Google fegt iGoogle vom Tisch – erntet Protest

Saskia Brintrup

Mit Frühjahrsputz im Sommer betitelt Google im eigenen Weblog seine aktuelle Aufräumaktion, mit der fünf Dienste weggewischt werden (nachdem seit letztem Herbst bereits mehr als 30 Angebote aussortiert wurden). Auf dem Putzplan stehen Google Video, iGoogle, die Intranet-Suche Google Mini, Talk Chatback zur Kommunikation mit Website-Besuchern und die Symbian Search App, um den Fokus verstärkt auf andere Services richten zu können.

Google Video nimmt bereits seit mehr als drei Jahren keine neuen Uploads mehr entgegen, die bestehenden Clips werden in diesem Sommer automatisch zu YouTube migriert und dort als private Videos gehandhabt. Wer seine Videos vorher löschen möchte, hat bis zum 20. August Zeit. Als überholt sieht das amerikanische Internetunternehmen zudem iGoogle an, doch es regt sich bereits Widerstand.

Unter einem entsprechenden Artikel von Thenextweb ruft iGoogle-Nutzer John Ross zur Unterzeichnung einer Petition auf.  Don´t kill the iGoogle webportal haben derzeit 65 Personen zugestimmt, die die Seite erhalten möchten. Eine weitere Petition mit 145 Unterzeichnern stammt von Scott Barbour, wie ich in den Kommentaren bei TechCrunch gesehen habe.

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Google hingegen ist der Meinung, dass das, was man vor sieben Jahren als personalisierte Startseite (und so mancher als Tor zum Internet) bezeichnete, heute besser von Apps und Widgets erledigt wird. Das dürfte zwar für diejenigen praktischer sein, die mit mehreren Geräten online gehen und die Daten synchron halten möchten, auf dem PC scheint iGoogle für die Nutzer jedoch nicht so leicht ersetzbar. Einstampftermin ist der 1. November 2013. Bis dahin sollten eingetragene Inhalte also gesichert werden.

Was haltet ihr davon, nutzt ihr iGoogle privat oder am Arbeitsplatz? Werdet ihr andere der auslaufenden Dienste vermissen?

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(Saskia Brintrup)

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Saskia Brintrup hat von 2010 bis 2013 insgesamt 66 Artikel zu BASIC thinking beigesteuert.