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„Die Uhr tickt“: Stellt Sony diese Woche die neue SmartWatch 2 vor? (Update)

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geschrieben von Thorsten Nötges

Mittlerweile wurde die SmartWatch 2 offiziell vorgestellt. Alle Details findet ihr am Ende des Beitrags.

Dürfen wir uns noch in dieser Woche auf eine neue SmartWatch von Sony einstellen? Es sieht jedenfalls danach aus, wenn man sich Tweets des offiziellen Xperia-Accounts anschaut und interpretiert. Innerhalb kurzer Zeit postete Sony eine Reihe von Nachrichten unter den Hashtags #itstime und #MAE13. Dahinter verbirgt sich die Mobile Asia Expo, die am 26. Juni in Shanghai beginnt. Sony wird dort selbstverständlich vertreten sein und eine ganze Reihe neuer Produkte dabei haben. Darunter mit ziemlicher Sicherheit die nächste Generation der SmartWatch.

Die Zielgruppe ist da

Sony ist sich sicher: Das Interesse der Nutzer ist da, und damit auch die Käufer.

Vorher wurde schon darauf hingewiesen, dass die erste SmartWatch von Sony bereits 2007 auf den Markt gebracht worden sei, und das tragbare Elektronik in der DNA von Sony liege:

So retro wird die neue Uhr wohl eher nicht aussehen, auch wenn die gepostete Version der Uhr ziemlich identisch mit der zweiten Generation zu sein scheint – wenn es denn tatsächlich schon die neue Uhr ist:

Erste Infos

Zu viel Ähnlichkeit wäre aber eher fatal: Die zweite Generation von Sonys Smartwatch hatte mit einer Reihe von Problemen zu kämpfen, die den Spaß am Gerät doch erheblich schmälerten. Vor allem die schlechte Lesbarkeit des Bildschirms in der Sonne und die vergleichsweise kurze Laufzeit sorgten für Kritik. Das wird sich mit der nächsten Generation hoffentlich ändern.

Erste Details sind bereits durchgesickert: Demnach soll das kapazitive Display nicht nur größer ausfallen, sondern auch einen Schutz gegen leichte Spritzwassereinwirkung mitbringen. Die Bedienung wird offenbar – analog zu aktuellen Xperia-Smartphones -über drei Touch-Buttons erfolgen. Außerdem mit an Bord: NFC und Bluetooth. Als Betriebssystem dient natürlich Android.

SmartWatches wohin man schaut

Allerdings steht Sony nicht mehr wie 2007 allein auf dem Markt für SmartWatches. Neben Unternehmen wie Apple, Samsung, Google, LG und Microsoft finden sich mittlerweile zahlreiche unabhängige Entwickler, die ihre Projekte über Kickstarter anschubsen und eigene kreative Ideen umsetzen.

Bestes Beispiel ist Pebble: Der Avantgarde-Zeitmesser („die erste Uhr für das 21. Jahrhundert“) setzt auf ein akkuschonendes ePaper-Display und Anpassungsfähigkeit an nahezu jeden Wunsch. Pebble war schon ausverkauft, bevor überhaupt das erste Exemplar ausgeliefert worden ist – seit Mai ist die Kickstarter-Aktion geschlossen und Vorbestellungen laufen. Auch die eher robuste Agent („die klügste Uhr der Welt“) erreichte schon am ersten Tag das gesteckte Finanzierungsziel und kann ab 1. Juli in den USA geordert werden. Das Metallgehäuse lässt die Uhr vergleichsweise massig wirken, dafür soll sie aber wirklich wasserdicht sein und lässt sich – wirklich cool – drahtlos auf dem mitgelieferten Pad aufladen.

Ob und wie Sony sich angesichts der wachsenden Konkurrenz positioniert, wird sich wohl noch diese Woche zeigen. Am nötigen Selbstbewusstsein mangelt es jedenfalls nicht. Ungeniert beanspruchen die Japaner bereits vorab die nächste Evolutionsstufe in der Entwicklung der Armbanduhr für sich:

Wir werden bald wissen, ob sie den Mund lediglich zu voll genommen haben oder tatsächlich eine neue Ära einleiten.

Update, 25. Juni

Sony hat heute die neue SmartWatch 2 vorgestellt, die ab September für 199,- Euro zu haben ist: mit Android, einem 1,6-Zoll-Display und der versprochenen NFC-Technologie (ab Android 4.0 auf dem Smartphone). Allerdings ist die Uhr, wie gemunkelt wurde, tatsächlich nur mit Android-Telefonen zu verbinden. Wasserdicht ist sie nicht, aber immerhin spritzwassergeschützt. Alle weiteren Details gibt es auf der Produktseite bei Sony.

Teaser-Bild: Sony


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Über den Autor

Thorsten Nötges

Thorsten Noetges ist Nerd, Gamer,und seit 1995 im Internet zu Hause. Er hat von 2013 bis 2014 über 100 Artikel auf BASIC thinking veröffentlicht.

3 Kommentare

  • Naja, ich glaube Uhren mit Telefon und Fernseher sind eine „James Bond“ Erfindung der 1970ziger Jahre, waren aber bis heute nie Praktikabel obwohl längst technisch möglich.
    Versuche gab es viele Uhren mit Rechner, Radio oder zuletzt als PDA oder MP3 Player. Alles in dieser Richtung hat sich nicht Durchgesetzt schon wegen der Handhabung und wohl auch dank praktikablere Smartphone.

  • Witzig, denn exakt so eine Uhr gab es schon vor Monaten als NoName-Ware auf dem Markt.
    Samt Telefon, Video- und Audio Player sowie Bildergalerie. Und das ganze für rund 100€ (ich glaube kaum, dass Sony den Preis unterbieten kann)
    Probleme sind die selben wie oben erwähnt: recht kurze Laufzeit, recht ‚bescheidenes‘ Display, aber die Telefonfunktion ist der Hammer! Selbst wenn man mit der Uhr ohne Headset auf einer stark befahrenen Straße telefoniert hört der Partner die Stimme super klar.

  • Schick, sieht sie ja aus. Aber wenn ich mir vorstelle, dass ich nun ein weiteres Gerät habe, welches ich alle drei Tage aufladen muss, während ich eine herkömmliche Uhr alle zwei Jahre zum Batterietausch bringe…, auch der Preis von 199 Euro wäre mir zu hoch.

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