite LTE Fähigkeit dann in Zusammenhang mit den nächsten Modell als eine Verbesserung vermitteln.

    Nur auch mal zu Hilfe für Apple.

    Derzeit würde in Deutschland kaum ein Kunde von LTE was haben. Alleine weil es diesen Standard bisher in ein paar Orte gibt. Und auch fürs restliche Jahr 2012 wird deren Verbreitung in DE nicht besonders mehr werden.

  • @51 Peter
    Es ist schwer Einzuschätzen wie groß der Aufwand ohne vorhandenen “Universal-Chip” ist ?
    Zudem bleibt natürlich die Tatsache das Apple eine US Firma ist und wohl auch den Fokus hauptsächlich auf den heimischen Markt legt, hier würde sich vermutlich auch kaum jemand darüber „Aufregen“ das bei einem deutschen Tablet Hersteller LTE zb. in Japan noch nicht damit Funktioniert um Kosten zu sparen?
    Wie schon gesagt, es sicher ein Fall für die Zubehörindustrie LTE-Sticks Adapter dafür Anzubieten oder gar beim Vertragabschluss Mitzuliefern. Zumal solch Lösung nicht die Schlechteste sein muss da damit auch andere Geräte wie Laptop ect. ohne eingebauten Chip in der Übergangszeit LTE tauglich gemacht werden können.

  • Ich finde das kein großes Problem das LTE nicht unterstützt wird, da der Ausbau noch einige Zeit dauern wird. Sollte es wieder ein neues iPad geben, wovon man ausgehen kann, wird das sicherlich eingebaut werden.

  • LTE hin, LTE her – bis sich das bei uns in D mal flächendeckend durchsetzt hat Apple schon „the new new new IPad“ präsentiert – und den wahren Jüngern ist´s eh total egal was das Ding kann, hauptsache es ist was Neues und man kann wieder schlange stehen vor den Läden… – ich sollte mir mal einen Würstlwagen mieten und den mal abends in Richtung der Eingangstür schieben, damit die wartenden Jünger wenigstens ordentlich versorgt werden beim Warten… – und vom Ertrag kauf ich mir dann auch eins ;-))))

  • @55 Viktor
    „Schade eigentlich. Sie hätten ruhig alle gängigen Hertz-Bereiche abdecken können… So hat das neue iPad kaum Mehrwert…“

    Hier wird der Eindruck suggeriert das iPad könnte kein LTE Internet „darstellen“ natürlich kommt das iPad im Prinzip auch mit LTE klar, nur halt nicht durch einen Internen Empfang.
    Haben plötzlich Laptops keinen „Mehrwert“ mehr wenn sie keinen internen Mobilfunk Empfangschip oder DSL Modem eingebaut haben?
    Die Leute verwenden am Läppi daheim ihr Wlan und Unterwegs dann einen LTE – oder Provider Stick, dies ist bei geeigneten Zubehör auch so mit dem iPad möglich.

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