D11-Konferenz in New York: Tim Cook plaudert aus dem Nähkästchen

Robert Vossen

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Gestern fing die D11 Konferenz in New York an und Apple-CEO Tim Cook hat wie häufig viel erzählt ohne viel zu sagen. Ein interessantes und zugleich langweiliges Interview, das Apple dazu verpflichtet, bei der Apple-Konferenz in gut zehn Tagen alles zu geben.

iOS 7 und Mac OS X werden am 10. Juni vorgestellt

Die wohl deutlichsten Hinweise gab Cook zu iOS 7 und Mac OS X, deren Zukunft auf der Apple-Konferenz WWDC am 10. Juni vorgestellt würde. Ohne Details zu nennen, betonte der Nachfolger von Steve Jobs, wie wichtig Jony Ive, der Chef-Designer von Apple sei, der sich bei iOS7 wohl um die designtechnische Verschmelzung von Hard- und Software gekümmert hat.

Die wohl schwammigsten Hinweise gab es zu „mehreren Produkten“, die Apple gerne von der Leine lassen würden – worum es sich handelt, bleibt in guter alter Apple-Manier unklar. Natürlich geistert immer wieder die Idee eines Apple-Fernsehers durch den Raum und wie immer beklagt sich Cook, dass die Benutzerfreundlichkeit an der großen Glotze zu wünschen übrig lasse und dass man in diesem Bereich großes Potential sehe.

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13 Millionen verkaufte Apple TVs – und wo bleibt der Fernseher?

Das hat man schon gefühlte hundert Mal gehört – so langsam müsste Apple mal ankündigen, wie man dieses Potential ausnutzen wolle. In knapp 10 Tagen hat man ja Gelegenheit dazu; doch da ein Apple-Fernseher schon seit längerem erwartet wird, ist es in der Gerüchteküche diesbezüglich eher lauwarm.

Stattdessen freut sich Cook zu berichten, dass man inzwischen 13 Millionen Apple TVs verkauft habe – die Hälfte davon im letzten Jahr. Das ist nicht schlecht, aber gemessen an den iPhone- und iPad-Verkaufszahlen und dem Potential des Marktes, das Apple stets predigt, auch nicht wirklich beeindruckend.

Keine Angst vor Google Glass und Android

Weiter geht’s im Themenlabyrinth: Von Google Glass ist der Apple-Chef nur mäßig beeindruckt. Nichtsdestotrotz ist der Bereich der „Wearable Computers“ natürlich auch für Apple durchaus interessant. Ob man sich dort engagieren werde? Vielleicht. Klarheit sieht anders aus, aber das macht Apple ja auch ein Stück weit aus.

Wie sieht es mit einem günstigeren iPhone und der Dominanz von Android aus? Über beides mache sich der Apple-CEO keine großartigen Gedanken. Es ginge dem Konzern gar nicht darum, die meisten Geräte zu verkaufen, sondern die besten. Wenn man lange genug sucht, wird Steve Jobs auch schon einmal so etwas Ähnliches gesagt haben.

„Wir verkaufen nicht die meisten, aber die besten Geräte“

Apple verkaufe nicht die meisten Laptops, sondern die besten. Nicht die meisten Tablets, sondern die besten. Nicht die meisten MP3-Player, sondern die besten. Beim letzten Punkt darf man sich zwar fragen, wer die Dominanz des iPod in den Schatten stellen solle, aber ansonsten ist es Apples übliche Selbstlobpreisung.

Gleiches gelte beim iPhone: Die Statistiken würden belegen, dass die User das iPhone mehr benutzen würden als andere Geräte und Apple in sämtlichen Kundenzufriedenheits-Rankings vorne liege. Daher habe man bislang auch kein günstigeres iPhone vorgestellt.

Kein günstigeres iPhone – vielleicht aber in der Zukunft

Im Gegensatz zum iPod, der von Nano bis Classic unterschiedliche Nutzerbedürfnisse anspreche, sehe man dieses Potential beim iPhone noch nicht. Und da man sich bei einem Smartphone um mehr Details von Hardware bis Software kümmern müsse, wolle man lieber eine Sache richtig machen, als viele Sachen nur halbherzig. Aber für die Zukunft schließe man auch nichts aus.

Unterm Strich bleibt festzuhalten, dass Tim Cook einen guten Politiker abgeben könnte: Eine gute Stunde hat der Chef geredet und die Zuhörer wissen ungefähr genauso viel wie vorher. Die Verkaufszahlen des Apple TV sind vielleicht neu, aber eigentlich auch nicht der Rede wert.

Am 10. Juni muss Apple liefern

Nun ist es bei Apple nichts Neues, dass man sich geheimnisvoll gibt und sich alle Optionen offenhält. Aber irgendwann muss man auch liefern. Auf der WWDC am 10. Juni wird es also Zeit, dass Apple ein paar seiner neuen „game-changing“ Produkte vorstellt – mit Mac OS X und iOS7 allein wird vermutlich kein Blumenkranz zu gewinnen sein.

Bild: Flickr / deerkoski (CC BY-2.0)

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Robert Vossen hat erst Los Angeles den Rücken gekehrt und dann leider auch BASIC thinking. Von 2012 bis 2013 hat er über 300 Artikel hier veröffentlicht.