Samsung Galaxy SIII: Das Ungetüm, das menschelt

Jürgen Vielmeier

Samsung hat heute in London sein neues Spitzen-Smartphone Galaxy SIII vorgestellt. Die Tabelle der wichtigsten Eigenschaften liest sich wie folgt:

  • Riesiges 4,8-Zoll-Display mit 1280×720 Pixel Auflösung
  • 1,4-GHz-Quadcore-Prozessor (Cortex A9)
  • 8-Megapixel-Hauptkamera mit 1080p-Videoaufzeichnung, die Frontkamera hat 1,9 Megapixel
  • 8,6 Millimeter dünn
  • 133 Gramm schwer
  • Physische Home-, Zurück- und Menü-Tasten

Was die Hardware betrifft, reiht sich der Riese damit in die Riege der ähnlich ausgestatteten Konkurrenz ein (HTC One X, LG Optimus 4X HD). Aber vor allem die eigens auf das Android-Gerät zugeschnittene Software ist interessant. Damit dürfte Samsung der Konkurrenz eine Weile davon segeln.


Samsung nennt diese Funktionen „Natural Interaction“. Darunter:

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  • Direct Call: Das Telefon wählt automatisch eine auf dem Bildschirm eingeblendete Nummer, wenn man das SIII ans Ohr hält.
  • Ein Sensor misst die Bewegung des Auges und verdunkelt etwa den Bildschirm, wenn der Nutzer nicht drauf schaut.
  • Hebt man das SIII vom Tisch auf, zeigt es automatisch entgangene Anrufe an, ohne dass man das Gerät von Hand einschalten muss.
  • Samsung hat einen Siri-ähnlichen Sprachassistenten namens S-Voice eingebaut.
  • Smart Alert: Das SIII hört auf zu klingeln, wenn man es umdreht
  • Burst Shot Cam: Die Kamera nimmt bis zu 20 Bilder in Serie auf, die Auslöseverzögerung soll bei fast null liegen. Die Software sucht angeblich das beste Bild heraus.
  • Buddy-Photo-Share: Die App sucht die zu einem Foto den passenden Kontakt heraus und schickt die Fotos auf Wunsch gleich dorthin.
  • Pop-up Play: Eine Art Multitasking, wie es vom Desktop bekannt ist. Während man ein Video auf einem kleinen Bereich des Bildschirms schaut, kann man auf dem gleichen Bildschirm im Netz surfen oder eine Nachricht verschicken.
  • Touch to Beam: Datenaustausch via NFC-Kontakt und Bluetooth 4.0
  • Galaxy-SIII-Käufer erhalten 50 GByte freien Speicher bei Dropbox und ein spezielles Flipboard-Widget.

Ferner stellte Samsung heute ein Scan and Match für sein in einigen Ländern verfügbares Musikangebot Music Hub vor. Es gleicht vorhandene Playlists ab und speichert Songs in der Cloud – ist also eine Antwort auf Apples iTunes Match.


Samsungs eigenes Android

Alles in allem? Ein Smartphone der Spitzenklasse, das vor allem mit seiner komfortableren Bedien-Software punktet. Android? Ja, schon noch. Aber Samsung hat großen Wert auf eine individuelle Note bei seiner neuen TouchWiz-Oberfläche gelegt. Und darum wird es in Zukunft gehen: Differenzierung, nicht nur über andere Hardware, sondern über eigene Software-Services. Einige der Beobachter der Szene meinten in den vergangenen Wochen, Samsung müsse langfristig ein maßgeschneidertes Android verwenden. Nichts anderes als das hat Samsung heute vorgestellt.

Allerdings, und streitet mit mir darüber gerne in den Kommentaren: Die Chancen, ein beliebtes „Volks-Handy“ zu werden, wie das Galaxy SII, sehe ich beim SIII eher nicht. Dafür ist es schlicht und ergreifend zu groß. 4,8 Zoll sind ein echtes Ungetüm, das man sich nicht mal eben in die Hosentasche steckt. Das Gehäuse wirkt nicht unelegant, aber ist es ein Phone, mit dem man auch noch cool aussieht? Ja, nennt mich oberflächlich, aber ihr wäret erstaunt, wie viele Menschen da draußen sich ein Smartphone nach äußerlichen Gesichtspunkten kaufen. Ansonsten hat Samsung hier alles richtig gemacht und der Android-Konkurrenz ein paar Hausaufgaben aufgegeben. Eine intelligente, „menschlichere“ Steuerung müssen die anderen nun erst einmal nachlegen.

(Jürgen Vielmeier, Bilder: Samsung)

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Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.