Demnächst in der Fußgängerzone: Schatz, lass uns noch mal in den Google Store gehen

Robert Vossen

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Google ist neidisch auf Apple. Genauer: Auf die Apple Stores. Diese schicken Läden, in denen auf massiven Holztischen die begehrten Apple-Produkte ausgestellt werden. Wo Kunden fasziniert das neue iPad ausprobieren oder an einem MacBook rumspielen. Und deswegen, so dachte man sich wohl, will man nun auch Google Stores in der Fußgängerzone aufbauen.

Erste Google Stores noch vor Weihnachten

Noch vor Weihnachten soll der erste Google Store in den USA eröffnet werden – Ziel ist es, dass in allen wichtigen Ballungsräumen des Landes Ladenlokale entstehen. Doch wozu soll das Ganze gut sein?

Die Strategie ist zunächst einleuchtend: Kunden, die ihr Erspartes für ein neues Technik-Gerät ausgeben wollen, können es so zunächst erst einmal testen und anfassen, bevor sie eine Entscheidung treffen. Das war der Hauptgrund, warum Steve Jobs 2001 den ersten Apple Store eröffnete.

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Denn schließlich waren die User bis dato nur Windows-PCs gewohnt – Apple und das proprietäre Betriebssystem waren erst einmal abschreckend. Die Strategie ist wohl aufgegangen – die Apple Stores sind Kult und werden bei Neuveröffentlichungen gerne auch mal zum Camping-Platz.

Womit füllt man die Ladenfläche?

Doch genau diese Strategie ist das Problem, wenn man sich die Produktpalette von Google anschaut: Da wären nämlich Android-Smartphones, Chromebooks und Google TV. Von Android-Smartphones muss allerdings niemand überzeugt werden – die finden längst reißenden Absatz. Chromebooks hingegen sind bislang eher Ladenhüter. Doch laut Wikipedia gibt es erst sieben Modelle. Wenn man alle angekündigten Laptops einrechnet – inklusive des ominösen Chromebook Pixel – kommt man auf zwölf Modelle. Bei Google TV sieht es noch dürftiger aus: Von der zweiten Generation gibt es vier Modelle, von der kommenden dritten Generation sind erst drei Geräte angekündigt.

Sicherlich, Apples Produktpalette ist auch nicht mit der eines Supermarkts zu vergleichen, doch neben iPhone, iPad und MacBooks hat man noch zahlreiche Gadgets im Regal stehen – von der Tastatur über Musikboxen bis hin zu Apple-Adaptern und spezifischer Software. Googles Inventar hingegen gleicht dem eines Flohmarktstandes: Ein bisschen hier und da, aber kein magisches Produkt, dass die Leute anzieht.

Hauptziel: Google Glasses

Doch das soll sich natürlich ändern: Denn ein Ziel der Google Stores ist es angeblich, die Google-Brille an den Mann zu bringen. Das ist ziemlich ambitioniert, zumal Google-Gründer Sergey Brin noch letztes Jahr auf der I/O-Konferenz gesagt hat, dass Google Glasses kein „consumer device“ sei. Und damit dürfte er Recht behalten.

Denn so interessant und toll ich die Entwicklungen in dem Bereich auch finde – die futuristisch anmutende Brille wird in den nächsten paar Jahren sicherlich keinen großen Absatz finden. Sie ist schlicht zu teuer, zu speziell und zu extravagant. Und ich bezweifle, dass sich das großartig ändern wird, nur weil sie im Schaufenster eines Google Stores zu begutachten ist.

Zumal es ja auch nicht heißen muss, dass die Superbrille dem digitalen Verkaufshaus vorbehalten bleibt, nur weil Google keine eigenen Geschäfte eröffnet, schließlich unterhält der Suchmaschinenkonzern bereits eigene Ladenecken bei der US-Kette Best Buy.

Und so frage ich mich, warum man nicht an der Strategie festhält und den Kunden seine Produkte nicht auf den bereits vorhandenen Ladenflächen präsentiert. Gerne auch ein Flagship-Store auf der Fifth Avenue in New York. Aber Google Stores in allen Ballungsräumen der USA könnten ein dickes Minusgeschäft werden. Und das ist doch eigentlich nicht nötig um ein paar Brillen zu verkaufen.

Bild: Flickr / Robert Scoble (CC BY 2.0)

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Robert Vossen hat erst Los Angeles den Rücken gekehrt und dann leider auch BASIC thinking. Von 2012 bis 2013 hat er über 300 Artikel hier veröffentlicht.