MyTaxi expandiert in die USA: Sprung über den großen Teich ist etwas Besonderes

Jürgen Vielmeier

Das Hamburger Unternehmen Intelligent Apps hat heute den Start seiner Taxivermittlung MyTaxi in den USA bekannt gegeben. Für den Anfang beschränkt man sich in einer Art Feldtest auf die Hauptstadt Washington D.C. Es ist nicht das erste Mal, dass ein deutsches Startup den Sprung über den großen Teich wagt, und doch hat diese Meldung etwas Besonderes. Wenn deutsche Gründer bisher den Weg in die USA gegangen sind, dann vornehmlich aus zwei Gründen: Um von der dortigen Startupszene zu lernen oder um etwas gänzlich Neues anzubieten. ResearchGate sei hier als Beispiel genannt.

Im Falle von MyTaxi wagt sich der weltweite Marktführer auf den US-Markt, der ganz nebenbei in der Version 3.2 die wohl ausgereifteste Taxi-App anbietet. Leichter wird das Unterfangen damit nicht. Der US-Markt ist natürlich lukrativ – man stelle sich nur vor, MyTaxi würde den New Yorker Taximarkt erobern. An Konkurrenz mangelt es dennoch nicht. Eine ganz ähnliche Geschichte wie die Hamburger erzählt das israelische Startup GetTaxi, das funktionell mit MyTaxi vergleichbar ist, bislang nach Moskau und London expandiert hat und nach eigenen Angaben in Kürze in New York starten will.

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TaxiMagic wirkt technisch ähnlich weit und ist nach eigenen Angaben derzeit in 45 Städten in den USA verfügbar, TaxiMojo in 20, hauptsächlich an der US-Westküste. Uber mit seinem Limousinen-Service on Demand ist in gewisser Weise natürlich auch ein Konkurrent. Zahlreiche Glücksritter haben eine Art Goldgrube entdeckt und wollen nun den Wilden Westen mit der Moderne beglücken. Da Taxi-Apps in den Staaten unter den Taxizentralen noch nicht einmal ansatzweise so weit verbreitet sind wie in Deutschland, gilt es jetzt, das Land für sich zu erschließen. MyTaxi kommt hier anscheinend gerade noch rechtzeitig, wenn man sich etwas von dem Kuchen abschneiden will. Ein Jahr später und die Konkurrent wäre davon gezogen gewesen. Nun hat das deutsche Startup gute Chancen, auch in den USA zum Marktführer aufzusteigen.

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Jürgen Vielmeier ist Journalist und Blogger seit 2001. Er lebt in Bonn, liebt das Rheinland und hat von 2010 bis 2012 über 1.500 Artikel auf BASIC thinking geschrieben.