Sonstiges

Dropbox stellt Inhalte in den Vordergrund

Der Cloud-Dienst Dropbox hat ein paar neue Features vorgestellt. Über eine Vorschau-Funktion sollen PDFs und andere Dokumente schon im Browser angezeigt werden können und die Dateien können per Facebook, Twitter und Mail einfacher geteilt werden. Damit verschiebt Dropbox seinen Fokus vom reinen Speicherdienst für Dateien zum Inhalte-Dienst. Die Funktionen sollen im Laufe der nächsten Monate bereitgestellt werden.

„Wir denken an die Inhalte der User“

Dropbox-Manager Chris Beckmann begründet die Einführung der neuen Features damit, dass sich bei dem Cloud-Dienst die Sichtweise geändert habe: Statt bei irgendetwas erst einmal an die eigentliche Datei zu denken, wird nun an den Inhalt des Users gedacht. Damit geht man einen kleinen Schritt in Richtung Online-Publishing und könnte somit ein wenig Facebook und Twitter ärgern.

Es ist nicht der ganz große Schritt, soll aber den Usern erleichtern, Freunden und Bekannten den Zugang zu entsprechenden Dateien zu erleichtern. Als Beispiel nennt Dropbox Fotos, die zum Teil automatisch vom Smartphone des Users in seinen Dropbox-Ordner geladen werden. Eigenen Angaben zufolge hat man Milliarden Fotos auf seinen Servern, die der User bislang nur einzeln oder als ganzen Ordner mit seinen Freunden teilen konnte.

Preview für Office-Dokumente

Das soll nun geändert werden: Nun können einzelne Fotos zu einem Album arrangiert werden und den Freunden gezeigt werden. Auch wenn die Foto-Dateien in andere Ordner verschoben oder umbenannt werden, bleibt das Album bestehen. Eingeladene User können die Dokumente sofort im Browser anschauen.

Selbiges gilt auch für Office-Dokumente, die ohne einen Download angesehen werden können. Zu den unterstützen Dateiformaten zählen unter anderem Word, PDF und PowerPoint. Excel bleibt erst einmal außen vor.

Filesharing? Ohne uns!

Auch Audio- und Video-Inhalte werden erst einmal nicht unterstützt. Die Begründung könnte sein, dass Dropbox den Eindruck vermeiden will, als Hort für illegales Filesharing benutzt zu werden. Doch letzten Monat hat man das junge Streaming-Startup Audiogalaxy übernommen – da könnte also noch etwas kommen.

Ein weiterer Schritt könnte sein, dass Dateien nicht nur angeschaut, sondern auch bearbeitet werden können – von Filtern für iPhone-Fotos bis hin zu Textveränderungen in Word-Dokumenten ohne die entsprechende Datei herunterladen zu müssen.

Der Weg ist das Ziel

Auch wenn die Funktionen einem sicherlich nicht die Sprache verschlagen, entwickelt sich Dropbox für meine Begriffe in die richtige Richtung. Ich nutze den Dienst zwar nicht täglich, aber wenn, dann bin ich froh über die einfache Handhabung.

Und gleichzeitig wahrt der Cloud-Speicher im Gegensatz zu anderen Dienstleistern sein Image, eben nicht oder nur kaum für Filesharing missbraucht zu werden. Eine externe, von Usern gefütterte Suchmaschine über die Dateien, die auf Mega-Servern liegen, kann ich mir bei Dropbox jedenfalls nicht vorstellen. Und auch wenn Kim Schmitz da sicherlich nicht dahinter steckt, wird er dagegen vermutlich nichts unternehmen. Warum sollte er auch?

Doch zurück zu Dropbox: Netter Anfang, bitte mehr davon!

Bild: Dropbox


Vernetze dich mit uns!

Like uns auf Facebook oder folge uns bei Twitter


Über den Autor

Robert Vossen

Robert Vossen hat erst Los Angeles den Rücken gekehrt und dann leider auch BASIC thinking. Von 2012 bis 2013 hat er über 300 Artikel hier veröffentlicht.

4 Kommentare

  • ich verstehe ja nach wie vor noch nicht, wie das geschäftsmodell von dropbox eigentlich funktioniert. die summe die amazon denen für die server-kappa berechnet muss gigantisch sein.
    dass man das mit den paar zahlenden kunden tatsächlich wieder reinbekommt, überascht mich wirklich.

  • Finde ja immernoch Dropbox viel besser als Google Drive. Nur wenn man schon jede Menge Daten bei google gespeichert hat ist der wechsel nicht so einfach.

  • Ich denke mal, dass man leicht unterschätzt, was die zahlenden Kunden einbringen. Zudem kostet Bandbreite und Serverleistung heute gar nichts mehr. Und die meisten Kunden nutzen eben auch die Kapazität nur zu einem Bruchteil aus

Kommentieren