Magine macht Zattoo mit ProSiebenSat.1-Kooperation ordentlich Dampf

Tobias Gillen

Mobiles Fernsehen über das Internet – egal wo wir gerade sind: ein Ziel, an dem mehrere Anbieter seit einiger Zeit arbeiten. Der Bekannteste unter ihnen ist sicherlich Zattoo, nun macht ein schwedischer Konkurrent Druck.

Magine

ProSiebenSat.1 als Top-Argument

Magine ist letztlich eine Alternative zu Zattoo: Mobiles Fernsehen am Laptop, Tablet oder Smartphone per Livestream oder App für eine kleine Gebühr. Doch im Gegensatz zu Zattoo, ein Kooperations-Projekt zwischen Amerikanern und Schweizern, hat die schwedische Variante einen enormen Vorteil: Die ProSiebenSat.1-Gruppe. Magine wird künftig in Deutschland auch ProSieben, SAT.1, Kabel 1, sixx, SAT.1 Gold und ProSieben MAXX übertragen können, Zattoo konnte sich mit der Sendergruppe hingegen nie einigen.

Damit startet ProSiebenSat.1 mit der Kooperation seine ersten Bemühungen im Bereich der externen Programmverbreitung. Erst im Herbst letzten Jahres hatte man mit dem hauseigenen „sixx to go“ erste Gehversuche im ortsunabhängigen Fernsehen versucht. Die Kooperation mit Magine ist nun ein weiterer Schritt, der nur noch von der Beta-Hürde ausgebremst wird. Sobald Magine diese auch in Deutschland verlässt, geht es dann richtig los. Mediatheken-ähnliche Möglichkeiten wird Magine aber in Deutschland genauso wenig anbieten wie Zattoo.

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Probleme für Zattoo

Für die bislang schon sehr erfolgreiche US-Schweiz-Konkurrenz dürfte die Kooperation der Sendergruppe mit Magine eine K.O.-Nachricht sein. Wenn Magine es schafft, sein Produkt anständig zu vermarkten und unter die Leute zu bringen, wird Zattoo dagegen nicht mehr ankommen, solange sich die ProSiebenSat.1-Gruppe einer Partnerschaft untersagt. Dort sind bislang nur die dritten Programme der ARD, das ZDF und seine Nischen-Sender, die RTL-Gruppe und ein paar ausländische Sender sowie Sportkanäle empfangbar.

Wann Magine auch in Deutschland die Beta-Phase verlassen wird, ist bislang unklar. Ursprünglich war das für Herbst letzten Jahres geplant.

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Tobias Gillen ist Geschäftsführer der BASIC thinking GmbH und damit verantwortlich für BASIC thinking und BASIC thinking International. Seit 2017 leitet er zudem die Medienmarke FINANZENTDECKER.de.