Ein bisschen Amazon und etwas Pinterest – und fertig ist die neue eBay-Oberfläche

Robert Vossen

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Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich habe schon länger nichts mehr von eBay gehört. Doch damit ist jetzt Schluss: In den USA bekommen Kunden ab heute eine neue personalisierte Startseite angezeigt – den Plänen zufolge soll dies auch bald für internationale User gelten.

Suche versus Personalisierung

Auf den ersten Blick sieht die neue Homepage sehr aufgeräumt aus – vom Header und ein paar Navigationselementen abgesehen steht das Produkt im Vordergrund. Das fällt besonders auf, wenn man die derzeitige deutsche Homepage zum Vergleich nimmt. Natürlich ist es nicht verwunderlich, dass ein eCommerce-Anbieter seine Ware bestmöglich präsentiert, doch eBay kupfert kräftig bei prominenten Vorbildern ab – mit Erfolg. Dabei wurde die neue Homepage bereits seit Oktober getestet, das positive Feedback der User hat nun die großen Umbauten zur Folge.

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Denn während das alte (lies: deutsche) eBay noch auf Suche und Produktkategorien setzt, stellt das neue eBay die Interessen des Nutzers in den Vordergrund. Anhand dieser nämlich sollen die Produkte fortan feilgeboten werden. Ein personalisierter Feed, große Bilder – das erinnert doch stark an Amazons Empfehlungsalgorithmus und Pinterests Layout.

Mediterranes Feeling im Feed

Verdeutlicht wird das an der Werbefigur Matt Miller. Der gute Mann hat sich nach einem Auslandsaufenthalt in Florenz in Italien verliebt. Und so sind in seinem Produkt-Feed italienische Schuhe, Panini-Maker und eine Espresso-Maschine zu finden. Doch natürlich ist Matt nicht so eindimensional, wie das mancher annehmen möchte: Er steht auch auf Gitarren und Fußball – und schwupps, die passenden Produkte wie Fußballschuhe und Gitarrensaiten tauchen in seinem Feed auf.

Und sollte während seines Besuchs bei eBay eine neue Parmesanreibe eingestellt werden, bekommt Matt eine kleine Benachrichtigung und kann seinen Feed aktualisieren. Personalisierung in Echtzeit.

Natürlich braucht man nach einer gewissen Zeit seine Interessen nicht mehr eingeben; anhand der vorherigen Einkäufe weiß eBay, wofür man sich interessiert. Zumindest in der Theorie. Der Amazon-Algorithmus „Weitere Artikel für Sie“ lässt grüßen. Für den Anfang muss man aber mindestens fünf Produkte zu seinem Feed hinzufügen, bevor es losgehen kann.

eBay kämpft mit Flohmarkt-Image

Auch wenn die neue Homepage sehr schön designed ist und ein Hauch Web-2.0-Feeling verspricht, ist jedoch fraglich, ob man damit der beste Freund des User-Portemonnaies wird. Ich war jedenfalls schon seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr auf eBay. Und auch wenn ich weiß, dass man dort schon seit geraumer Zeit Produkte häufig direkt kaufen kann ohne eine 7-Tage-Auktion abwarten zu müssen, so haftet eBay für mich immer noch das Image eines digitalen Flohmarkts an. Trotz Power Seller, überwiegend (?) neuer Produkte und professioneller Anbieter. Vielleicht bin ich aber auch nicht der typische Shopper – alles möglich.

Doch auch wenn die neue Homepage für mich wenig an diesem Image ändern wird, so haben wir immerhin mal wieder etwas vom Internet-Urgestein gehört. Und wenn das neue Layout nur der erste Schritt ist, dann höre ich in Zukunft auch gerne wieder mehr.

Bilder: Flickr / Mike Knell (CC BY-SA 2.0); Screenshots

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Robert Vossen hat erst Los Angeles den Rücken gekehrt und dann leider auch BASIC thinking. Von 2012 bis 2013 hat er über 300 Artikel hier veröffentlicht.