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Samuel L. Jackson rastet aus, als Siri seine Fragen nicht beantwortet


War wohl klar, dass das kommt: Schauspieler Samuel L. Jackson ist derzeit in einem furchtbar langweiligen, neuen Werbespots für Apples Sprachassistent Siri im US-Fernsehen zu sehen. AT&T hat diesen in Auftrag gegeben. Damit nicht genug: Der Mobilfunkriese hat auch Männerschwarm Zooey Deschanel in einen erschreckend unsüßen Spot gesteckt und den aufs Fernsehen losgelassen. Die Siri-Fans unter euch mögen mir vergeben oder auch nicht, aber das sind Videos, über die wir uns in allerallerspätestens zehn Jahren kaputt lachen werden. Und daran ist auch Siris roboterhafte Stimme schuld.

Irgend ein Techblog oder Spiegel Online Netzwelt – wenn es eins von beiden dann noch gibt – werden das in ein paar Jahren wieder ausgraben, mit dem Finger darauf zeigen und sagen: „Haha, damals – was haben wir uns dabei nur gedacht“. So, wie man heute viele Jahre alte Videos von Steve Ballmer oder Videos zum heißen Trend Internet im ZDF aus dem Jahre 1996 wieder an die Oberfläche holt. Zum Glück erschienen postwendend die ersten Parodien auf die Jackson-Deschanel-Videos.

Das Original mit Jackson ist… sagt ihr mir, ob das lustig oder charmant ist. Ich finde, beides nicht:

Dass Jackson nämlich auch ganz schön aus der Haut fahren kann, bewies er spätestens im Gangsterfilm „Pulp Fiction“. Slacktory war so nett, eine berühmte Jackson-Rede aus dem Film mit Siri zusammenzuscheiden:

Zooey hier mehr oder weniger süß im AT&T-Spot:

Und hier in der auch nicht weniger witzigen, betrunkenen Parodie:

Apples eigene Siri-Spots sind deutlich unterhaltsamer – aber vielleicht auch nur, weil Siri darin meistens die Klappe hält:

Siri mag ein wichtiger Schritt sein, gerade, weil es wirklich das meiste versteht, was man ihr sagt. Dennoch muss man zu oft einen Schritt zu weit gehen, den Assistenten etwa daran erinnern, dass er nach der gestellten Frage wie „Wie viele Einwohner hat Deutschland?“ auch noch suchen soll. Was denn sonst? Und dann diese Stimme und ihre Antworten. Vergleicht das vielleicht mal mit dieser Futurama-Folge, in der Fry sich in einen Lucy-Liu-Roboter verliebt:

Die Herausforderung für die Hersteller von Sprachsteuerungen ist, Siri und Co. etwas menschlicher zu machen. Auf dass wir dann in ein paar Jahren wirklich über Videos wie von Jackson und Deschanel lachen können.

(Jürgen Vielmeier)


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Über den Autor

Jürgen Vielmeier

Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.

5 Kommentare

  • Siri- die Roboterstimme für die ganz einsamen Menschen, die sich Kommunikation wünschen, wenn sie keine menschliche mehr haben. Traurig & ganz sicher eine Sache, über die wir in ein paar Jahren (hoffentlich) lachen werden- wenn die Menschheit bis dahin nicht völlig un-eigenständig geworden ist im denken & für jeden Pfurz ne freundliche Computerstimme braucht!

    Nur mal im Vergleich zu anderen „Technik-Legenden“: Ich finde das Piepen von einem R2D2 aus Star Wars bis heute noch süss, ehrlich & fortschrittlich, da irgendwie ein Gefühl & Intention mit diesem sympathischen Roboterlein mit-transportiert wurde. Bis heute ist genau dieser R2D2 & das „Gefühl von damals“ für viele ein währender Kultstatus- ob das mit Siri, nun auch mit Hollywood-Unterstützung- genauso wird, mag ich zu bezweifeln…

    Am schönsten finde ich folgenden Satz zu Siri (war mal ein Artikel in unserem Blog): „Weil ich mir kein iPhone 4S leisten kann,hat mein Date gesagt,dass es okay ist,wenn ich sie mit Siri anspreche.Das ist Liebe!“

    So far…

  • funktioniert viel zu ungenau es macht NULL sinn das zu nutzen tippen ist schneller als 10 mal das reinsprechen…

  • […] sich vom bloßen Möbeldiscounter und macht jetzt in Technik. Uppleva! Ganz neu erlebt auch Samuel L. Jackson das technische Zeitalter. Siri, Siri, Siri anstatt Kiri, Kiri, Kiri. Richtige Köpfe rollen derzeit in so manchen Chefetage. […]

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