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Apples geheimer "Kriegsfilm von 1944" aufgetaucht: Jobs als Franklin D. Roosevelt


Was man im Netz täglich so alles findet – eins schräger als das andere. Aber hierbei blieb mir wirklich für einen Moment die Spucke weg: Der frühere Apple-CFO Craig Elliott soll der Redaktion von Networkworld ein bislang geheimes Video zugespielt haben. Der 9-minütige Kurzfilm von 1984 ist im Stile eines Kriegsfilms von 1944 gedreht. Apple befindet sich darin im Krieg mit dem Nebenbuhler IBM. Der Generalstab schwört seine Kadetten darauf ein, die Menschen des Landes IBM zu befreien und ihnen Macintosh-Computer zu geben.

Apple-Gründer Steve Jobs ist in einer kurzen Szene als damaliger US-Präsident Franklin D. Roosevelt zu sehen. Nach erfolgreichem Angriff infiltriert die Truppe von Fallschirmjägern das Feindesland und befreit die Menschen, die erstaunliche Ähnlichkeit mit Zombies haben, von ihren IBM-PCs. Und zwischendrin wird auch die Szene mit dem Hammerwurf aus Apples berühmten „1984“-Spot persifliert. Noch Fragen?


Ich hätte welche: 1. Ist der Spot echt und, wenn ja, 2. Wie konnte er so lange unentdeckt bleiben? Nach allem, was ich schon gesehen habe, lege ich für gar nichts mehr die Hand ins Feuer. Ob das Video echt ist, neu ist, oder ob es nicht ein gut gemachter Kurzfilm ist, der in der heutigen Zeit erst entstanden ist: Ich weiß es nicht, ich habe nichts dazu finden können und es ist mir irgendwo auch egal. Quentin Tarantino hätte das für das schmale Budget von angeblich 50.000 Dollar nicht besser hinbekommen.

Bizarr ist der Film auf jeden Fall. Elliott soll ihn nach den Tod von Steve Jobs im vergangenen Herbst erstmals auf YouTube veröffentlicht haben, wo Sony ihn wegen eines Copyright-Verstoßes entfernen ließ. Das Video war nur für interne Zwecke gedacht und sollte das Marketing-Team gegen IBM einschwören, dem damaligen IT-Giganten, der 1981 seinen ersten PC auf den Markt brachte. Das Video ließ sich leider hier nicht einbetten, hier immerhin eine Kopie mit russischen Untertiteln:

(Jürgen Vielmeier)


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Über den Autor

Jürgen Vielmeier

Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.

15 Kommentare

  • Ich glaube, das ist wieder so ein virales Ding was uns da aufgetischt wird. Man will wohl, dass es jetzt auftaucht… warum erschließt sich mir jedenfalls (noch) nicht.

  • Wie wir ja Heute alle Wissen bekämpfte Steve Jobs damals den falschen Gegner.
    Da er damals als Hardwarehersteller dachte wem die Hardware gehört der bestimmt auch die Software nur zeigte die Geschichte das es wohl anders lief. Wann gibt es eigentlich den geheimen Film aus dem „Apple Giftschrank“zu sehen wo Steve Jobs den thermonuklearen Krieg gegen Google Android führt?

  • Gab es damals den „angebissenen“ Apfel schon? Ich glaube nicht. Das Logo wurde doch sehr viel später geändert. Ist aber bei 0:52 zu sehen… Also doch eher neu?!

  • Fake …
    @Ben, Du hast Recht: Das Apfel-Logo gab es zwar schon 1977, allerdings in den berühmten Regenbogenfarben. Erst mit Einführung des iMacs 1998 wurden die Regenbogenfarben herausgenommen. Das Logo wie bei 0:40 zu sehen (so wie es aussieht, sogar mit Struktur bzw. Schatten nach Innen) ist sogar erst 1999 entstanden (siehe dazu http://de.wikipedia.org/wiki/Apple#Apple-Logo).

  • Ja, Größenwahn kommt vor dem Fall. Solche Rollenspiele sind irgendwie voll daneben.

    Muss etwas stets schmunzeln, dass die Kreativniks vor den Kisten sitzen, wie das Kaninchen vor der Schlange. Die wollen immer besonders individuell sein, sind aber längst sehr uniform geworden 😀

  • @5 Ralf
    „Das Apfel-Logo gab es zwar schon 1977, allerdings in den berühmten Regenbogenfarben.“

    Wenn man wegen des „S/W Look“ die Regenbogenfarben weglässt , stimmt das Logo durchaus.
    Aber so ein Film 1983 zu Produzieren war sehr Aufwändig gegenüber heute wo das jeder mit dem iPhone kann , daher wäre ein Fake nicht Ausgeschlossen.

  • @Mika B.
    „Wenn man wegen des “S/W Look” die Regenbogenfarben weglässt , stimmt das Logo durchaus.“
    Klar, nur würde kein professionell arbeitendes Unternehmen wie Apple einen Teil des Logos einfach mal weglassen. Und schon gar nicht, wenn ein Perfektionist wie Steve Jobs das Sagen hatte.

  • Ähm.

    Der „LightWriter“, der immer wieder erwähnt wird? Was soll’n das sein?

    Das Apple-Logo wurde übrigens von Anfang an auch in monochrom entworfen und auf Briefbögen verwendet (auf der OVP meines Mac SE von 1987 war es in monochrom rot zu sehen).

    Trotzdem ein Fake.

  • Hmmm, über Sinn und Unsinn kann man streiten. Und auch, ob das Video gut ist … Aber irgendwie finde ich die Idee doch spannend. Besonders in Zeiten von „For you, vor Ort“ oder „hat geprickelt in mein Bauchnabel“ … 😉 …

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