Auch Digg will den Google Reader beerben – ab Mitte nächster Woche verfügbar

Robert Vossen

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digg

Der Google Reader wird am 1. Juli abgeschaltet und just in time lässt Digg seinen RSS-Reader von der Leine. Eine Beta soll Anfang nächster Woche verfügbar sein, der Rest der Welt bekommt am 26. Juni Zugriff. In den Genuss der Beta-Version kommen allerdings nur die 18.000 User, die sich im Entstehungsprozess mit Feedback beteiligt haben.

Schlankes und simples Design

Der Reader soll in zwei Phasen zugänglich gemacht werden, damit die Server nicht unter der erwarteten Last zusammenbrechen. Bislang gibt es von Digg zwar nur Screenshots zu sehen, doch die deuten auf ein schlankes und simples Design hin – Interessenten dürften sich also reichlich finden.

Weitaus wichtiger dürfte für die meisten Erstnutzer allerdings sein, dass der Reader sämtliche Google-Reader-Feeds nahtlos importieren können soll. Zudem werden umfangreiche Social-Media-Funktionen in Aussicht gestellt, im Rahmen derer Artikel gespeichert, geteilt und organisiert werden können. Mobile Apps sollen sich außerdem mit dem Web-Reader synchronisieren, wobei stark zu vermuten ist, dass es zum Start nur eine iOS-App geben wird.

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Android-App kommt später

Erst in den 60 Tagen nach dem Launch will man den Fokus auf die Android-App legen. Ebenfalls versprochen ist eine Unterstützung für Drittanbieter wie Evernote und IFTTT sowie weitere Verbesserungen bei Bedienung und Funktionalität. So soll es künftig einfacher werden, Artikel zu sortieren, zu filtern und zu ranken. Suchfunktion und Benachrichtigungen stehen gleichermaßen auf der Agenda.

Wie bereits vermutet, wird der Reader in einer Freemium-Version angeboten – doch für was genau die User bezahlen müssen, ist noch unklar. Digg versucht jedoch schon zu beschwichtigen: Aktuelle und künftige Kernfunktionen bleiben kostenlos.

Später Start mit heißer Nadel

Ansonsten wirkt der Produktstart ein wenig wie mit der heißen Nadel gestrickt, doch mir gefällt die offene Kommunikation mit den Nutzern. Diese wurden im Vorfeld um Feedback gebeten und so in die Entwicklung mit einbezogen – das bietet immerhin gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Premiere.

Schafft es Digg, den Reader stabil und schnell zu halten sowie zeitnah gewünschte und versprochene Features nachzuliefern, könnte sich das Tool tatsächlich als aussichtsreicher Nachfolger des Google Readers erweisen. Diesen Platz beanspruchen allerdings auch einige andere Anbieter. Vor allem Feedly hat im Kampf um die ehemaligen Reader-Nutzer bereits viel Boden gutgemacht. Ob ein Newcomer wie Digg hier noch stechen kann, bleibt daher abzuwarten.

Bilder: Digg

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Robert Vossen hat erst Los Angeles den Rücken gekehrt und dann leider auch BASIC thinking. Von 2012 bis 2013 hat er über 300 Artikel hier veröffentlicht.