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CES: ZTE zeigt modulares Smartphone zum Zusammenstecken – leider nur eine Konzeptstudie

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geschrieben von Tobias Gillen

Mehr Akku, dafür weniger Kamera. Schneller, dafür weniger Akku. Mehr Akku und mehr Kamera, dafür weniger Leistung. Die Idee hinter dem modularen Smartphone ist simpel: Jeder steckt es sich so zusammen, wie er es braucht – individuell und persönlich abgesteckt. Zudem wirkt man mit diesem Konzept der fast schon erzwungenen Obsoleszenz entgegen: Ist mal ein Teil kaputt, tauscht man es aus – und muss nicht ein komplett neues Smartphone kaufen.

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ZTE zieht nach…

Schon vor Monaten hat Google-Tochter Motorola mit „Project Ara“ eine derartige Offensive gestartet. Mit an Bord: Dave Hakkens, von dem das Phonebloks-Konzept ursprünglich stammt und eine offene Entwickler-Community. Auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas hat der chinesische Telekommunikationskonzern ZTE nun ein ähnliches Konzept vorgestellt.

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Und Konzept trifft es wohl ziemlich gut. Anfassen durften es die Journalisten und Blogger nämlich nicht, ZTE hat es gut sichtbar unter einer Glaskuppel versteckt. Die Idee hinter dem „Eco-Mobius“, wie ZTE sein modulares Smartphone aktuell nennt, wurde bereits vor ein paar Wochen vorgestellt. Auf der CES war nun ein erster Prototyp zu sehen.

„Eco-Mobius“ ist in verschiedene Bereiche aufgeteilt. So können die Nutzer etwa Kamera, Display, Batterie, RAM, Prozessor, Speicherplatz und Grafikkarte ausbauen und nach belieben ersetzen. Damit will ZTE – neben einer Menge Geld – auch der oben angesprochenen Obsoleszenz entgegenwirken, daher auch das „Eco“ im Namen.

Grundsätzlich aber unterscheiden sich die Ideen zwischen Project Ara und dem ZTE-Phone nicht. Nun bleibt abzuwarten, welches Unternehmen den ersten Akzent auf diesem spannenden neuen Markt setzt. Laut Motorola-Chef Dennis Woodside gibt es schon einen internen Prototyp von Project Ara. Den Kollegen von „The Verge“ erklärte ZTE in Las Vegas hingegen merkwürdigerweise, kein derartiges Smartphone entwickeln zu wollen. Dennoch arbeite man generell weiter an der Verbesserung einer derartigen Technologie. Ah ja. Was auch immer das bedeuten mag – es scheint, als sei die Google-Tochter damit einen Hauch vorne.

Bilder: ZTE


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Über den Autor

Tobias Gillen

Tobias Gillen ist seit August 2014 Chefredakteur und seit Mai 2015 Geschäftsführer von BASIC thinking. Erreichen kann man ihn immer per E-Mail oder in den Netzwerken.

3 Kommentare

  • Das wäre echt mal eine tolle Erfindung. So etwas vermisse ich bisher im Bereich Handys und Tablets. Man kann zwar schlecht einen PC damit vergleichen aber dort kann man schließlich auch alles zusammenbauen wie man will. Ich hoffe es wird bald so etwas geben und dann von mehreren Herstellern.

  • Ich beobachte das schon ne ganze Weile- interessant, denn bei PCs und so weiter geht ja die Tendenz eher weg von der Modularität. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sowas für Handys wirklich mal produziert wird

  • Es wird endlich Zeit, dass dieses Konzept in echt übertragen wird. Die Möglichkeiten wären dann nahezu unbegrenzt.

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